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Krankenversicherung: Freiwillig gesetzlich versichert

Die gesetzliche Krankenversicherung bietet die Möglichkeit, sich freiwillig zu versichern. Das gilt insbesondere für Personen, die aus einer Pflichtversicherung oder Familienversicherung ausgeschieden sind, zum Beispiel ein ehemaliger Angestellter, der sich selbständig gemacht hat.

Krankenversicherung: Versicherungspflicht

Viele Arbeitnehmer, Studenten, Rentner und andere Personen sind jedoch verpflichtet, Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse zu sein. Grundsätzlich sind Arbeitnehmer versicherungspflichtig, wenn aus ihrer Beschäftigung ein regelmäßiges beitragspflichtiges Einkommen von mehr als 400 € pro Monat und maximal 4.237,50 € pro Monat hervorgeht.

Bei dem unteren Wert spricht man von der Geringfügigkeitsgrenze, den oberen Wert nennt man die allgemeine Versicherungspflichtgrenze. Wer am 31. Dezember 2002 privat krankenversichert und somit auch nicht versicherungspflichtig war, hat eine niedrigere Versicherungspflichtgrenze. Dieser ist auch heute schon ab einem regelmäßigen Arbeitseinkommen von 3.825,00 € pro Monat nicht versicherungspflichtig.

Krankenversicherung: Versicherungsfrei

Manche Arbeitnehmer sind allerdings nicht von der Versicherungspflicht betroffen. Zu diesen zählt zum Beispiel der Minijobber, welcher mit einem Einkommen von höchstens 400 Euro pro Monat versicherungsfrei ist.

Diese Personen bezahlen selbst keine Beiträge. Dies gilt auch für geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer. Man spricht dann von einem geringfügig beschäftigten Arbeitnehmer, wenn eine Person normalerweise nicht berufstätig ist und nur kurzfristig, bis zu zwei Monaten pro Jahr, beschäftigt ist.

Krankenversicherung: Freiwillig gesetzlich versichert

Wer nicht versicherungspflichtig ist und trotzdem nicht auf die gesetzliche Rentenversicherung verzichten will, kann sich in vielen Fällen freiwillig versichern. Dies ist für folgende Personen möglich:


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  • Arbeitnehmer, deren regelmäßiges beitragspflichtiges Arbeitsentgelt die Versicherungspflichtgrenze von 4.237,50 € monatlich überschreitet. Die freiwillige Versicherung beginnt zum 1. Januar des nächsten Jahres, sofern das Arbeitsentgelt auch über der dann gültigen Grenze liegt,
  • Arbeitnehmer, die eine neue Beschäftigung beginnen und deren regelmäßiges beitragspflichtiges Arbeitsentgelt sofort die Versicherungspflichtgrenze von derzeit 4.237,50 € monatlich überschreitet,
  • Selbstständige, egal wie hoch ihr Einkommen ist,
  • Studierende ab dem 15. Fachsemester oder dem 30. Geburtstag,
  • Rentner, welche nicht in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert sind,
  • Beamte und Pensionäre,
  • selbst versicherte Kinder und
  • Menschen, welche nicht erwerbstätig oder während eines Übergangszeitraums zwischen zwei Beschäftigungen sind.

Die Beitragsberechnung bei freiwillig Versicherten und Pflichtversicherten

Die Beitragsberechnung von freiwillig Versicherten unterscheidet sich von der bei Pflichtversicherten. Bei Letzteren wird zur Ermittlung des Versicherungsbeitrages nur das Arbeitsentgelt herangezogen. Bei freiwillig Versicherten werden zusätzlich zum Gewinn auch (sofern vorhanden) Einnahmen aus Kapitalvermögen (z. B. Zinsen, Dividenden), Vermietung und Verpachtung und in gewissem Umfang auch Renten einbezogen.

Sie sollten dabei vor allem berücksichtigen, dass aufgrund der Gesundheitsreform 2007 seit 1. Januar 2009 jeder, der seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, gegen den Fall der Krankheit umfassend abgesichert sein muss.

Das kann durch eine (freiwillige) Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Krankenkasse oder durch eine Versicherung bei einem privaten Versicherungsunternehmen erreicht werden. Unter gewissen Voraussetzungen (bei besonderen sozialen Härtefällen o.ä.) besteht auch die Möglichkeit zur Verminderung, Stundung oder Erlassung.

1. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.