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Ihre Altersvorsorge: Freiwillig in die Rentenversicherung einzahlen?

Die meisten Arbeitnehmer sind in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert.

Ist diese Versicherungspflicht jedoch nicht gegeben, besteht die Möglichkeit, freiwillig in die Rentenversicherung einzuzahlen.

Die freiwillige Einzahlung von Rentenbeiträgen ist ebenso ein Mittel, um Versorgungslücken im Alter vorzubeugen. Doch für wen ist diese Maßnahme sinnvoll und welche Vorteile bringt der freiwillige Einsatz?

Wer darf sich freiwillig versichern?

Grundsätzlich darf jeder Bürger ab 16 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland freiwillig in die Rentenversicherung einzahlen. Hierbei ist nicht die Staatsangehörigkeit von Bedeutung, sondern der Wohnsitz in der Bundesrepublik.

Auch von der Versicherungspflicht befreite Personen oder versicherungsfreie Berufsstände können seit 2010 freiwillig in die Rentenversicherung einzahlen. Ausgeschlossen sind jedoch Personen, die schon eine volle Altersrente erhalten.

Warum freiwillig in Rentenversicherung einzahlen?

Die Steigerung, die Erhaltung oder überhaupt das Erlangen eines Rentenanspruchs ist ein großer Anreiz für den freiwilligen Einsatz.

Lücken im Versicherungsverlauf können geschlossen werden.

Freiwillig in die Rentenversicherung einzuzahlen, ist oftmals die einzige Möglichkeit, eine verbesserte Versorgung im Rentenalter gewährleisten zu können.

Freiwillig in Rentenversicherung einzahlen – für wen ist das sinnvoll?

Empfehlenswert ist eine freiwillige Einzahlung für diejenigen, die vorzeitig in Rente gehen möchten oder auch müssen. Mit dieser Maßnahme wird die Rentenkürzung bei vorzeitigem Ruhestand aufgefangen.

Lohnen kann sich der freiwillige Einsatz auch, wenn für die Ausbildungszeit nachgezahlt werden soll. Dies gilt ebenfalls für Personen, welche die Wartezeit (auch Mindestversicherungszeit) von fünf Jahren für eine Regelaltersrente nicht erfüllt haben.

Sie können durch den freiwilligen Beitrag einen Rentenanspruch geltend machen. Beispiele hierfür sind Hausfrauen oder Selbstständige, die schon kurze Zeit in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis standen.

Durch das Ausscheiden aus einem versicherungspflichtigen Beruf kann es zum Verlust der Anwartschaft auf Rente bei Erwerbsminderung kommen. Um keine Lücken im Versicherungsverlauf entstehen zu lassen, ist die freiwillige Beitragszahlung eine Möglichkeit, die Erwerbsminderungsrente zu gewährleisten.

Durch die freiwillige Einzahlung werden die geforderten fünf Jahre Wartezeit erfüllt, um vollen Rentenanspruch zu erhalten. Jedoch ist zu beachten, dass kein Lücke durch Nichtzahlung entsteht. Auch  das Anrecht auf eine Hinterbliebenenrente für Angehörige wird durch eine private Einzahlung ermöglicht.

Für Minijobber ist eine freiwillige Einzahlung auf den vollen Beitragssatz eine gute Möglichkeit, ihren Rentenanspruch deutlich zu erhöhen. Zudem steht ihnen somit das gesamte Leistungspaket der gesetzlichen Rentenversicherung zur Verfügung.

Auch Ansprüche auf staatliche Fördermaßnahmen wie die Riester-Rente können nun erhoben werden.

Beitragshöhe

Die Beitragshöhe kann individuell bestimmt werden. Anzahl und Höhe der Beiträge sind frei wählbar, solange sie die Mindestbetragshöhe (ca. 84 €) erreichen und den Höchstbetrag (ca. 1160 €) nicht übersteigen.

Die Anzahl der Beiträge ist wichtig für die anzurechnende Versicherungszeit, um einen Rentenanspruch zu erreichen. Ein erhöhter Beitragssatz soll zumeist eine Steigerung der Rente ermöglichen.

Alternativen

Jedoch ist eine individuelle Beratung dringend anzuraten. Die persönliche Lebenssituation muss vollständig berücksichtigt werden, um eine sinnvolle Entscheidung treffen zu können.

Alternativen wie die Riester- oder Rürup-Rente sind vor allem für diejenigen von Interesse, die durch einen freiwilligen Beitrag in eine Rentenversicherung vorwiegend eine Aufwertung ihres Rentenanspruchs erlangen möchten.

17. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.