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Fremdwährungskonto: So wird es definiert

Die einfachste Art für Anleger, auf Wechselkurse zu spekulieren, ist über ein Fremdwährungskonto.

Wer beispielsweise damit rechnet, dass der Euro im Vergleich zur norwegischen Krone oder der türkischen Lira an Wert verliert, führt bei einer Direktbank oder einem Online-Broker ein Konto in eben dieser Währung.

Gewinnen wenn der Euro verliert

Dafür zahlt er einen bestimmten Betrag zum aktuellen Wechselkurs ein. Steigt die Währung, auf die das Konto läuft, im Verhältnis zum Euro, kassiert der Anleger zusätzlich zu eventuellen Zinsen einen Wechselkursgewinn.

Sinkt hingegen der Kurs, ist das eingezahlte Kapital beim Zurücktauschen in Euro weniger wert.

Bislang nutzen vor allem international tätige Unternehmen solche Fremdwährungskonten, um ihren Zahlungsverkehr mit dem jeweiligen Ausland in dessen Währung durchführen zu können.

Das mindert das Wechselkursrisiko und erleichtert bargeldlose Zahlungen. In den letzten Jahren haben aber auch immer mehr Privatanleger dieses Instrument für sich entdeckt.


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Definition Fremdwährungskonto

Ein Fremdwährungskonto ähnelt einem Tagesgeldkonto bei einer inländischen Bank, das Guthaben ist täglich verfügbar. Nur notiert es eben nicht in Euro, sondern beispielsweise in US-Dollar, japanischen Yen, norwegischen Kronen oder türkischen Lira.

Als Variante bieten einige Banken ihren Kunden auch Festgeldkonten in fremden Währungen an.

Einige Anbieter zahlen sogar Zinsen auf die eingezahlte Währung. Das allerdings variiert von Bank zu Bank und von Währung zu Währung.

Grundsätzlich gilt, dass schwankungsanfällige Währungen wie südafrikanische Rand oder ungarische Forint höher verzinst werden als stabile Währungen wie Dollar oder Yen, für die es oft sogar gar keine Zinsgutschriften gibt.

Devisen gelten als hochspekulative Investments

Der Handel mit Währungen gilt als hochspekulativ und ist sehr schwankungsanfällig. Er ist also nur etwas für Anleger, die sich dieses Risikos bewusst sind.

Denn die Entwicklung einer Währung ist schwer vorhersagbar, hängt sie doch von verschiedenen Faktoren ab: der Wirtschaftsleistung eines Landes, seinem Zinsniveau, Notenbankinterventionen oder politischen Entscheidungen.

Zudem sorgen Spekulanten immer wieder für starke, rational kaum zu erklärende Ausschläge am Devisenmarkt.

Da eher der Wechselkurs als der Zins darüber bestimmen, was für den Fremdwährungsanleger unter dem Strich herauskommt, sollten Investoren die Entwicklung der Wechselkurse ständig im Auge haben.

Welche Kosten entstehen

Zwar werden die meisten Konten gebührenfrei geführt. Ein Vergleich der Konditionen verschiedener Anbieter mit Blick auf Kontoführungsgebühren, Verzinsung, Mindestanlage oder Umrechnungsprovisionen ist dennoch zu empfehlen. Denn da gibt es große Unterschiede.

Währungsgewinne unterliegen der Abgeltungssteuer, wenn das Kapital verzinslich angelegt wurde und vor Ablauf von zehn Jahren wieder zurückgetauscht wird.

Spekulationserträge ohne Zinsen werden mit dem individuellen Einkommensteuersatz versteuert, wenn das Guthaben innerhalb eines Jahres zurück in Euro getauscht wird.

11. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Petra Hoffknecht
Von: Petra Hoffknecht. Über den Autor

Petra Hoffknecht arbeitet als freiberufliche Wirtschafts- und Finanzjournalistin. Sie schreibt regelmäßig für das Handelsblatt, die VDI Nachrichten, Magazine des Sparkassenverlags und diverse Regionalzeitungen wie beispielsweise die Neue Osnabrücker Zeitung oder die Südwest Presse in Ulm.