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Fremdwährungskonto: Schutz gegen die Euro-Krise

Seit der Beinahe-Pleite von Griechenland befinden sich die Schuldenberge der Euro-Staaten im Fokus der Öffentlichkeit.

Der Zusammenbruch der Gemeinschaftswährung konnte zwar mit vereinten Kräften abgewendet werden, doch allzu rosig ist es um die Finanzkraft der Euro-Länder weiterhin nicht bestellt.

Seit dem Ausbruch der Finanzkrise hat sich die Schuldenlage in vielen europäischen Staaten deutlich verschlechtert. Spanien beispielsweise hatte 2007 eine Staatsverschuldung von lediglich 36% des Bruttoinlandsprodukts, heute sind es 92%.

Noch drastischer fällt der Anstieg in Irland aus: Innerhalb von nur 6 Jahren hat das Land seine Schuldenquote fast verfünffacht (von 25% auf 122%).

Bislang konnte die Europäische Zentralbank (EZB) erfolgreich verhindern, dass der Euro gegenüber den anderen Währungen massiv an Wert verliert. Dafür hat die EZB ihre eigenen Regeln gebrochen und angekündigt, die europäische Gemeinschaftswährung um jeden Preis zu stützen.

Eine Garantie für die Zukunft ist dies allerdings nicht. Wenn ein so großer Staat wie Frankreich, Italien oder Spanien in eine noch wesentlich schlimmere Schieflage gerät, kann es sein, dass sogar die EZB letztendlich machtlos sein wird. Ein solcher Staatsbankrott (den wir in den nächsten Jahren aber für relativ unwahrscheinlich halten) hätte selbstverständlich verheerende Folgen für den Euro.

Fremdwährungen als Absicherung gegen einen Euro-Crash

Aber es gibt durchaus Mittel und Wege, sich vor einem solchen Schreckensszenario zu schützen. Neben Edelmetallen als klassische Krisenwährung bietet sich dafür eine Anlage in Währungen als Depotbeimischung an. Dazu müssen Sie keine riskanten Währungs-Optionsscheine oder sonstigen Währungs-Hebelpapiere kaufen.

Zahlreiche Banken bieten heute Fremdwährungskonten an. Dort können Sie beliebige Beträge zu Tages- oder Festgeldkonditionen in einer anderen Währung anlegen. Kommt es tatsächlich zu einem Euro-Crash, werden Sie in Form von Wechselkursgewinnen davon profitieren.


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So wählen Sie den für Sie geeigneten Anbieter aus

Bei der Wahl des Anbieters haben Sie eine breite Auswahl zwischen Fremdwährungskonten bei großen Instituten, regionalen Banken und Direktbanken. Es gibt eine ganze Reihe von Aspekten, die Sie bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten:

Welche Währungen werden angeboten?

Ein ganz wichtiger Punkt! Selbstverständlich sollten Sie darauf achten, dass der Anbieter Ihnen auch eine Investition in die Währungen ermöglicht, die Sie ausgewählt haben. Dabei unterscheiden sich die Angebote sehr deutlich. „Standardwährungen“ wie US-Dollar oder Schweizer Franken erhalten Sie praktisch überall.

Schwieriger wird es bei höher verzinsten „exotischen“ Währungen wie beispielsweise dem Südafrikanischen Rand oder dem Ungarischen Forint. Diese Währungen sind allerdings ohnehin eher Spekulationsobjekte.

Besteht die Mitgliedschaft in einem Einlagensicherungssystem?

Das zweite wichtige Kriterium: Fremdwährungskonten sind von der gesetzlichen Einlagensicherung ausgeschlossen. Daher sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Ihr Anbieter entweder dem Bundesverband Deutscher Banken angehört oder es sich um eine Sparkasse oder Genossenschaftsbank handelt, die über eigene Einlagensicherungssysteme verfügen.

Wie hoch fallen die Gebühren aus?

Ebenfalls wichtig: Einige Banken langen bei den Gebühren ganz schön zu, etwa in Form höherer Kontoführungsgebühren, auf die einige Anbieter aber mittlerweile auch verzichten. Hinzu kommen sogenannte Konvertierungsgebühren: Diese fallen beim Tausch in die andere Währung in Prozent der Anlagesumme an (zumeist rund 1%).

Ebenfalls bei jeder Transaktion verdient die Bank am Spread, also der Differenz zwischen An- und Verkaufskurs der jeweiligen Währung. Diese Gebühr kennen Sie bereits vom Börsenhandel bei Wertpapieren.

Daher ist auch klar: Häufiges Umschichten zwischen den Währungen lohnt sich für Sie nicht. Denn das würde den Anteil der Gebühren unverhältnismäßig steigen lassen. Wenn Sie hingegen langfristig über mehrere Jahre in eine Währung investieren, fallen diese Gebühren kaum ins Gewicht.

Welche Zinsen werden für die verschiedenen Fremdwährungen angeboten?

Was bekommen Sie für Ihr Geld? Wenn Sie Fremdwährungen zur Renditeoptimierung einsetzen möchten, ist auch diese Frage wichtig. Falls Sie jedoch hauptsächlich in Fremdwährungen investieren, um sich vor einer Euro-Krise zu schützen, sind die Zinsen von untergeordneter Bedeutung.

Verlangt der Anbieter Mindestanlagesummen?

Viele Banken verlangen bei Fremdwährungskonten einen Mindestanlagebetrag. In der Regel liegt dieser bei 500 € oder 1.000 €, in einigen Fällen auch bei 5.000 €.

Gibt es Vorgaben bei der Anlagedauer?

Nicht alle Geldinstitute bieten Fremdwährungen mit täglicher Kündigung an. Bei einigen Banken müssen Sie sich zwischen Laufzeiten von 30 bis 360 Tagen entscheiden.

Checkliste: So legen Sie Ihr Geld sicher in Fremdwährungen an

  • Setzen Sie Fremdwährungen nur als Depotbeimischung ein, nicht als Depotschwerpunkt. Sollte es der Europäischen Zentralbank und den nationalen Regierungen weiterhin gelingen, die Finanzen der Euro-Zone einigermaßen im Griff zu haben, werden Sie mit Fremdwährungen keine großen Renditen erwirtschaften. Auch Verluste sind nicht ausgeschlossen, falls sich die Finanzlage in der Euro-Zone stabilisieren sollte.
  • Der „Geldanlage-Berater“ empfiehlt Fremdwährungen nur unter dem Sicherheitsaspekt als langfristige Anlage, nicht als kurzfristige Spekulation. Planen Sie daher einen Anlagehorizont von mehreren Jahren ein.
  • Streuen Sie Ihr für Fremdwährungen vorgesehenes Kapital auf mindestens 2 Währungen, davon maximal eine Rohstoffwährung. Der Schweizer Franken und die Norwegische Krone sind ein passendes „Team“, da ihre Kursverläufe gegenüber dem Euro wenig Übereinstimmungen zeigen.
  • Achten Sie darauf, dass die Bank, bei der Sie ein Fremdwährungskonto eröffnen, Mitglied eines Sicherungsverbandes ist, da Fremdwährungskonten von der gesetzlichen Einlagensicherung ausgenommen sind. Hier bietet sich beispielsweise die Commerzbank-Tochter Comdirect an, deren „Fremdwährungsanlagekonto“ auch über eine faire Gebührenstruktur verfügt.

2. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.