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Frührente mit Abschlägen: Worauf der Frührentner achten sollte

Hinsichtlich einer Abfindung sowie der Höhe der Rente, gibt es bei der Frührente einiges zu berücksichtigen. Nach dem geltenden Rentenrecht können viele ältere Arbeitnehmer deutlich vor dem 65. Lebensjahr Altersrente erhalten.

Wer vorzeitig in Ruhestand geht, muss allerdings mit einem Rentenabschlag rechnen. Dadurch will der Gesetzgeber verhindern, dass das Rentensystem durch Frührente zu stark beansprucht wird.

Der Abschlag gilt für die gesamte Rentenbezugszeit. Die gesetzliche Rente wird je nach Rentenart erst ab einem bestimmten Alter ohne Rentenabschlag ausgezahlt.

Dadurch wird derjenige belohnt, der länger in das Rentensystem eingezahlt hat. Der Abschlag gilt bei Erwerbsminderungsrenten, bei Renten wegen Todes, bei Versorgungsausgleich und bei der vorzeitigen Altersrente.

Altersteilzeit: Rente mit Abschlägen

Durch die Rentenreform sind die Altersgrenzen, die die Berechtigung zur Rente ohne Abschläge geben, in Bewegung geraten. Dies kann auch Arbeitnehmer betreffen, welche mit ihrem Arbeitgeber eine Vereinbarung über Altersteilzeit abgeschlossen haben.

Läuft die Vereinbarung ab, bevor der Arbeitnehmer sein neues Renteneintrittsalter erreicht hat, muss er mit Abschlägen in Höhe von 0,3% pro Monat rechnen.

Welche Abschläge sind bei anderen Rentenarten zu beachten?

Ein Rentenabschlag wird bei der Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit vor dem 63. Lebensjahr verlangt. Für jeden Kalendermonat, für den die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit vor Vollendung des 63. Lebensjahres beansprucht wird, beträgt der Rentenabschlag 0,3 Prozent.

Höchstens beträgt dieser jedoch 10,8 Prozent. Ein solch maximaler Abschlag gilt ebenso für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen. Bei der Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder Altersteilzeit sowie bei der Altersrente für Frauen liegt der maximale Abschlag bei 18 Prozent.

Bei Erziehungsrenten, Witwen- und Waisenrenten muss für jeden Monat des Bezugs vor dem 63. Lebensjahr ebenfalls ein Abschlag berücksichtigt werden. Dabei beläuft sich die maximale Reduktion auf 10,8 Prozent. Lesen Sie mehr zu diesem Thema in unserem Beitrag „Rente wegen Erwerbsminderung“.

Fließender Übergang in die Rente mit dem Altersteilzeitgesetz

Anstatt in einem bestimmten Alter von heute auf morgen mit der bezahlten Berufstätigkeit aufzuhören und sein Leben völlig umzustellen, wird von manchen Beschäftigten angestrebt, die Erwerbstätigkeit allmählich zu reduzieren. Umsetzungsmöglichkeiten dafür bietet das sogenannte Altersteilzeitgesetz.

Dies entstand vor allem als ein Mittel zur Schaffung von Arbeitsplätzen beziehungsweise der Umsetzung von Personaleinsparungen durch Betriebe.

Dabei handelt es sich also eigentlich nicht um Frührente, weil die Höhe der Altersrente durch Verträge oft konstant gehalten wird. Aber auch bei diesen Vereinbarungen sind Abschläge bei der Rente sehr häufig.

14. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.