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Für den besseren Durchblick für Anleger: das KIID-Informationsblatt

Welcher Fonds besser zu einem passt als ein anderer, ist eine der wichtigsten Fragen für jeden Anleger. Und wer sein Geld noch vor wenigen Jahren in einen Fonds investieren wollte, sah sich bei der Beantwortung dieser Frage mit größeren Schwierigkeiten konfrontiert.

Informationen zu den Kosten, der Risikoklasse, dem Anlageschwerpunkt oder der zu erwartenden Rendite mussten umständlich in völlig unterschiedlich aufgebauten Verkaufsprospekten oder den so genannten factsheets der Fondsgesellschaften aufgestöbert werden. Kein Wunder also, dass das Verbraucherministerium bereits 2009 eine Änderung dieses Zustands anstrebte.

Warum das KIID in Deutschland eingeführt wurde

Seit 2011 sind bei der Anlageberatung zum Kauf von Wertpapieren (Fonds) die so genannten Produktinformationsblätter oder „Key-Investor-Information-Documents“ (kurz KIIDs) Pflicht. In der Praxis ersetzt das KIID den vereinfachten Verkaufsprospekt.

In Deutschland wird das KIID auch als „Wesentliche Informationen für den Anleger“ bezeichnet. Viele Privatanleger hatten während der Finanzkrise 2008 teilweise recht erhebliche Verluste erlitten. Dadurch war die Beratungspraxis der Banken ins Gerede gekommen. Besonders die nur schwer zu durchschauende Strategie vieler Zertifikate stand damals im Zentrum der Kritik.

Und hier sorgte vor allem die Pleite der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers als Ursache für herbe Enttäuschungen privater Anleger in Deutschland. In Folge davon mehrten sich die Beschwerden von Verbraucherschutzorganisationen, die mehr Transparenz einforderten.

Wie sich ein KIID zusammensetzt

Damit war der Weg frei für ein formell einheitliches Datenblatt. Ab 2011 müssen die Fondsgesellschaften eine derartige Information für ihre Kunden erstellen. Ein KIID sollte nicht mehr als 2 bis 3 Seiten umfassen und ist dabei gegliedert in die Anschnitte:

  • Ziele und Anlagepolitik

  • Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

    • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
    • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
    • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
    • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
    • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
    • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

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Hier erklärt die Fondsgesellschaft, welche Aktien in dem betreffenden Finanzprodukt aufgenommen werden. Sie gibt Informationen über die Region, die Größe der Gesellschaften, die Fonds-Währung und darüber, an welchem Vergleichsindex sich der Fonds orientiert.

  • Risiko- und Ertragsprofil

Hier wird erörtert, welchen Risiken der Fonds unterworfen ist und wie Anleger diese bewerten sollten. Zu diesem Zweck wird jeder Fonds einer bestimmten Risiko-Kategorie (von 1 bis 7) zugeordnet. Fonds der Kategorie 1 sind den geringsten, Fonds der Kategorie 7 den höchsten Risiken ausgesetzt.

  • Kosten

Hier sind sowohl dies festen wie auch die wiederkehrenden Kosten detailliert aufgelistet.

  • Wertentwicklung in der Vergangenheit

Unter diesem Punkt wird die Wertentwicklung des Fonds nach Abzug aller Kosten und Gebühren durch ein Balkendiagramm dargestellt.

  • Praktische Informationen

Darunter finden sich beispielsweise Informationen zur Depotbank, welchem Steuerrecht der unterliegt oder welche Aufsichtsbehörde zuständig ist.

Da der systematische Aufbau eines KIIDs immer der Gleiche ist, können Fonds wesentlich einfacher miteinander verglichen werden als früher. Anleger gewinnen mit den KIIDs viel Transparenz bei der Planung ihrer Investments.

1. März 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.