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Sorgenfreier Ruhestand: Entnahmepläne als attraktive Alternative

Wenn Sie Ihr Leben lang hart gearbeitet und sich ein hübsches Sümmchen angespart haben, macht es für Sie Sinn, dieses Kapital in eine Zusatzrente umzuwandeln. Auf diese Weise erhöhen Sie Ihr monatliches Einkommen und laufen nicht Gefahr, das Geld zu schnell auszugeben.

Natürlich hat die Finanzbranche dafür ein „passendes“ Produkt parat, die sogenannte Sofortrente. Davon raten wir Ihnen allerdings ab – die Gebühren sind zu hoch, die Erträge zu gering und Sie haben wenig Flexibilität. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre eigene private Rente ganz einfach selber machen – und damit wesentlich höhere Auszahlungen für sich herausschlagen.

Besser als jedes überteuerte Versicherungsprodukt: Ein Fonds­‐Entnahmeplan

Sie möchten Kapital in ein regelmäßiges Zusatzeinkommen umwandeln? Dann ist ein Fonds-Entnahmeplan (auch Fonds-Auszahlungsplan genannt) genau das Richtige für Sie. Damit erzielen Sie wesentlich höhere Renditen als mit gebührenfressenden Versicherungsprodukten und bleiben stets flexibel.

Ein Fonds-Entnahmeplan funktioniert im Prinzip genau so wie ein Fondssparplan – nur umgekehrt: Die Fondsanteile werden nach und nach verkauft und bringen Ihnen so ein monatliches Zusatzeinkommen.

2 Varianten von Entnahmeplänen

Zu Beginn der Laufzeit legen Sie fest, wie hoch die monatliche Auszahlung sein soll. Dabei stehen Ihnen grundsätzlich zwei Varianten offen:

  •  Bei einem Entnahmeplan ohne Kapitalverzehr werden ausschließlich die laufenden Gewinne an Sie ausbezahlt. Der Grundstock des Kapitals wird nicht angerührt und bleibt erhalten. Auf diese Weise sichern Sie sich kleinere, aber dafür unbefristete Auszahlungen („ewige Rente“).
  • In der Variante mit Kapitalverzehr legen Sie im Voraus einen Zeitraum fest, in dem Sie die Auszahlungen erhalten möchten. Bis zum Ende der Laufzeit wird Ihnen das angelegte Kapital vollständig ausbezahlt. Dadurch erhalten Sie wesentlich höhere laufende Auszahlungen, aber nur für einen gewissen Zeitraum.

Wie Sie Ihren Entnahmeplan richtig kalkulieren

Optimal für die Anlage von Entnahmeplänen eignen sich Mischfonds, da diese weitaus geringere Kursschwankungen aufweisen als Aktienfonds. Anhand der folgenden Tabellen können Sie die monatlichen Auszahlungen für Ihren Entnahmeplan kalkulieren.

Dabei gilt: Die Höhe der Auszahlungen (bei Kapitalerhalt) bzw. die Länge der Laufzeit (bei Kapitalverzehr) ist abhängig davon, welche Rendite die Fonds in der Zwischenzeit erwirtschaften. Kalkulieren Sie daher lieber mit einem niedrigeren Wert (6% ist für einen guten Mischfonds in der Regel kein Problem und lässt Spielraum nach oben), dann erleben Sie allenfalls eine positive Überraschung.

Schutz für Hinterbliebene: Entnahmeplan schlägt Versicherungsprodukt

Neben der höheren Rendite gibt es noch einen weiteren wichtigen Punkt, der für einen Entnahmeplan und gegen ein Versicherungsprodukt spricht: Falls Sie frühzeitig sterben sollten, geht alles noch vorhandene Kapital aus Ihrem Entnahmeplan automatisch an Ihre Erben. Bei einer Sofortrente ist das Geld hingegen weg.

Es sei denn, Sie haben einen Hinterbliebenenschutz vertraglich vereinbart, den sich die Versicherung jedoch fürstlich bezahlen lässt und Ihre monatlichen Auszahlungen entsprechend kürzt.

25. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.