MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Für wen lohnt sich ein Vergleich von Zertifikaten?

Durch Zertifikate können Privatanleger komplexe Anlagestrategien verfolgen und so überproportional von Kurszuwächsen anderer Finanzinstrumente profitieren.

Allerdings zählen Zertifikate zu den strukturierten Finanzprodukten und bergen Risiken, die nicht zu unterschätzen sind. Daher sollte sich der Anleger im Vorfeld eines Kaufs gut informieren und einen ausführlichen Vergleich der Zertifikate anstellen.

Was sind Zertifikate?

Privatanleger sollten die Produkte, in die sie investieren möchten, stets verstehen und einordnen können. Zertifikate sind rein rechtlich gesehen Schuldverschreibungen eines Emittenten. Wenn der Emittent zahlungsunfähig ist, droht dem Anleger ein Totalverlust (Emittentenrisiko). Daher sollte man vor allem Zertifikate von großen Banken in Erwägung ziehen, da hier das Insolvenzrisiko vergleichsweise gering ist.

Bei Zertifikaten handelt sich in erster Linie um Wertpapiere, mit der ein Anleger auf die Entwicklung eines Basiswertes wie zum Beispiel auf eine Aktie, einen Index, eine Währung oder einen Rohstoff spekulieren kann.

Steigt der Basiswert, kann man überproportionale Gewinne erzielen. Im Gegenzug sind aber auch Verluste möglich, wenn sich der Basiswert nicht in die gewünschte Richtung bewegt.

Zertifikate-Vergleich: auf welche Kennzahlen ist zu achten?

Ein Vergleich von Zertifikaten stellt die verschiedenen Konditionen wie Basiswert, Laufzeit, Rabatt, Gewinnobergrenze (Cap) oder Emittent gegenüber.

Eine große Bedeutung beim Zertifikate-Kauf kommt dem Discountwert zu. Bei sogenannten Discount-Zertifikaten erhält der Anleger einen Rabatt (Discount) gegenüber dem Direktkauf einer Aktie, der wie ein Sicherheitspuffer wirkt. Die Rabatte können unterschiedlich hoch sein.

Ein weiterer Punkt ist die Rendite, die das Zertifikat maximal erzielen kann, bevor der Höchstbetrag (Cap) erreicht wird. Beim Zertifikate-Vergleich ist darauf zu achten, dass ein Discount-Zertifikat auch dann eine attraktive Rendite erzielt, wenn der Kurs des Basiswertes nur seitwärts tendiert.

Sind mehrere Discount-Zertifikate mit dem gleichen Rabatt vorhanden, sollte die Entscheidung zu Gunsten des Zertifikats mit dem höchsten Cap fallen, da der Anleger so länger an steigenden Kursen partizipieren kann.

Auch bei der Laufzeit hat man die Qual der Wahl. Bei ansonsten gleichen Konditionen ist eher das Zertifikat mit längerer Laufzeit zu bevorzugen, da sich der Anleger damit einen gewissen Zeitvorteil verschafft, wenn die Börse zwischendurch nicht so gut läuft.

Garantie-Zertifikate: Sicherheit geht vor

Andere Zertifikate wie Garantie-Zertifikate bieten eine gewisse Sicherheit gegen Kursverluste – eine Art Geld-zurück-Garantie. Zwar ist damit der Kapitaleinsatz des Anlegers in der Regel gegen Kursverluste geschützt, allerdings fällt durch das geringere Risiko auch die Rendite niedriger aus.

Ein Vergleich der Zertifikate lohnt sich immer

Insgesamt gilt: Bei der Zertifikate-Wahl sollte sich der Anleger zunächst am Basiswert orientieren, der im Optimalfall nicht zu weit entfernt vom Cap liegt. Anschließend folgen weitere Konditionen wie der Discount, die maximale Rendite oder die Laufzeit.

Um sicherzustellen, dass man die besten Konditionen erhält und somit die größten Vorteile aus dem Investment ziehen kann, lohnt sich für jeden Anleger ein Vergleich der wichtigen Kennzahlen.

7. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands