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Fuß fassen und im Tritt bleiben – Empfehlungen an Immobilienfirmen

In diesen Wochen veranstalten die Europäische Immobilien Akademie und der Immobilienverband IVD die Infowochen für Existenzgründer.

Dass dies nicht nur ein Thema für Existenzgründer sondern auch für den Nachwuchs in bestehenden Immobilienbüros ist, zeigt unser Interview der Woche mit der Vizepräsidentin des Immobilienverbandes IVD, Margot Schlubeck.

Sie ist seit fast 20 Jahres als Immobilienmaklerin im Großraum Nürnberg aktiv und seit mehr als sechs Jahren im Präsidium des IVD. Dort ist sie zuständig für neue Mitglieder, die Juniorenarbeit und die Existenzgründer.

Frage: Frau Schlubeck, als Immobilienmaklerin haben Sie sicher einen guten Tipp parat, den ein Einsteiger in den Beruf beachten sollte. Was ist Ihre wichtigste Empfehlung?

Margot Schlubeck: Jeder Einsteiger in den Beruf des Immobilienmaklers sollte sich im Vorfeld über die Kosten und über die finanziellen Fragen seiner zukünftigen Tätigkeit  informieren.

Das gilt für die Existenzgründer genauso wie für diejenigen Immobilienmakler, die den elterlichen Betrieb übernehmen und sich damit ja quasi auch selbständig machen.

Für die Gründer und Neueinsteiger geht es natürlich darum, nicht in die Schuldenfalle zu tappen, in der das Unternehmen aufgebaut wird und die Umsätze noch nicht so regelmäßig sind.

Frage: Sie sagen es schon: In vielen Unternehmen fragen sich Unternehmensinhaber und Nachwuchs, ob das Unternehmen fortgeführt werden soll. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das Unternehmen eine ausreichende Perspektive bietet.

Was können Sie diesen Unternehmen bei der Entscheidungsfindung mit auf den Weg geben?

Margot Schlubeck: Für die Nachfolger in einem Unternehmen geht es ganz klar darum, die Firma ausreichendem Umsatz fortzuführen. Der Einsatz von Kennzahlen ist für diese Einschätzung ganz wichtig.


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Der IVD bietet jedes Jahr für seine Mitglieder eine Veranstaltung zur Unternehmensnachfolge an. In dieser Unternehmensnachfolgebörse mit einem eigens dafür installierten Vertrauensmann kann das Unternehmen für die zukünftige Ausrichtung bewertet werden.

Die Kennzahlenanalyse, die der IVD wissenschaftlich vom Center for Real Estate Studies an der Steinbeis Hochschule erstellen lässt bietet eine verlässliche Datengrundlage für die Unternehmen.

Sie sehen aber daran, dass die Übernahme eines Unternehmens heute keine „Bauchentscheidung“ mehr ist.

Frage: Der IVD setzt sich auf nationaler und europäischer Ebene beim Gesetzgeber dafür ein, dass die Berufszulassung stärker reglementiert wird. Was bedeutet das für mögliche Quereinsteiger in den Beruf des Immobilienmaklers?

Margot Schlubeck: Jeder Berufseinsteiger wird in seinem Beruf nur dann etwas werden, wenn er sich die ausreichende Qualifikation aneignet. Wenn eine gesetzliche Regelung eingeführt wird, die eine solche Qualifikation vorsieht, dann schützt der Gesetzgeber die Berufseinsteiger quasi vor sich selbst.

Insofern finde ich es ausgesprochen wichtig, dass diese längst überfällige Frage endlich gesetzlich geregelt wird.

Frage: In den Informationsveranstaltungen der Europäischen Immobilien Akademie und des IVD beraten Sie gerade viele angehende Immobilienmakler. Welches sind die häufigsten Fragen, die Ihnen dort gestellt werden und wie begegnen Sie diesen Fragen?

Margot Schlubeck: Ich freue mich immer daran, wenn fachliche Fragen von den interessierten Besuchern unserer Veranstaltungen kommen. Das zeigt uns, dass die Besucher sich wirklich auf den Beruf vorbereiten und sich mit ihrer geplanten Tätigkeit beginnen zu identifizieren.

Die wichtigste Frage ist: Was brauche ich für die Existenzgründung im Immobilienbereich?

Frage: Und was benötigt ein Gründer in der Immobilienbranche aus Ihrer Sicht?

Margot Schlubeck: Vor allem eine gesunde persönliche Selbsteinschätzung, Vertriebsaffinität, Kommunikationsfähigkeit und Spass mit Kunden umzugehen. Das sind meine wichtigsten Soft-Skills, die ich als unabdingbare Voraussetzungen sehe. Über die Qualifikation habe ich ja schon gesprochen.

Frage: Was fragen die zukünftigen Makler noch?

Margot Schlubeck: Ganz wichtig: Wie viel Kosten kommen auf mich zu? Das sind die Gründungskosten, die persönlichen Unterhaltskosten und die Deckung des Finanzbedarfs der ersten sechs Monate, bis der erste Umsatz aus dem Geschäft kommt. Das alles ist dann davon abhängig, wie exklusiv ein angehender Immobilienmakler beginnt.

Frage: Selbständig machen, eine Franchise-Lizenz erwerben, ein Immobilien-Unternehmen kaufen oder ein neues Büro selbst aufmachen? Wovon sollten Interessenten für den Beruf des Immobilienmaklers Ihre Entscheidung abhängig machen?

Margot Schlubeck: Lassen Sie mich die wichtigsten Punkte kurz zum Abschluss aufzählen:

  1. Von den finanziellen Mitteln, die zur Verfügung stehen;
  2. Vom Standort des geplanten Büros;
  3. Von der gesunden Selbsteinschätzung;
  4. Vom eigenen Typ und der Erfahrung, die er aus seinen bisherigen Tätigkeitsfeldern mitbringt.

Vielen Dank, Frau Schlubeck, dass Sie sich die Zeit für das Interview genommen haben.

8. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.