MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Fußball-Bundesliga: Wer verdient am meisten durch Trikotwerbung?

Vor 1973 war die Brust der Bundesliga-Kicker werbefrei. Dann kam der ehemalige Geschäftsführer des Spirituosen-Herstellers Jägermeister, Günter Mast, auf die Idee, die Brust der Bundesliga-Spieler von Eintracht Braunschweig mit dem Logo seines Unternehmens zu versehen.

Eintracht Braunschweig erhielt dafür 100.000 DM. Das war damals eine stattliche Summe, aber die Beträge die heutzutage für das Marketing auf den Shirts der Kicker gezahlt werden, bewegen sich in ganz anderen Regionen.

Das sind die 10 Clubs mit den höchsten Einnahmen aus der Trikotwerbung in der Fußball-Bundesliga in der Saison 2015/2016:

10. Bayer Leverkusen (LG Electronics; ca. 5,5 Mio. € pro Jahr)

LG Electronics ist ein südkoreanisches Unternehmen aus der Elektronik-Branche. Der Konzern ist Anbieter von Produkten aus dem Mobilfunk, der Unterhaltungselektronik, der Fotovoltaik und von Haushaltsgeräten. LG Electronics unterstützt den Werksclub der Bayer AG in der Saison 2015/16 mit 5,5 Mio. €.

9. Werder Bremen (Wiesenhof; 5,7 Mio. €)

Wiesenhof ist eine Marke der PHW-Gruppe, hinter der sich die niedersächsische Lohmann & Co. Aktiengesellschaft verbirgt. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 1 Mrd. € und zahlt Werder Bremen für die Trikotwerbung 5,7 Mio. € jährlich.

8. Hertha BSC Berlin (bet-at-home.com AG; 6,0 Mio. €)

Zum Kerngeschäft der bet-at-home.com AG gehören Sportwetten und Online-Gaming. Seit 2004 notiert die Gesellschaft an der Frankfurter Börse im so genannten Entry Standard (Freiverkehr). Das Sponsoring bei den Hauptstadt-Kickern ist bet-at-home 6,0 Mio. € pro Jahr wert.

7. Eintracht Frankfurt (Alfa Romeo; 6,0 Mio. €)

Alfa Romeo ist ein italienischer Kraftfahrzeugproduzent, der ein Bestandteil des Fiat Chrysler-Konzerns ist. Das auf sportliche Personenwagen spezialisierte Unternehmen wirbt mit seinem Logo auf der Brust der Fußballer von Eintracht Frankfurt und zahlt dafür in der Saison 2015/16 einen Betrag von 6,0 Mio. €.

6. Borussia Mönchengladbach (Postbank; 7,5 Mio. €)

Das deutsche Geldinstitut Postbank ist seit 2015 eine 100-prozentige Tochter der Deutsche Bank AG. Der geplante Börsengang und damit die Ausgliederung aus dem Konzern verzögert sich immer wieder. Das hindert die Postbank allerdings nicht, bei Borussia Mönchengladbach als Trikotsponsor in Höhe von 7,5 Mio. € jährlich aufzutreten.

5. Hamburger SV (Emirates; 7,5 Mio. €)

Emirates ist eine Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Unternehmen engagiert sich bei einer ganzen Reihe von europäischen Fußball-Clubs im Bereich Trikotsponsoring, u.a. bei Real Madrid, AC Mailand und dem FC Arsenal London. Der Hamburger SV erhält in der Saison 2015/16 einen Betrag von 7,5 Mio. €).

4. Schalke 04 (Gazprom; 17 Mio. €)

Das größte Erdgasförderunternehmen Europas ist mit 445.000 Beschäftigten der größte privat-wirtschaftliche Arbeitgeber Russlands. Die Marktkapitalisierung der börsennotierten Gazprom beträgt rund 100 Mrd. €. Schalke 04 erhält jährlich 17 Mio. € für Trikotwerbung.

3. Borussia Dortmund (Evonik; 20 Mio. €)

Evonik Industries ist ein Unternehmen der Spezialchemie, das aus der ehemaligen Ruhrkohle AG hervorgegangen ist. Die Gesellschaft wurde 2015 in wichtigen Index MSCI World aufgenommen. Evonik zahlt Borussia Dortmund für die Trikotwerbung 20 Mio. € jährlich.

2. VFL Wolfsburg (Volkswagen; 30 Mio. €)

Der VFL Wolfsburg ist der Werksclub des Volkswagen-Konzerns. Der größte Automobilhersteller des Landes notiert im deutschen Leitindex DAX. Die Kicker des VFL erhalten vom Unternehmen 30 Mio. € jährlich für das Trikotsponsoring.

1. FC Bayern München (Deutsche Telekom; 30 Mio. €)

Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München ist nicht nur sportlich die Nr. 1 der Bundesliga. Das DAX-Unternehmen Deutsche Telekom mit einer Marktkapitalisierung von rund 65 Mrd. € zahlt für das Trikotsponsoring bei Bayern München rund 30 Mio. € in der Saison 2015/16.

24. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.