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Fußball-WM und der DAX: Entweder Finale oder steigende Kurse

Mit dem Blick nach Brasilien zur Fußball-WM ruhen die Hoffnungen natürlich auf dem deutschen Team. Gleichzeitig wünschen sich Privatanleger einen steigenden DAX.

Wie der DAX auf den Erfolg der deutschen Fußballnationalmannschaft reagiert, zeigt ein Blick in die Geschichte. Offenbar jubeln am Ende entweder die Fans oder die Anleger.

Bedeutet das nun, dass möglichst nach der Vorrunde schon Schluss sein muss? Mit einem leichten Augenzwinkern vergleichen wir das Abschneiden der Deutschen bei Fußball-Turnieren mit dem DAX.

Der DAX und die Fußball-Weltmeisterschaft

Im folgenden Chart sind die vergangenen Fußball-Ereignisse eingezeichnet. Er beginnt mit 2002 als Deutschland Vizeweltmeister wurde.


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Trainer Rudi Völler erreichte damals in Japan und Südkorea das Finale und unterlag Brasilien mit 0:2. Der DAX rutschte prompt danach von knapp 6.000 auf fast 2.200 Punkte ab. Schlimmer hätte es kaum kommen können.

DAX WM

Dann aber, nach der EM 2004 in Portugal und dem Aus in der Vorrunde begann der DAX einen Höhenflug. Ein Unentschieden jeweils gegen Holland und Lettland und ein bitteres 1:2 gegen Tschechien beendete die EM bereits nach 3 Spielen für Deutschland. Dem DAX gefiel die unglaublich gut und schon wurden neue Höchstmarken jenseits der 6.000 Punkte erreicht.

Ein Sommermärchen für den DAX

Auch 2006 sollte die Grundlage für einen weiteren Kursanstieg im deutschen Leitindex gelegt werden. Die WM im eigenen Land, diesmal unter Trainer Klinsmann endete nach einer 0:2 Niederlage gegen Italien im Halbfinale. Das Spiel um Platz 3 gewann die Deutsche Elf mit 3:1 gegen Portugal.

Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft erreichte also wieder nicht das Finale und der DAX schoss auf 8.000 Punkte. Fußball-Deutschland war glücklich über eine starke WM und die Anleger über steigende Aktienkurse.

Vizemeister ist gleichbedeutend mit Kurseinbruch

Doch lange sollte die Freude nicht anhalten. Die EM 2008 unter Jogi Löw löste die nächste Lawine im DAX aus. Nachdem sich Deutschland im Viertelfinale gegen Portugal und im Halbfinale gegen die Türkei durchsetzen konnte, war im Finale gegen Spanien Endstation. Ein 0:1 in Wien im Sommer 2008 hat gereicht und der DAX kippte von über 7.000 Punkte auf unter 4.000. So gefährlich kann ein Endspiel für Aktionäre sein.

Südafrika lässt DAX wieder steigen

Ein erneuter 3. Platz führte 2010 wieder zu einem Anstieg im DAX. Aus 6.000 Punkten wurden nach der WM etwa 7.500 – Grund genug für beide Parteien (Fans und Anleger) zu feiern. Löw hat offenbar den Zusammenhang auch verstanden und vermeidet seitdem konsequent das Finale. Genauso lief es auch bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine. Wieder war im Halbfinale Schluss – natürlich auch wieder einmal gegen Italien.

Verpasste Finale bedeuten teure Aktien

Zwei verpasste Endspiele in Folge hat es gebraucht, damit der DAX die 10.000 Punkte knackte. Für fußballbegeisterte Anleger ist die WM in Brasilien deshalb logischerweise ein heißes Eisen. Ein 3. oder 4. Platz wäre für Investoren ideal. Sollte es die Deutsche Nationalmannschaft allerdings ins Finale schaffen, müssen die Absicherungen hochgefahren werden. Der nächste Kurseinbruch ist dann schon nahezu garantiert.

Außer, vielleicht gibt es ja doch noch eine Möglichkeit. Was wäre denn, wenn Deutschland Weltmeister wird? Beim bislang letzten WM-Titel 1990 in Italien stieg der DAX im Anschluss immerhin von rund 1.400 auf 1.700 Punkte. Somit ist die Ausrichtung klar: Wenn das Finale erreicht wird, dann muss auch der Weltmeister-Titel her. Nicht nur aus Anlegersicht.

Fußball-WM und DAX

Solange einige Daten zur Verfügung stehen, kann das menschliche Gehirn ein Muster erkennen. Genauso könnten im obigen Chart die Termine eingezeichnet sein, wann ein deutscher Fußball-Verein ein europäisches Turnier gewann. Aus diesen wenigen Daten ließe sich garantiert auch ein Muster ableiten. Mit dem realen Geschehen an der Börse haben diese Ereignisse allerdings kaum etwas zu tun. Privatanleger sollten stattdessen vor jedem Investment eher auf eine Chartanalyse achten oder die fundamentalen Kennzahlen betrachten.

15. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.