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Gewusst wie: So handeln Sie richtig mit Futures

Future ist der englische Begriff für Terminkontrakte. Wörtlich übersetzt heißt Future „Zukunft“. Damit ist die Besonderheit schon erklärt: es handelt sich um ein heute geschlossenes Geschäft, dass in der Zukunft abgewickelt wird. Es gibt an den Märkten weltweit eine Vielzahl dieser Futures: Hierzu zählen Zinsterminkontrakte, Währungsterminkontrakte, Aktienindexterminkontrakte (alle 3 bezeichnet als Finanzterminkontrakte) und auch Warenterminkontrakte.

Ein bestimmter Vertragsgegenstand (genannt „Basiswert“, z.B. Gold, Euro/USD, Dax, (Bundes-)Anleihen, Weizen etc.) wird in einer bestimmten Menge (Kontraktgröße) zu einem fixen Zeitpunkt in der Zukunft (Termin) zu einem konkreten bereits jetzt festgelegten Preis (Kurs des Futures) gehandelt.

Wichtig dabei: es ist ein Vertrag, der zwingend (unbedingtes Termingeschäft) erfüllt werden muss. Anders als bei Optionen, bei denen der jeweilige Käufer stets ein Wahlrecht hat.

Zwei Partner, zwei Erwartungen – ein Future

Um einen Future entstehen zu lassen, braucht man zwei Vertragspartner, die unterschiedliche Erwartungen an die Zukunft haben. Der allererste Kontrakt wurde an der CBOT (Chicago Board of Trade, eine US-Terminbörse) am 13. März 1851 abgeschlossen, es waren 3000 Einheiten Mais, die im Juni des gleichen Jahres zum fixen Preis geliefert werden mussten.

Doch wozu braucht man eigentlich einen Future? Ende des Jahres 2009 will sich ein  Farmer gegen fallende Weizenpreise im kommenden August 2010 schützen. Er ist der Verkäufer des Terminkontraktes. Sein Gegenpart ist ein Brotfabrikant, der steigende Preise befürchtet. Er ist der Käufer.

Die beiden vereinbaren einen bestimmten Preis für einen späteren Deal – den August 2010 Weizen-Future. Für den Future Verkäufer bedeutet dies, er kennt schon jetzt den Preis, den er für seinen Weizen im August 2010 erhalten wird. Auch der Käufer kennt nun schon seinen künftigen Kaufpreis.


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Die spezielle Funktionsweise eines Futures

Der Vorteil für beide Vertragspartner: jeder kann sofort mit einem in der Zukunft sicheren Preis kalkulieren und hat damit eine feste und vor allem sichere Grundlage für die eigene Geschäftsplanung.

Sollte der Marktpreis („Kassapreis“) des Weizens zur Fälligkeit des Futurekontraktes höher sein als der vereinbarte Futurepreis, dann hat der Käufer einen entsprechenden Gewinn gemacht (er spart Kosten), der Verkäufer hat einen entgangenen Gewinn. Genau umgekehrt verhält es sich, wenn der Kassapreis gesunken ist.

Diese Wirkungsweise müssen Sie verstanden haben, wenn Sie erfolgreich mit Futures handeln wollen.

Nach dem gleichen Prinzip geht ein Fondmanager, ein Vermögensverwalter oder auch ein normaler Anleger vor, der sein Portfolio gegen Verluste absichern will. Er verkauft beispielsweise einen Dax-Future mit Termin Juni 2010. Bei einem Kauf oder Verkauf eines Futures fallen neben den Gebühren Ihrer Depotbank oder Ihres Brokers keine weiteren  Prämien oder Preise als Kosten an! Es wird lediglich eine Sicherheit in Form einer Margin hinterlegt.

Margin Call

Jede Preisveränderung des Futures wird direkt in das Depotkonto gebucht, beim Dax-Future sind das 25 Euro pro Punkt und Future. Reicht dann das vorhandene Kontoguthaben nicht mehr aus, um die Margin zu decken, erhält man einen so genannten Margin-Call (Aufruf zur Deckung des Kontos). Kann man diesen nicht erfüllen, wird die Position aus Sicherheitsgründen zwangsliquidiert.

Die tägliche Abrechnung einer Futuresposition hilft sicherzustellen, dass jeder Teilnehmer auch in der Lage ist, seine Verpflichtungen wirklich zu erfüllen.

Während sich ein Teil  des Futurehandels auf die oben beschriebenen Absicherungsgeschäfte konzentriert, nutzen oftmals auch Trader dieses Instrument für Spekulationen. Der Reiz liegt im enorm hohen Hebel. Die Margin für einen Dax-Future liegt aktuell bei etwa 17.000 Euro bzw. 8.500 Euro für Positionen, die nicht über Nacht gehalten werden (Intraday-Margin).

Großer „Hebel“

Pro Dax-Future-Punkt werden 25 Euro gebucht. Kauft man nun bei einem Dax-Future von 12.000 Punkten einen Kontrakt und der Dax steigt um 1%, also um120 auf 12.120 Punkte, hat der Futureskäufer 120 x 25 Euro, ergo +3.000 Euro verdient. Das sind bezogen auf den Dax-Index 25%. Der Hebel ist also 25 mal so hoch wie ein “normales” Indexzertifikat.

Um einen Future handeln zu können, müssen Sie ein Brokerkonto bei einem Broker aufmachen, der diese Produkte anbietet. Dieser Broker verlangt von Ihnen die “Termingeschäftsfähigkeit”. Das ist eine Erklärung, in der Sie sich als kompetenterweisen und über alle Risiken aufgeklärt sind. Dann kann es losgehen.

Risiko und Chancen

Im Grunde genommen ist es ein einfacher Klick auf einer Online-Plattform, um einen Future zu kaufen und zu verkaufen. Es ist so einfach wie der Kauf einer Aktie.

Lediglich das Risiko und die Chancen sind weitaus höher! Sie haben eine theoretisch unbegrenzte Gewinnchance, allerdings auch ein unbegrenztes Verlustrisiko. Gehen Sie sehr behutsam mit dem Handel von Futures um.

Informieren Sie sich genau über die genauen Modalitäten der unterschiedlichen Futurearten. Es gibt jeweils sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen (Kontraktgrößen, Fälligkeiten, Abrechnungsmodalitäten, Marginvereinbarungen etc.).

Futures handeln: Das Fazit

Der Handel mit Futures ist für Privatanleger einfach, flexibel, hochspekulativ und nur mit geringem “Spielkapital” sinnvoll.

26. November 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

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