MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Gal Haber: CFDs sind eine gute Option

Geringer Einsatz, hohe Wirkung – dieses Prinzip hat CFD (Contract for Difference) vor über 40 Jahren populär gemacht; dies und der Umstand, dass Anleger im Ursprungsmarkt England damit eine unliebsame staatliche Abgabe, die sogenannte Stempelsteuer, sparen konnten.

Doch wie alle derivativen Finanzinstrumente eignen sich die Differenzkontrakte auch für hochriskante Spekulationen. Der Online-Broker Plus500 ist einer der am schnellsten wachsenden Anbieter in diesem Segment, der außerdem den Handel mit virtuellen Währungen wie Bitcoins anbietet – zuletzt auch als Zocker-Asset in der Diskussion.

Jetzt will Plus500 auch in Deutschland verstärkt neue Kunden gewinnen. Dazu hat das Unternehmen unter Führung seines CEO und Gründers Gal Haber 2014 zum „Jahr für Wachstum und Sicherheit“ erklärt. Gevestor.de sprach mit dem Internet-Unternehmer darüber, was insbesondere Privatanleger davon erwarten können.

Gevestor: Deutsche Anleger gelten mehrheitlich als sehr risikoavers. Plus500 ist spezialisiert auf Produkte wie CFDs und virtuelle Währungen, die als sehr riskant angesehen werden. Was macht den deutschen Markt für Sie interessant?

gal-haber

Gal Haber: Wir bieten unseren Kunden, was immer sie wünschen. Wenn sie uns googlen und zu uns kommen, um virtuelle Währungen zu handeln, dann geben wir ihnen die Möglichkeit. Aber darüber hinaus bieten wir ihnen viele andere Dinge, lokale Indizes zum Beispiel.

Sie können den DAX handeln, eben die populärsten Aktien in Deutschland. Deutschland ist generell einer der besten Märkte in Europa, weil er einer der stärksten ist. Bitcoins sind natürlich volatiler, aber wir bieten eben auch andere Instrumente, und zwar nicht nur vom deutschen Markt.

Sie können Indizes und Papiere von über 20 Märkten der Welt über uns handeln bis hin zu den Werten aus dem S&P 500, die sehr gefragt sind.

Gevestor: Aber was genau macht Deutschland für Sie zu einem der besten Märkte in Europa?

Haber: Vor allem, dass Deutschland ein regulierter Markt ist. Wir kennen die Regeln des Handels hier. Es ist also klar geregelt, wie wir operieren. Und das ist auch gut für unsere Kunden. Sie wissen, dass wir ein reguliertes Unternehmen sind, das gesetzlichen Vorgaben folgt, die für sie von Vorteil sind.

Beispielsweise wird ihr Geld auf gesonderten Konten verwaltet, auf die wir keinen Zugriff haben. Was wir übrigens auch mit der Bilanz dokumentieren, so dass die Kundeneinlagen gesichert sind.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Und Deutschland ist ein großer Markt, bevölkerungsstark und mit einer hohen Internetdichte, vielen Highspeed-Internetzugängen. Das ist ein großer Vorteil für uns. Wir sind in über 50 Ländern aktiv, aber Deutschland ist immer unter den Top 5. Großbritannien ist auch ein großer Markt, Deutschland kommt jedoch nicht weit dahinter.

Gevestor: Sie haben vor kurzem eine Kampagne für Sicherheit und Wachstum gestartet. Was bezwecken Sie damit?

Haber: Zu allererst ist es uns wichtig, dass die Kunden verstehen, dass sie, wenn sie über uns handeln, dies auf einem sehr sicheren Weg tun. Wie schon gesagt: Ihr Geld wird auf einem separaten Konto verwaltet – konkret bei Barclays in Großbritannien. Es ist nicht unser Geld, wir rühren es nicht an.

Hinzu kommt, dass unsere Server bei Rackspace stehen, was in Bezug auf das Hosting hohe Sicherheit bietet. Die andere Sache ist, dass wir eine Publikumsgesellschaft sind, die an der Londoner Börse notiert ist. Die Kunden können also unsere Bilanzen sehen, wie hoch unsere Reserven sind. Und wir ermuntern unsere Kunden, sich selbst davon zu überzeugen.

Alle Informationen sind auf unserer Website verfügbar. Und was nun das Wachstum betrifft: Wir sind eine der am schnellsten wachsenden Firmen in unserem Bereich. Vergangenes Jahr haben wir unsere Zahlen mehr als verdoppelt.

Beim Umsatz, aber auch bei den Kundenzahlen wuchsen wir um mehr als 50%. Gerade auch Deutschland war führend bei dieser Entwicklung. Deswegen ist hier auch einer unserer Schlüsselmärkte.

Gevestor: Nach der jüngsten Finanzkrise war eine große Zurückhaltung gegenüber derivativen Anlagen zu beobachten. Wie sehen Sie die Perspektiven speziell für CFDs und auch für virtuelle Währungen?

Haber: CFDs gibt es seit den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. Sie sind als derivative Instrumente also sehr gut eingeführt. Bei Derivativen muss man aber immer beachten, ob sie gehebelt werden oder nicht. Mit uns können Sie hebeln, Sie müssen es aber nicht.

Ein Beispiel: Sie wollen Google handeln – das Papier kostet zurzeit etwa 500 $ –, und Sie hinterlegen bei uns 500 $, um einen Kontrakt zu kaufen, dann handeln Sie ohne Leverage. Der CFD entspricht dann genau der Aktie.

Das ist nicht riskanter oder risikoärmer, es ist genau das Gleiche. Sie können aber auch 250 $ hinterlegen, dann hebeln Sie mit dem Faktor 2. Bei uns können Sie bis zum Faktor 20 hebeln.

Und wir sehen zurzeit 3 Typen von Kunden: die, die den höchsten Leverage wählen, die, die nur einen gewissen Hebel nutzen, und diejenigen, die überhaupt nicht hebeln. Auf der anderen Seite gibt es gerade seit der Finanzkrise Kunden, die darauf zurückgreifen, weil sie keinen Kapitaleinsatz brauchen, um das Basispapier zu kaufen.

Das ist der Vorteil von CFDs: Sie sind günstiger, ob Sie leveragen oder nicht. Egal, ob Sie Google handeln, Öl oder einen anderen Rohstoff. Tun Sie es über die Bank, müssen Sie dort Gebühren zahlen. Sie müssen den Broker bezahlen und so weiter.

Außerdem kann der Privatanleger mit einem CFD viel einfacher short gehen. Wenn Sie zu einem Unternehmen eine entsprechende Nachricht bekommen und wollen short gehen – auch in einem ausländischen Markt –, dann ist das nur eine Sache von einem Mausklick.

Gevestor: Trotzdem: Wie passt das in eine Welt, in der Regierungen und die Gesellschaft derivativen Instrumenten extrem skeptisch gegenüberstehen? Passen sie bereits wieder in die Finanzwelt, oder betrachten Sie sie auch als hochspekulativ?

Haber: Ich denke nicht, dass CFDs hochspekulativ sind. Es sind keine binären Optionen. Da stimme ich Ihnen zu, die sind sehr spekulativ, weil da die Bewegungen innerhalb einer Stunde sehr groß sind. Ein CFD vollzieht nur nach, was am Kapitalmarkt passiert.

Wenn Sie auf Aktien setzen: Beim CFD passiert genau das Gleiche. Und Sie können ihn halten, solange Sie wollen. Sie können ihn nach 2 bis 3 Stunden verkaufen, Sie können ihn aber auch über Monate im Depot haben – wie eben eine Aktie.

Aber viele Menschen verwechseln CFDs mit anderen Derivativen. Und der Grund, warum wir uns gegen andere derivative Instrumente und für CFDs entschieden haben, ist, dass die Kontrakte auf die beste Art und Weise den realen Aktienhandel nachbilden.

Gevestor: Ich schließe daraus, Sie würden CFDs daher jedem Privatanleger empfehlen. Aber haben Sie eine spezielle Gruppe von Retailkunden im Blick, für die Sie Ihre Produkte besonders geeignet sehen?

Haber: Natürlich kann ich es jedem Kunden empfehlen, denn unser Produkt ist reguliert. Aber bevor ein Kunde über unsere Plattform handeln kann, muss er verschiedene Fragen beantworten, weil er schon eine gewisse Erfahrung in diesem Bereich haben muss.

Er kann nicht komplett neu auf dem Gebiet sein und bei uns in den Handel starten. Seine Erfahrung muss er spezifizieren, wenn er die Anmeldung bei uns ausfüllt. Er muss einen Fragenkatalog beantworten, der von einer Firma ausgewertet wird, die zu Thomson Reuters gehört.

So stellen wir sicher, dass wir alle regulatorischen Anforderungen erfüllen. Wir nehmen also nicht jeden Kunden, definitiv nicht. Aber für jeden mit hinreichender Erfahrung, der online traden möchte, sind CFDs eine gute Option, zumal er das Risiko aus dem Leveraging selbst steuern kann.

2. Mai 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Marcus Schult. Über den Autor

Finanzen sind sein Leben: Mit dem richtigen Gespür für Wirtschaft- und Finanzthemen ausgestattet liefert der ehemalige ARD-Mann das richtige Know-How.