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Garantieverlängerung und Schutzbrief – oftmals unnötige Geldfresser

Eine Garantieverlängerung von zwei auf vier Jahren für nur 39 € – das klingt für viele Verbraucher verlockend und nach einem Freifahrtschein, denn für eine verhältnismäßig geringe Summe könnte man alle Sorgen um die Funktionstüchtigkeit eines Geräts vergessen.

Doch von Anbieter zu Anbieter fallen nicht nur die Preise für solche Serviceleistungen, sondern auch die Konditionen unterschiedlich aus. Eine Gewährleistungsfrist von zwei Jahren ist gesetzlich ohnehin bereits vorgeschrieben, die alle bereits beim Kauf vorhandenen Fehler abdeckt.

Eine Verlängerung dieser Frist ist deshalb in den meisten Fällen keine lohnenswerte Investitionen, da es äußerst unwahrscheinlich ist, dass vorhandene Mängel erst nach über zwei Jahren entdeckt werden. Für den Verschleiß aus der regelmäßigen Nutzung springen die reinen Garantieverlängerungen nicht ein.

Weitaus kostspieliger als eine Garantieverlängerung sind die oftmals ebenfalls angebotenen Zusatzleistungen, die gegen weitere Risiken wie beispielsweise Diebstahl absichern. Hier muss genau aufgepasst werden, denn in einigen Fällen können die anfallenden Kosten fast so hoch sein wie der reine Kaufpreis für das Gerät, da sich die Kosten im Laufe der Monate summieren:


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So verlangen beispielsweise einzelne Elektronikketten eine monatliche Gebühr von 8 €, um ein Notebook für 450 € über einen Zeitraum von vier Jahren gegen Wasserschäden, Akkuverschleiß und Diebstahl abzusichern. Dies entspricht einer jährlichen Gebühr von 96 € und in vier Jahren belaufen sich die Ausgaben auf 384 €.

Geld für Neuanschaffungen zurücklegen statt in Versicherungen zu stecken

Deshalb ist es ratsamer, das Geld für eine solche Versicherung einzusparen und stattdessen für eine Neuanschaffung auf die hohe Kante zu legen. Insbesondere bei technischen Geräten wie beispielsweise einem Notebook ist der Preisverfall enorm hoch, da die technische Entwicklung immer weiter voranschreitet und sich die Hersteller einen erbitterten Konkurrenzkampf liefern, der ebenfalls auf den Preis drückt.

Nach einigen Jahren lohnt sich eine Reparatur deshalb nicht mehr, da für die gleiche Summe bereits ein wesentlich leistungsfähigeres Gerät gekauft werden könnte.

Außerdem empfiehlt sich ein prüfender Blick ins Kleingedruckte der Versicherungsbestimmungen, denn oftmals müssen strenge Regeln eingehalten werden: So müssen etwa Digitalkameras unmittelbar am Körper getragen werden, sonst haftet der Diebstahlsschutz nicht. Generell sollten Sie vorm Abschluss einer Zusatzversicherung oder Garantieverlängerung die folgenden Punkte bedenken:

  • Wie hoch ist das Risiko wirklich, dass dieses Gerät kaputt geht und repariert werden muss?
  • Werden von der Versicherung wirklich alle denkbaren Vorfälle abgesichert oder existieren in den AGB Schlupflöcher für die Versicherung, wie beispielsweise nur schwer einhaltbare Bedingungen, um einen Diebstahl zu verhindern?
  • Wie hoch ist der zu erwartende Preisverfall des Geräts in den nächsten Monaten und Jahren?

Die Verbraucherzentralen empfehlen außerdem, dass mit einer Versicherung ausschließlich existenzielle Risiken abgedeckt werden, wozu weder eine Garantieverlängerung oder ein Diebstahlschutz gehört, der durch Einschränkungen im Kleingedruckten ohnehin nur in den seltensten Fällen wirklich greift.

23. Juni 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.