MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Garantiezertifikate: Funktionsweise leicht verständlich erklärt

Haben Sie nicht auch schon einmal von einer beinahe absolut risikolosen Anlagemöglichkeit geträumt?

Garantiezertifikate scheinen dies zu ermöglichen – lesen Sie hier alles über die Funktionsweise dieses Finanzproduktes.

Im Überblick: Zertifikate mit Rückzahlungs-Garantie

Wie der Name bereits verrät, sind Garantiezertifikate eng mit der Gruppe der herkömmlichen Zertifikate verknüpft. Bei diesem Anlageprodukt steht immer ein so genannter Basiswert (im Englischen auch als Underlying bezeichnet) im Hintergrund, auf den das Zertifikat ausgestellt ist.

Für gewöhnlich handelt es sich bei diesen Basiswerten um fremdländische Währungen, bestimmte Rohstoffe oder einfach Aktien eines Unternehmens. Der Käufer eines Zertifikats spekuliert nun auf die zukünftige Entwicklung des zugrundeliegenden Kurses für eine bestimmte Laufzeit.

Denn: Der Wert eines Zertifikates hängt direkt mit dem Kurs des Underlyings zusammen. Angenommen, der Kurs eines Basiswertes steigt um 50 €, dann tut dies auch der Kurs des jeweiligen Zertifikates.

Garantiezertifikate: bringen Sicherheit

Genau darin liegen auch die Risiken von normalen Zertifikaten. Sollte der Basiswert stark an Wert verlieren und dies nicht bis zum Ende der Haltedauer ausgleichen können, erwirtschaften die verknüpften Zertifikate Verluste.

Das Besondere an Garantiezertifikaten liegt nun darin, dass sie dem Anleger eine 100%ige Rückzahlung der Investitionssumme am Ende der Laufzeit garantieren. Das bedeutet im Klartext: Auch wenn der Wert des zugrundeliegenden Basiswertes gesunken ist, erhält der Anleger zumindest sein Investitionskapital fast vollständig zurück.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Bei manchen Garantiezertifikaten liegt dieser so genannte Garantiebetrag einige Prozentpunkte unter der ursprünglichen Investitionssumme. Auch hierbei hält sich der Verlust jedoch in Grenzen und kann vor allem im Voraus schon einkalkuliert werden.

Für den börslichen Handel gibt es die Stuttgarter EUWAX oder den Handel an der Frankfurter Scoach sowie an den Börsen in Düsseldorf und Berlin.

Kauf- und Verkaufaufträge für Zertifikate, die im Handelssegment EUWAX notiert sind, können bei allen Kreditinstituten, Onlinebanken, Discountbrokern und sonstigen Finanzdienstleistern aufgegeben werden, die über das Ordersystem XONTRO an die Börse Stuttgart angeschlossen sind.

Diese Funktionsweise hat ihren Preis

Der Preis für diese Sicherheit liegt jedoch in einem Abschlag auf eventuelle Kurssteigerungen. Wie hoch dieser Abschlag ausfällt, ist von Zertifikat zu Zertifikat unterschiedlich und in den Ausstattungsmerkmalen als Partizipation aufgeführt.

Die Partizipation (oder auch Partizipationsrate) ist eine Angabe in Prozent. Wenn der Basiswert eine Kurssteigerung erfährt, führt das entsprechende Garantiezertifikat diese Steigerung nur zum angegebenen prozentualen Anteil aus.

Beispiel: Angenommen, ein Anleger kauft ein Garantiezertifikat auf eine bestimmte Aktie, die aktuell 100 € kostet. Wenn dessen Partizipationsrate bei 70% liegt und der Kurs auf 110 € klettert, erhält er vom Kursgewinn nur 70%. Der Gewinn beträgt damit 7 €.

Durch diese Verringerung des möglichen Gewinns ist es dem Herausgeber von Garantiezertifikaten überhaupt erst möglich, eine Zusage zur (fast) vollständigen Rückzahlung der Anlagesumme zu geben.

Liegt der Kurs der Aktie in unserem Beispiel am Ende der Laufzeit nämlich unter 100 €, bekommt der Investor immerhin dieses Geld zur Gänze wieder und hat quasi keinen Verlust erlitten. Darum wird diese Garantiezertifikate-Funktionsweise auch als Kapitalschutz bezeichnet.

Garantiezertifikate: Gebühren und Steuern im Überblick

Die Gebührenstrukturen bei Online-Brokern sind im Regelfall klar, transparent und lassen sich im Vorfeld errechnen. Sollte man bei der Hausbank in der Filiale Zertifikate handeln wollen, so ist auf zahlreiche Gebühren beim Kauf und Verkauf des Wertpapiers sowie bei dessen Aufbewahrung zu achten.

Je nach Kreditinstitut existieren hier unterschiedliche Gebühren: Ausgabeaufschlag, Provision, Order-, Makler-  und Depotgebühr. In vielen Fällen existiert auch eine Mindestgebühr, die anfällt, wenn kleinere Stückzahlen veräußert werden.

Seit dem 01.01.2009 gilt in Deutschland die Abgeltungssteuer. Alle Kursgewinne werden direkt von dem jeweiligen Kreditinstitut besteuert. Beim Verkauf des Garantiezertifikates werden von dem vereinnahmten Gewinn direkt 25% Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer an das Finanzamt abgeführt.

Die Höhe der Abgeltungssteuer hängt aber auch von dem persönlichen Einkommenssteuersatz ab. Liegt dieser unter 25%, so kann man am Jahresende eine Günstigerprüfung beantragen und mit Erstattungen rechnen.

In den meisten Fällen rentiert sich eine steuerrechtliche Prüfung durch einen Steuerberater. Kommt es innerhalb eines Kalenderjahres zu mehreren Käufen und Verkäufen, so werden die Gewinne und Verluste gegeneinander aufgerechnet. Diese Aufrechnungen erhält man vom Online Broker oder von der Filialbank.

10. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.