MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Trotz Wegfall der degressiven Abschreibung: Gebrauchsimmobilien lohnen sich

Egal, ob die geplanten Steueränderungen ganz oder letztlich doch nur teilweise realisiert werden: Die degressive Abschreibung wird auf jeden Fall „gekippt“ und damit hat die Steuerimmobilie jetzt endgültig ausgedient. Die Zukunft gehört ganz eindeutig der Rendite durch Gebrauchtimmobilien.

Ein Mietobjekt muss sich erst einmal von der Mietrendite her rechnen. Wirtschaftlicher Erfolg mit Haus- und Wohnungsbesitz erfordert künftig mehr denn je kaufmännisches Denken und unternehmerisches Handeln.

Clevere Kapitalanleger wissen: „Im Einkauf liegt der Gewinn.“ Wie ein Unternehmer sollten Sie daher schon im Einkauf so wenig wie möglich bezahlen und preisgünstige Mietobjekte erwerben. Dies wird Ihnen vor allem in einer Niedrigpreisphase wie gegenwärtig und bei einer Konzentration auf vermietete Objekte aus zweiter Hand gelingen.

Deshalb und wegen des Wegfalls der degressiven Abschreibung werden Investitionen in Gebrauchtimmobilien aus zweiter Hand noch interessanter als sie es bisher schon sind. Hinzu kommt: Gebrauchte und fest vermietete Objekte kosten typischerweise 20 bis 25% weniger als Neubauten.

Dabei sind Miethäuser preisgünstiger als vermietete Eigentumswohnungen, sofern Sie vom Kaufpreis pro Quadratmeter Wohnfläche ausgehen.

Wichtig für alle, die noch in diesem Jahr in Immobilien investieren wollen: Wenn Sie als renditeorientierter Vermieter scharf rechnen, ist der Preisvorteil beim Second-hand- Objekt höher als die Steuerersparnis beim Kauf eines Neubauobjekts. Der Preisvorteil bei der Second-Hand-Immobilie übersteigt die Steuerersparnis beim Neubau sogar deutlich. Und: In Wirklichkeit ist das Plus sogar noch höher, weil sich der Preisvorteil sofort beim Kauf auswirkt, während sich die höhere Steuerersparnis beim Neubau über die ersten 10 Jahre verteilt.

Das Pendel schlägt noch mehr zugunsten der Gebrauchtimmobilie aus, wenn der Preisabschlag über 25% hinausgeht. Preisabschläge von 30 oder gar 40% sind durchaus möglich.

Die Gründe dafür können nutzungsbedingt sein, wenn das Objekt fest vermietet ist und daher für Selbstnutzer uninteressant wird. Bekanntlich erzielen vermietete Immobilien geringere Preise als leer stehende oder demnächst frei werdende Objekte.

Degressive und lineare Abschreibung im Direktvergleich

Beispiel: Sie haben die Wahl, noch in 2002 eine 75 m2 große Wohnung als Neubau (2.000 €/m² ) oder als Altbau (1.500 €/m²) zu erwerben. Die Kaufnebenkosten (Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer, Makler) betragen jeweils 10%. Anteilige Gebäudekosten: jeweils 80%.

Die Gründe für günstige Kaufpreise

Günstige Kaufpreise für gebrauchte Immobilien können durch vier Faktoren begründet sein:

  • marktbedingte Gründe (Angebotsüberschuss an gebrauchten Objekten bei gleichzeitig geringer Nachfrage);

  • steuerbedingte Gründe (geringere Abschreibungen und Steuerersparnisse für Vermieter beziehungsweise geringere Eigenheimzulage für Selbstnutzer);

  • nutzungsbedingte Gründe (Vermietung mit langjährigem Mieter beziehungsweise längerfristigem Mietvertrag);

  • subjektbedingte Gründe (Zwang zum Verkauf infolge finanzieller, beruflicher oder gesundheitlicher Probleme des Eigentümers).

Subjektive Gründe auf Seiten des Verkäufers spielen oft eine große Rolle. Befindet sich der bisherige Eigentümer in Zeitdruck und muss er seine Immobilie so schnell wie möglich verkaufen, mindert dies den Preis. Die Ursachen für einen Notverkauf können beispielsweise sein: Ortswechsel durch neuen Arbeitsplatz, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Erbstreitigkeiten.

Wenn auf der Immobilie noch Schulden lasten, stoppt der Eigentümer nicht selten die Zins- und Tilgungszahlungen an die Bank. Sein Objekt wird notleidend. Folge: Notverkauf unter Einschaltung der Bank als Vermittler oder gar Zwangsversteigerung beim örtlichen Amtsgericht.

Die vielzitierten „Schnäppchen“ aus Sicht des Erwerbers sind meist durch finanzielle Nöte des bisherigen Eigentümers bedingt. Ob der preisgünstige Erwerb durch freihändigen Kauf per notariellem Kaufvertrag oder durch Ersteigern per Zuschlag beim Amtsgericht erfolgt, ist zweitrangig.

Hauptsache, der Preisvorteil fällt so hoch aus, dass von einem wirklichen Schnäppchen die Rede sein kann.

Günstige Gebrauchtimmobilien führen zu hohen Mietrenditen

Günstige Kaufpreise ziehen meist hohe Mietrenditen nach sich.

Beispiel: Bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von 1.500 €/m² Wohnfläche und einer monatlichen Nettokaltmiete von 7,50 €/m² beträgt die Brutto-Mietrendite „nur“ 6%.

Sinkt der Kaufpreis durch hartnäckiges Verhandeln oder geschicktes Ersteigern aber auf 1.200 €/m², steigt die Mietrendite bei gleicher Nettokaltmiete bereits auf 7,5%.

So kalkulieren Sie: Das Objekt wird also zur 13,3fachen statt 16,7fachen Jahresnettomiete gekauft, was den Anstieg der anfänglichen Mietrendite um eineinhalb Prozentpunkte zur Folge hat.

Machen Sie sich nichts vor: Schönrechnen gilt nicht

Rechnen Sie sich bei der Ermittlung der anfänglichen Mietrendite nicht reich, indem Sie von deutlich über dem Markt liegenden Nettomieten ausgehen. Nur die nachhaltig erzielbaren Marktmieten, nicht die momentan möglicherweise überhöhten Zahlungen des Mieters sollten Sie bei Ihrer Kalkulation zugrunde legen.

Außerdem: Eine Brutto-Mietrendite von 7,5% sinkt beispielsweise auf etwa 6,5%, wenn Sie noch Kaufnebenkosten und nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten berücksichtigen.

Formel  

Brutto-Mietrendite

$$\bo\text"Brutto-Mietrendite"=(\text"Jahresnettokaltmiete" * 100)/\text"Kaufpeis"$$
Ergebnis berechnen

Beispiel: Ein reiner Kaufpreis von 1.200 €/m² schaukelt sich auf 1.320 € Anschaffungskosten hoch, wenn die Kaufnebenkosten für Notar- und Grundbuchgebühren, Makler und Grunderwerbsteuer in Höhe von insgesamt rund 10% des Kaufpreises mit einkalkuliert werden.

Nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten (Instandhaltungskosten, Verwaltungskosten, evtl. nicht umlagefähige Betriebskosten) können im Durchschnitt mit 9% der Nettokaltmiete angesetzt werden: 5% für Instandhaltungskosten und 4% für Verwaltungskosten.

Nach Abzug dieser Kosten von der monatlichen Nettomiete in Höhe von beispielsweise 7,50 €/m² verbleibt ein monatlicher Reinertrag von 6,83 €/m².

Formel  

Netto-Mietrendite

$$\bo\text"Netto-Mietrendite"=(\text"Jahresreinertrag" * 100)/\text"Anschaffungskosten"$$
Ergebnis berechnen

Mietrenditen sind nicht alles. Ebenso wichtig sind die übrigen Kriterien bei der Objektauswahl wie Art, Größe, Baujahr, Lage und Qualität des Mietobjekts. Ein heruntergekommenes Objekt mit hoher Mietrendite kann sich als Fehlkauf erweisen, wenn hohe Folgekosten anfallen.

Wie Sie in der Vermietungsphase einen laufenden Überschuss erzielen

Der einfache Rendite-Zins-Vergleich zeigt: Bei einer Netto- Mietrendite von 6,2% und einem effektiven Hypothekenzins von gegenwärtig durchschnittlich nur 5,54% bei zehnjähriger Zinsbindung sind Sie bei einer Vollfinanzierung bereits im Plus. Der Mietreinertrag reicht selbst bei einer vollen Fremdfinanzierung aus, um die laufenden Hypothekenzinsen zu decken.

In Wirklichkeit sieht die Rechnung noch günstiger aus. Da Mieten und Hypothekenzinsen typischerweise monatlich gezahlt werden, darf die „nominale“ Netto-Mietrendite von 6,2% auch nur mit dem Nominalzins von 5,40% verglichen werden.

Können Sie den Nominalzins durch Aufnahme des Hypothekendarlehens bei einem Discounter auf 5,20% drücken, macht die Rendite-Zins-Differenz bereits einen ganzen Prozentpunkt aus.

Lieber eine sichere Rendite als unsichere Steuerersparnisse

Von Steuerersparnissen war bislang – ganz bewusst – keine Rede. Der Grund liegt in der auf Renditeaspekten angelegten Anlagestrategie, die davon ausgeht, dass die Rechnung auch vor Steuern aufgehen muss.

Wenn Sie sich auf gebrauchte Mietobjekte spezialisieren und eine Anlagedauer von mindestens zehn Jahren einplanen, werden Sie von der Streichung der Neubau-Abschreibung überhaupt nicht


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


betroffen. Es könnte aber sein, dass mit der geplanten Reduzierung der degressiven Abschreibung ein Run aufgebrauchte Mietobjekte einsetzt und dort die Preise in die Höhe treibt.

Liegt die Netto-Mietrendite über dem nominalen Hypothekenzins bei 100% Auszahlung, handelt es sich bei Ihrem Mietobjekt praktisch um einen „Selbstläufer“. Die Mieteinnahmen reichen aus, um sämtliche Zins- und Bewirtschaftungskosten zu decken. Es bleibt sogar noch ein Überschuss, der für die Darlehenstilgung verwendet werden kann.

Kaufpreis des Objekts….. €
zzgl. Kaufnebenkosten….. €
zzgl. Modernisierungs- und Instandsetzungskosten….. €
Zwischensumme….. €
abgz. Grundstückkosten….. €
anteiliger Kaufpreis des Gebäudes….. €
/durch die Wohnfläche des Hauses…..€/m²
Quadratmeterpreis…..m²

Vergleichen Sie nun den Quadratmeterpreis mit den ortsüblichen Preisen für Neubauten. Diese erfahren Sie bei Architekten, Bauunternehmern oder beim örtlichen Gutachterausschuss.

Achtung: Die rechnerische Lebensdauer einer Immobilie wird im Allgemeinen mit 80 bis 100 Jahren angesetzt. Die tatsächliche Lebensdauer kann sich jedoch von diesem Durchschnittswert erheblich unterscheiden.

Es müssen nämlich auch Faktoren, wie Qualität der Baumaterialien, stetige Wartung und Instandsetzung sowie klimatische Verhältnisse, berücksichtigt werden.

Anders als der Grundstückswert verliert ein Haus im Laufe der Zeit aufgrund altersbedingter Abnutzung an Wert.

Dem können Sie bei der Berechnung des Quadratmeterpreises wie folgt Rechnung tragen: Ziehen Sie für die Lebensdauer eines Hauses folgende Prozentsätze vom Neubaupreis ab.

Beispiel: Wie Sie mit Preisabzügen kalkulieren

Die Neubaukosten für ein Haus in der Stadt Ihrer Wahl belaufen sich auf 3.400 e/m2. Wenn Sie die vorstehende Tabelle auf ein 64 Jahre altes Haus anwenden, ergibt sich bei einer Wohnfläche von 110 m² nachfolgende Rechnung.

Achtung: Der so ermittelte Wert soll lediglich einen Anhaltspunkt geben. Im Einzelfall können noch weitere Faktoren zu berücksichtigen sein, wie beispielsweise die Lage des Objekts und nachträglich durchgeführte Modernisierungen. Beachten Sie außerdem, dass sich ein grundlegend modernisierter Altbau im Preis nicht von einem Neubau unterscheidet.

Lebensdauer eines HausesAbzug vom Neupreis
bis 10 Jahre0,5 % pro Jahr
10 bis 40 Jahre0,8 % pro Jahr
40 bis 60 Jahre1,0 % pro Jahr
60 bis 80 Jahre1,2 % pro Jahr
80 bis 100 Jahre1,4 % pro Jahr

Achtung: Für die abschließende Beurteilung, ob der Kaufpreis angemessen ist, ziehen Sie am besten einen öffentlich bestellten und vereidigten Bausachverständigen zu Rate.

Er wird das Objekt eingehend untersuchen und Sie auf vorhandene Bauschäden hinweisen.

Des Weiteren schätzt er den Wert des Hauses unter Berücksichtigung des Baujahrs und des allgemeinen baulichen Zustands ein, so dass Sie eine hinreichende Vorstellung bekommen, ob der Kaufpreis angemessen ist.

Sollte Ihr Haus aus zweiter Hand Reparaturrückstände beziehungsweise Mängel haben, lassen Sie am besten gleich die Reparatur- beziehungsweise Modernisierungskosten durch den Sachverständigen mitschätzen.

Das Gleiche sollten Sie auch tun, wenn Sie nach dem Hauskauf Renovierungsarbeiten planen. So lassen sich schon vor dem Kauf grundlegende Fehlplanungen und Fehlkalkulationen vermeiden.

Suchen Sie sich noch in diesem Jahr Ihr ganz persönliches Gebrauchtimmobilien-Schnäppchen

Neben Ihrem absoluten Erfolgswillen müssen Sie bei Ihrem Immobilieneinkauf vorgehen wie ein Profi. Und Profis wissen: Ausführliche Objektinformationen und Markttransparenz sind von entscheidender Bedeutung.

Und sie wissen auch, je höher der Investitionsbetrag für die Immobilie ist, die sie einkaufen wollen, desto mehr Zeit müssen sie für Preisvergleich und Objektinformationen aufbringen. Auch hier gilt: Ohne Fleiß kein Preis – und kein Schnäppchenkauf.

Interessieren Sie sich vorwiegend für Wohnungen, die sich in kleineren Wohnanlagen befinden. Ideal sind Eigentumswohnungen in Anlagen mit sechs bis acht Wohneinheiten. Sie sind bei Mietern besonders beliebt.

Praxis-Tipp: Schneiden Sie aus dem Immobilienteil der Tageszeitung und aus Wochenblättern Anzeigen von vergleichbaren Objektangeboten aus.

Berücksichtigen Sie alle Objekte, die in einem räumlichen oder sachlichen Bezug zu der von Ihnen gewünschten Immobilie stehen. Mit anderen Worten: Prüfen Sie, ob Ihre Wunschimmobilie gegen die Mitbewerberangebote bestehen kann.

Danach fordern Sie von den Anbietern Exposés mit Lageplan und Preisliste an. Werten Sie die vorliegenden Informationen sachlich aus. Vergleichen Sie die unterschiedlichen Angebote miteinander.

Entscheiden Sie jetzt, mit welchem Makler, Bauträger oder Baubetreuer Sie als erstes einen Ortstermin vereinbaren, um sich vor allem auch einen persönlichen Eindruck zu verschaffen.

Fünf weitere Kriterien, auf die es bei der Objektsauswahl entscheidend ankommt

Beachten Sie daher neben Preis, Miete und Mietrendite auch die folgenden fünf Kriterien bei der richtigen Auswahl von Mietobjekten:

  • Baujahr

  • (Alt- beziehungsweise Vor- oder Nachkriegsbau mit Baujahr bis 1960/1961 – 1970/1971 – 1980/1981 – 1990/ab 1990)

  • Art

  • (Mietwohnhaus, vermietete Eigentumswohnung, vermietetes Ein- oder Zweifamilienhaus)

  • Lage

  • (Bundesland, Region, Ortsteil innerhalb der Stadt, unmittelbare Wohn- und Verkehrslage)

  • Größe

  • 2 (Großwohnung mit mehr als 80 m² , mittlere Wohnung mit 40 bis 80 m² , 2 Kleinwohnung oder Appartement mit bis zu 40 m² )

  • Qualität

  • (äußerer Zustand des Hauses, Zustand des Treppenhauses und der Gemeinschaftsräume, Ausstattung der Wohnung)

Auch wenn Sie sich für Ihre Wunschimmobilie entschieden haben: Kaufen Sie nicht, wenn vergleichbare Objekte günstiger angeboten werden. Dann gilt: Verhandeln Sie mit dem Verkäufer neu über den Preis.

Setzen Sie Ihre gesammelten Informationen aus der Angebotsanalyse gezielt ein. Und vergessen Sie nicht, sich für die Preisverhandlungen ein persönliches Preislimit zu setzen. Unterschätzen Sie gerade bei Immobilien das Risiko eines Fehlkaufes nicht.

Grundsätzlich gilt bei allen Preisverhandlungen: Jede Immobilie – auch wenn es sich schon um einen Sonderpreis handelt – ist schlicht und einfach zu teuer. Sagen Sie dem Verkäufer in der heißen Abschlussphase, dass der Preis zu hoch ist und Sie Preiszugeständnisse erwarten.

Verunsichern Sie den Verkäufer. Er muss ständig das Gefühl haben, heute nicht zum Abschluss zu kommen. Zwischen 5 und 10% Preisabschlag sind immer noch drin.

So erzielen Sie Preisnachlässe

Rechnen Sie systematisch jeden Objektnachteil, den Sie in absoluten Beträgen darstellen können, dem Immobilienverkäufer vor.

Ihre Chancen auf einen Preisnachlass steigen, wenn Sie zum Beispiel die hohen Nebenkosten oder die Mehrkosten für Hausmeister und/oder Aufzug in die Waagschale werfen können. Legen Sie während der Verhandlung Zahlen auf den Tisch und fordern Sie weitere Preisabschläge oder großzügige Zugaben, um die beim Erwerb der Immobilie anfallenden „Mehrkosten“ auszugleichen.

Leicht sparen Sie so mehrere tausend Euro.

Praxis-Tipp: Nur der wirklich absolut niedrigste Preis zählt. Glauben Sie Ihrem persönlichen Preisgefühl. Machen Sie keinen Vertrag ohne zusätzliche Preiszugeständnisse. Schnell und einfach bringt ein „noch zu teuer“ weiter.

Immobilie kaufen oder nicht – So machen Sie es richtig

Liegt die ausgesuchte Immobilie geographisch nein ¨ dort, wo Sie sie haben wollen? ja Entspricht die Immobilie Ihren Vorstellungen nein ¨ (zwingende Anforderungen)? ja Sind Ihre kaufentscheidenden Wünsche bei nein ¨ der Immobilie erfüllt? ja Ist das Preis-Leistungsverhältnis besser als bei nein ¨ allen Vergleichsangeboten? nachverhandeln ja ja Entspricht die Infrastruktur der Immobilie nein ¨ Ihren Anforderungen? Immobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufenImmobilie nicht kaufen ja Ist Ihre Preisobergrenze für die Immobilie nein ¨ unterschritten? nachverhandeln ja ja Haben Sie nachdrücklich den Kaufpreis für nein die Immobilie durch aggressives Verhandeln ¨ reduziert? nachverhandeln ja ja Immobilie kaufen

Jeder Mangel – ist er auch noch so klein – hilft Ihnen Geld sparen. Fordern Sie weitere Nachlässe. Drohen Sie während des Feilschens immer mal wieder mit den Wettbewerbern. Hier ist Wissen gleich Macht. Leistungen und Preise zu vergleichen, ist nicht immer einfach. Oft grenzt es schon an ein Kunstwerk, die unterschiedlichsten Angebote richtig zu bewerten. Investieren Sie Zeit und Arbeit in einen fundierten Vergleich. Es lohnt sich. So treffen Sie die richtige Entscheidung.

6 weitere Praxis-Tipps, wie Sie den Preis drücken können

Um ein Schnäppchen zu machen, müssen Sie so lange an der Preisschraube drehen, bis die spätere Rendite stimmt. Hierzu einige Praxis-Tipps:

  • Kaufnebenkosten

  • Halten Sie dem Verkäufer die Anschaffungsnebenkosten vor.

  • Vermietbarkeit

  • Stellen Sie die Vermietbarkeit Ihrer neuen Immobilie in den Mittelpunkt Ihrer Kaufentscheidung. Von entscheidender Bedeutung sind dabei der Standort der Wohnanlage und auch die Lage der Wohnung innerhalb der Wohnanlage.

  • Wirtschaftsplan

  • Lassen Sie sich den laufenden Wirtschaftsplan zeigen. Auch hier werden Sie meist auf Kostenansätze stoßen, die zumindest argumentativ in Frage gestellt werden können.

  • Instandsetzungskosten

  • Sehen Sie sich die Protokolle der letzten Eigentümerversammlung an. Wenn größere Instandhaltungs- oder Instandsetzungsarbeiten anstehen: Die drohenden Kosten, an denen Sie sich als neuer Eigentümer anteilig beteiligen müssen, sind allemal ein Grund, beim Kaufpreis Zugeständnisse zu fordern.

  • Jahresabrechnung

  • Kaufen Sie die Wohnung nicht, bevor Sie nicht die letzten Jahresabrechnungen der Nebenkosten gesehen haben. Darin finden Sie immer Kostenpositionen, von denen sich sagen lässt, dass sie Durchschnittskosten übersteigen.

Achten Sie immer auch auf den Allgemeinzustand des Hauses bzw. der Wohnanlage. Kein Mensch kommt auf die Idee, sein Auto zum Kauf anzubieten ohne es vorher zu waschen, zu polieren und innen gründlich zu reinigen.

Aber: Sie werden bei Besichtigungen von gebrauchten Immobilien feststellen, dass bei vielen die Renovierung der Fassade seit Jahren überfällig ist, die Tapeten und Bodenbeläge als Antiquitäten anzusehen sind, die Vorgärten seit Wochen nicht gepflegt wurden oder verschiedene Gehwegplatten dringend der Erneuerung bedürfen.

Oft sind es nur Kleinigkeiten, die Ihnen die Chance bieten, verhältnismäßig große Preisabschläge bei der von Ihnen gewünschten gebrauchten Immobilie zu realisieren.

Beispiel: Sie haben ein Mehrfamilienhaus besichtigt. Kaufpreis 650.000 Euro. Genau die Immobilie, die Sie sich vorgestellt haben. Nur: Das Haus muss dringend neu gestrichen werden, der Garten ist verwildert und die Bodenplatten vor der Garage müssen erneuert werden.

Ihr Architekt schätzt die anfallenden Kosten auf maximal 15.000 Euro. Im Einkaufsgespräch schlagen Sie dem Verkäufer vor, offensichtlich notwendige Investitionen selbst durchzuführen und das Haus verbindlich für 600.000 Euro zu kaufen. Selbst wenn Sie sich mit dem Verkäufer später auf 620.000 Euro einigen, haben Sie immer noch 15.000 Euro gespart.

  • Lage/Ausstattung

  • Größe der Wohnung und Ausstattung der Wohnung. Es gibt kaum ein Objekt, das alle Anforderungen optimal erfüllt. Das bedeutet zugleich aber auch: Es gibt an der Lage oder Ausstattung der Wohnung oder aber am Zuschnitt der Räume immer etwas zu beanstanden.

4. Dezember 2002

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.