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Gedenkmünzen: Wertloses Andenken

Zu vielen großen Ereignisse werden Gedenkmedaillen angeboten, wie beispielsweise dem Weltjugendtag oder der Fußball-WM.

Aber aufgepasst: Hier ist Vorsicht geboten. Streng limitierte Auflagen und Echtheitszertifikate täuschen Exklusivität vor, doch meist sind die angepriesenen Metallstücke nichts als Erinnerungen ohne Aussicht auf Wertsteigerung.

Gedenkmünzen ohne Wert vs. Münzen als Zahlungsmittel

Medaillen und Gedenkmünzen kann jeder prägen. Normale Münzen jedoch sind offizielle Zahlungsmittel.

Diese werden von den Ländern selbst herausgegeben. Sie haben meistens ein offizielles Wappen oder Signet wie etwa den Bundesadler auf einer Seite. Außerdem steht immer der Nominalwert, also 5 ct oder 1 €, auf der Münze. Auf Medaillen fehlt der Nominalwert.


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Geldmünzen mit Wert sind Sache des Bundesfinanzministeriums

In Deutschland liegt das Münzrecht beim Bundesfinanzministerium. Die Münzen werden über die Deutsche Bundesbank in Umlauf gebracht. Der Bund erhält auch den Münzgewinn, also die Differenz zwischen Nominalwert und Herstellungskosten.

Echte Münzen können immer als normales gesetzliches Zahlungsmittel eingesetzt werden. Zumindest dann, wenn es sich um eine noch gültige Währung handelt. Eine besonders beliebte Anlagemünze ist die Krügerrand-Münze.

Eine 10 €-Gedenkmünze wird man immer zum Nominalwert von 10 € los. Allerdings auch nur in dem Land, in dem sie geprägt wurde. Eine Ausnahme sind die 2 €-Gedenkmünzen, die man in jedem Land verkaufen kann. Denn jeder EU-Mitgliedstaat darf einmal pro Jahr eine 2 €-Gedenkmünze (so genannte commemorative coins) herausgeben.

Diese Münzen haben dieselben Merkmale und Eigenschaften sowie dieselbe gemeinsame Seite wie die normalen 2 €-Münzen. Der Unterschied besteht in der besonderen Gestaltung der nationalen Seite.

Münzen als Geldanlage: Sammelleidenschaft mit Vorsicht zu genießen

Möchte man Münzen als Geldanlage nutzen, dann sollte man darauf achten, sich für echte Stücke zu entscheiden.

Übrigens: Eine Chance auf Wertsteigerung haben nur Münzen oder auch Medaillen in kleiner Auflage von maximal 100.000 Exemplaren.

Viele Anbieter werben mit dem Slogan „streng limitiert“. Doch das kann alles bedeuten: Limitiert ist jede Auflage, ob 100 oder zehn Millionen Exemplare.

Bei kleineren Mengen sollte außerdem auf das Ausgabeland geachtet werden.

Der Fachmann unterscheidet zwischen prägefrisch, stempelfrisch und einigen anderen Abstufungen bei den Münzen. Wer sie einmal zu Geld machen will, sollte nur nagelneue Münzen sammeln, die nie benutzt wurden. Eine Ausnahme bilden natürlich antike Münzen, deren Wert durch ihre Seltenheit und ihr Alter steigt.

Im Klartext: Denkt man über eine Anschaffung von Gedenkmünzen nach, sollte man darauf achten, keine Gedenkmedaillen zu erwerben. Außerdem bringen nur unbenutzte Münzen – mit Ausnahme echter antiker Münzen – Geld. An dieser Stelle ist der Rat eines Fachmannes empfehlenswert.

26. August 2005

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".