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Geldanlage mit Entnahmeplan – eine Ergänzung zur Rente

Bei einer Geldanlage mit Entnahmeplan handelt es sich um eine Kapitalanlage mit besonderen Merkmalen. Aus einem zu Beginn vorhandenen Kapital wird regelmäßig eine gewisse Summe entnommen und dem Anleger ausgezahlt.

Daher wird eine Geldanlage mit Entnahmeplan – häufig auch als Auszahlungsplan bezeichnet – als mögliche Ergänzung zur gesetzlichen Rente angesehen.

Geldanlage mit Entnahmeplan: So funktioniert es

Die Voraussetzung für eine Geldanlage mit Entnahmeplan ist ein gewisses Grundkapital, das dem Anleger zur Verfügung stehen muss. Dies könnte beispielsweise aus einem abgelaufenen Sparplan resultieren.

Vereinfacht lässt sich sagen: Je höher das anfängliche Kapital ist, desto höher können die Entnahmen ausfallen oder desto länger wird der Zeitraum der Entnahmen.

Bei einer Geldanlage mit Entnahmeplan zahlt der Anleger zu Beginn eine bestimmte Kapitalsumme ein. Von diesem Kapital erhält er nun planmäßig in den kommenden Jahren regelmäßig, beispielsweise monatlich, eine gewisse Summe als Entnahme.

Dabei ist grundlegend zwischen zwei Formen der Geldanlage mit Entnahmeplan zu unterscheiden – der Anlage mit und der Anlage ohne Kapitalverzehr.

Variante ohne Kapitalverzehr

Bei dieser Variante wird das eingezahlte Kapital selbst durch die Entnahmen nicht belastet. Hierbei werden lediglich die gewonnenen Erträge, zum Beispiel Zinsen oder Fondsgewinne, ausbezahlt.

Dies hat zur Folge, dass das zu Beginn eingezahlte Kapital am Ende der vereinbarten Laufzeit noch in voller Höhe vorhanden ist.

Sollte der Anleger also länger leben als gedacht, so hat er immer noch genug Geld, um sich weiterhin finanzieren zu können. Im Grunde kann diese Variante bis zum Todesfall weiterlaufen, da ja stets ein Kapital vorhanden ist, aus welchem entnehmbare Erträge erzielt werden.

Variante mit Kapitalverzehr

Bei dieser Variante wird bei jeder Entnahme ein Teil des Kapitals mit einbezogen. Dies hat zwar den angenehmen Effekt, dass die Auszahlungen in der Regel höher ausfallen als ohne Kapitalverzehr.

Allerdings ist das Kapital am Ende der Laufzeit auch aufgebraucht und nicht mehr für weitere Investitionen vorhanden. Somit ist bei dieser Variante die Laufzeit endlich.

Investitionsmöglichkeiten bei einem Entnahmeplan

Entscheidet sich ein Anleger für eine Geldanlage mit Entnahmeplan, so muss er sich nicht nur überlegen, ob er mit oder ohne Kapitalverzehr fahren möchte. Zusätzlich gilt es zu entscheiden, wie das Kapital angelegt werden soll. Banken bieten häufig Bankauszahlpläne an. Diese gelten allgemein als risikoarm, dafür aber auch vergleichsweise renditeschwach.

Hierbei vereinbart der Anleger mit der Bank eine bestimmte Laufzeit und erhält einen festgelegten Zins. Diese Option ist, was die Höhe der Rendite und die Länge der Laufzeit betrifft, unflexibel.

Eine andere Alternative ist die Investition in Fondsentnahmepläne. Hierbei werden die regelmäßigen Entnahmen durch den Verkauf von Fondsanteilen finanziert. Ob man hierbei in Aktienfonds, Rentenfonds oder offene Immobilienfonds investiert, ist frei wählbar. Dies bietet die Möglichkeit, das Risiko zu diversifizieren.

Im Vergleich zu einem Bankauszahlplan bieten Fondsentnahmepläne die Chance auf höhere Rendite, wobei natürlich auch Verluste möglich sind.

Grundsätzlich gestalten sich Fondsentnahmepläne bezüglich der Rendite, Laufzeit sowie Höhe der Entnahmen flexibel. Zudem sind oft zusätzliche Zu- oder Auszahlungen möglich.

Eine Geldanlage mit Entnahmeplan kann eine gute Alternative zur Ergänzung zur herkömmlichen Rente bieten, wenn sie auf die Bedürfnisse des Anlegers zugeschnitten ist.

Gegenüber anderen Alternativen zur Rentenaufstockung bietet sie auch den Vorteil, dass das restliche Kapital im Todesfall vererbbar ist. Allerdings sollte eine Geldanlage mit Entnahmeplan nicht als Ersatz für die reguläre Rente zur Grundsicherung fungieren, sondern eher als Ergänzung dazu.

5. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.