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Geldanlage nach Scheidung: Eigeninitiative zahlt sich aus

Geldanlagen nach der Ehescheidung stellen speziell für viele Frauen ein großes Problem dar. Bezogen sie während der Ehe ein geringes oder gar kein Einkommen, kann sich für sie der Umgang mit größeren Beträgen schnell als eine heikle Investition entpuppen.

Wenn sie nach der Trennung nun einen größeren Kapitalbetrag erhalten und von diesem Vermögen nun in Zukunft leben sollen, tauchen viele Fragen auf.

Es gilt unter anderem zu klären…

  • … ob das Geld für das restliche Leben ausreicht.
  • … wie das Geld angelegt werden soll.
  • … in welche Produkte das Kapital gesteckt werden soll.
  • … wer das Geld verwalten soll.

Sicheres Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit

Im Großteil der Fälle wird in einem ersten Schritt die eigene Hausbank konsultiert, um das neu erworbene Vermögen möglichst schnell in trockenen Tüchern zu wissen. Viele Frauen jedoch haben Schwierigkeiten, konkrete Ziele zu benennen.

Das Geld soll sicher angelegt werden, das Kapital Erträge abwerfen und die Verwaltung des Vermögens keine Arbeit verursachen – Nachvollziehbare und banale Wünsche sollte man meinen. Für den Berater bietet sich an dieser Stelle jedoch gleichzeitig eine wunderbare Chance, um bei der Sache ordentlich zu verdienen.

Geldanlage nach Scheidung: Die Mischung macht’s

Grundsätzlich ist es ratsam bei der Aufteilung des vorhandenen Kapitals eine Mischung verschiedener Anlageoptionen zu wählen.

Ein Beispiel:

Eine 60-jährige Dame erhält nach ihrer Scheidung einen Betrag von 600.000 € von ihrem Ex-Ehemann. Mithilfe dieser Summe muss die Frau nicht nur für ihr Rentenalter vorsorgen, sondern auch ihre tägliche Versorgung sicherstellen.

Besitzt sie kein Wohneigentum sollte sie sich in einem ersten Schritt überlegen, ob Eigentum oder Miete günstiger ist. Steckt sie zum Beispiel insgesamt 200.000 € in eine Eigentumswohnung, bleiben noch 400.000 € übrig. Davon könnte sie weitere 200.000 € in eine Versicherung investieren, um sich eine lebenslange Rente zu sichern.

Je nach Versicherung bekäme sie dann circa 700 € monatlich ausgezahlt. Mit dieser Summe könnte sie den täglich anfallenden Konsum bezahlen. Die restlichen 200.000 € könnten in ein Depot angelegt werden, das aus Aktien und Rohstoffen besteht.

Mit dieser Aufteilung würde die Dame jeweils ein Drittel in Anleihen, Immobilien und Aktien investieren und würde somit auf eine bewährte Mischung ihrer Geldanlage setzen.

Gerade nach Scheidung: Selbstvertrauen auch in Geldfragen

Natürlich kostet es Mühe und Zeit, sich selbst um die Verwaltung seines Vermögens zu kümmern, anstatt die Geldanlage nach der Scheidung einem Banker anzuvertrauen. Trotz alledem: Eigeninitiative lohnt sich!

Der Erfolg der Geldanlage hängt von zwei Dingen ab:

  1. Das Vermögen muss so breit wie möglich gestreut werden, um das Risiko von Verlusten möglichst gering zu halten.
  2. Durch eigenes Engagement lassen sich kostspielige Gebühren von Vermögensverwaltern und Maklern umgehen.

20. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.