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Geldanlage und Rendite: Sind Sie Anlegertyp Value oder Growth?

Im Teil I dieser kleinen Serie haben wir Ihnen beschrieben, woran sich Value-Investoren bei der Anlage orientieren. Dies sind vor allem die belastbaren vergangenheitsorientierten Fakten aus der Bilanz von Unternehmen (oder „Staaten“).

Wenn Sie hingegen der Anlegertyp „Growth“ sind, haben Sie die Hoffnung auf höhere künftige Renditen.

Growth: Wachstum entscheidet

Wer „Growth“ investieren möchte, orientiert sich ausgehend von den aktuellen Daten an den Wachstumsaussichten der Geldanlage. Dies betrifft typischerweise Unternehmen und deren Wachstumsmöglichkeiten.

Wagemutigere Investoren werden in der Finanzkrise aber auch einzelne Staaten und deren Wirtschaftswachstum begutachten.

Denn: Sie erhalten Anleihen krisengebeutelter Staaten oft weit unter dem Rückzahlungskurs von 100%, weil Investoren nicht an deren Rückzahlungsfähigkeiten glauben.

Die Rückzahlungsfähigkeit aber hängt in aller Regel mit dem Wirtschaftswachstum zusammen. Denn: Je höher das Wirtschaftswachstum eines Staates, umso kräftiger steigen die Steuereinnahmen und damit die Chance auf eine Rückzahlung zu den ursprünglichen Bedingungen. Die südeuropäischen Staaten erleben dies in der Finanzkrise.


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Staaten: Wirtschaftswachstum wichtig

Kaum jemand glaubt, dass überhaupt ein Staat so kräftig wachsen kann, um Scjhulden abzubauen.

Die Geschichte aber lehrt: auch das funktioniert. So hat es beipspielsweise die USA nach dem zweiten Weltkrieg nur über das Wachstum geschafft, seine Verschuldung dramatisch zu senken.

Growth-Anlegertypen werden daher auch bei Staatsanleihen aktiv werden können. Indes ist die Hoffnung bei diesen Titeln relativ gering: die meisten hochverschuldeten Staaten müssen in der ein oder anderen Form „bankrott“ melden. Dies funktioniert über einen Schuldenschnitt oder Zahlungsausfall.

Beim Schuldenschnitt wird der Rückzahlungsbetrag einer Anleihe einfach gekürzt. Daher finden sich die meisten Growth-Analysten vor allem am Aktienmarkt ein.

Aktien: Tummelplatz für „Growth“-Phantasie

Aktien sind Unternehmensbeteiligungen und daher an sich bereits Hoffnungswerte. Wer sich beteiligt, geht das volle Risiko ein, dass die Geschäfte künftig anders verlaufen als bislang. Das ist ein Hauptargument für „Growth“-orientierte Investoren.

Wenn schon die Zukunft unsicher ist, investieren Sie am besten in Unternehmen, die auch Wachstumschancen bieten. Die Gleichung lautet: je mehr Risiko Sie auf sich nehmen, desto höher sind auch die Renditechancen.

Auch Growth-Investoren können sich dabei auf Bilanzdaten berufen oder diese zumindest im Blick haben, denn: Sie kaufen zu einem bestimmten Zeitpunkt und aktuell gültigen Bilanzkennziffern.

Die Hoffnung ist einzig und allein, dass sich die Daten verbessern – also auch die Bilanzdaten. Beispiele dafür:

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): Zahlt der Markt aktuell „100“ und verbessert das Unternehmen den Gewinn auch nur leicht, sinkt das KGV – beispielsweise auf 90,9 bei 10%igem Gewinnwachstum. Theoretisch kann der Markt dann ein höheres „K“ bezahlen, um wieder auf 100 zu kommen.

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) wie auch das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) können bei steigenden Umsätzen ebenfalls leicht besser werden und schon dann höhere „K“ bringen. Das Unternehmen muss dann nicht „gut“ sein, sondern nur günstiger als vorher.

Dieser „Growth“-Ansatz ist nachvollziehbar. Trotzdem bleibt das höhere Risiko für mögliche Mehrrenditen. Es kann durchaus sein, dass die Bilanzrelationen sich verbessern, der Markt aber noch deutlichere Steigerungen erhofft hatte.

Relativ hilft dann das beste „Growth“ (Wachstum) nichts – die Kurse werden sinken. Beleuchten Sie bei der Geldanlage daher nicht nur die Renditechancen aufgrund des Wachstums, sondern auch die Erwartungen des Markts.

Mehr zum Thema: Strategie für Value- und Growth-Investoren: Mehr Rendite mit 5 Aktien

14. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.