MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Geldmarkt-ETF: Suche nach etwas Rendite bei hoher Sicherheit

Traditionell steht der Geldmarkt für Geldanlagen mit geringer Rendite und maximaler Sicherheit.

Doch wenn Investment-Gesellschaften daraus Produkte für Privatanleger schnüren, ist etwas Vorsicht angebracht. Denn dann geht Sicherheit nicht immer vor Rendite.

Privatinvestoren können am Geldmarkt durch Geldmarktfonds oder Geldmarkt-ETF partizipieren.

In diesem Artikel erklären wir grob was ETF, Geldmarkt-ETF und Geldmarktfonds sind. Denn nur wer die Unterschiede und ihre Bedeutung kennt, kann gezielt und ohne böse Überraschungen in die passenden Produkte investieren.

Die Bezeichnung ETF und Geldmarkt-ETF kurz erklärt

ETF steht für „Exchange-traded Funds”. Zu Deutsch heißt das lediglich „börsengehandelter Fonds“. Es bedeutet, dass Anteile an einem solchen Fonds statt über die Investmentgesellschaften jederzeit direkt an der Börse gehandelt werden.

Das Prinzip der Börsennotierung eines ETF ermöglicht einen Handel in kleinen Stückzahlen und ohne Ausgabeaufschläge. Beides macht ETF für Privatanleger attraktiv.

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher ETF, die mit unterschiedlichen Taktiken in verschiedensten Märkten mit verschiedensten Chancen und Risiken investieren.

Mehr dazu: Überblick über ETF, ihre Funktionsweise und Unterschiede

Der Geldmarkt-ETF ist dabei ein „normaler“ ETF, der für den Investor am Geldmarkt investiert.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Wie alle anderen ETF finden Sie auch Geldmarkt-ETF einfach in der Wertpapier-Suche ihrer Direktbank oder Depotbank. Lyxor, X-Trackers und ishares sind einige der großen Anbieter von ETF.

Geldmarkt-ETF versus Geldmarktfonds: Das sind die Unterschiede

Eine ursprüngliche Idee aller ETF ist es, bei attraktiven Renditen die Kosten und Gebühren niedrig zu halten.

Im Gegensatz zu „üblichen“ Investmentfonds gibt es daher bei den ETF keine teuren Fondsmanager, die über eine vermeintlich chancenreichste Zusammensetzung des Fonds entscheiden. Stattdessen bildet ein ETF möglichst genau und möglichst automatisiert bestimmte Indizes ab.

Mehr dazu: Motive, Vor- und Nachteile passiv versus aktiv verwalteter Fonds

Genau dies ist auch der Unterschied zwischen Geldmarktfonds und Geldmarkt-ETF.

Beim Geldmarktfonds werden Manager bezahlt, um für den Fonds die besten Werte zu finden. Ein Geldmarkt-ETF hingegen bildet lediglich einen beliebigen Geldmarkt-Index ab. Das kann ein Index eines Landes, einer Region oder eines Währungsraumes sein.

Beispielsweise versuchen viele europäische Geldmarkt-ETF die Entwicklung des EONIA , des „Euro OverNight Index Average“ abzubilden. Der EONIA ist der Zinssatz, den sich Banken im Euro-Raum gegenseitig für die unbesicherte Ausleihung von Kapital bis zum nächsten Tag berechnen.

Besonders im Geldmarkt lassen sich aufgrund der hohen Sicherheit nur geringe Renditen erzielen. Unter diesen Bedingungen fallen geringere Gebühren natürlich besonders ins Gewicht.

Mehr dazu: Geldmarktfonds: Das Instrument kennen und sinnvoll nutzen

Ein Geldmarkt-ETF ist aus dieser Sicht zwar meist die bessere Alternative zum Geldmarktfonds. Aber in Zeiten niedrigster Zentralbankzinsen können weder die einen noch die anderen positive Renditen erzielen.

Nicht überall, wo Geldmarkt draufsteht, ist auch wirklich Sicherheit drin

Zur minimalen Rendite gesellt sich eine weitere Schwierigkeit. Der Geldmarkthandel zwischen Banken und Zentralbanken steht eigentlich für hohe Sicherheit.

Doch erstens ist diese Sicherheit für verschuldete Länder seit der Finanzkrise in Frage gestellt.

Und zweitens erwartet ein Anleger eigentlich, dass Geldmarkt-ETF ihre Gelder auch in den relativ sicheren Geldmarkttiteln investieren. Aber selbst dort sind Zweifel angebracht. Unter den ETF gibt es verschiedene Modelle:

Nur einige Geldmarkt-ETF bilden ihren Index tatsächlich anhand der zugrunde liegenden Geldmarktpapiere ab. Andere investieren in ähnliche Papiere oder „tauschen“ die Rendite ihres Index einfach gegen die Rendite eigener Wertpapiere ein.

Mehr dazu: Funktionsweise der SWAPs in ETFs kurz erklärt

Doch das ist ein Spiel mit zusätzlichen Risiken, welches den Privatanleger weg von der ehemaligen Sicherheit des Geldmarktes führt.

Fazit: Geldmarkt-ETF bieten mangelnde Attraktivität bei steigendem Risiko

Gebührenersparnis, verlässlichere Rendite und etwas geringeres Risiko machen einen ETF in den meisten Fällen zur besseren Wahl gegenüber einem vergleichbaren Investmentfonds.

Doch an einem Geldmarkt mit ultraniedrigen Zinsen nützt das alles nichts. Nicht umsonst entstand für den Geldmarkt in den letzten Jahren das geflügelte Wort der Entwicklung „vom risikofreien Zins zum zinsfreien Risiko“.

Die ultraniedrigen Zinsen können dann bestenfalls die geringen Gebühren des ETF zahlen. Und für den Anleger bleibt ein unklares Risiko und ein Verlust nach Inflation.

Ein Privatanleger, der unter diesen Bedingungen maximale Sicherheit sucht, wird eher bei Tagesgeld und Festgeldangeboten fündig. Hier erhält er zusätzlich zur staatlichen Einlagensicherung auch einen etwas höheren und schwankungsfreien Zins.

25. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sven Eltzschig
Von: Sven Eltzschig. Über den Autor

Sven Eltzschig beschäftigt sich mit den Themen Unternehmertum, Wirtschaft, Politik und Kapitalanlage. Als Ingenieur mit einem Master in Business Excellence übernimmt er Rollen in Beratung, Aufbau, Transformation und Führung von Unternehmensbereichen in der IT, Industrie und Dienstleistungsbranche. Unternehmertum und Kapitalanlage sind für Sven Eltzschig das Investieren von Ressourcen in Ideen, welche die Welt von morgen noch besser machen.