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Geldmarktfonds: In Schweizer Franken investieren schafft keine Sicherheit

Seit der Finanzkrise sind immer mehr besorgte Sparer auf der Suche nach etwas Sicherheit.

Befürchtete Inflation und Enteignungen durch Sondersteuern lassen immer mehr Sparer und Anleger über die europäischen Landesgrenzen schauen.

So gewinnen auch Geldmarktfonds, die in Schweizer Franken anlegen, scheinbar an Attraktivität. Doch bei näherer Betrachtung lösen sich die meisten Hoffnungen leider in Luft auf.

Wir erklären Ihnen, warum dies so ist und welche Alternativen sinnvoll sein können.

Geldmarktfonds allgemein: Die unberechtigte Hoffnung auf Rendite bei maximaler Sicherheit

Traditionell denken Anleger an Geldmarktfonds auf der Suche nach Sicherheit. Doch mit den aktuellen Entwicklungen, wie diese Fonds investieren, ist dieser Anspruch oft nicht mehr erfüllt.

Außerdem versprechen Geldmarktfonds die Chance auf etwas höhere Rendite als Sparkonten oder Tagesgeld. Doch prinzipiell sind die erzielbaren Renditen am Geldmarkt sehr gering und dies gilt umso mehr, je geringer die Zentralbankzinsen sind.

Bei niedrigen Zentralbankzinsen erzielen Anlagen auf dem Geldmarkt nicht einmal den Inflationsausgleich. Und gerade bei Geldmarktfonds fressen die Kosten häufig sämtliche Renditen auf.

Mehr dazu: Geldmarktfonds: Das Instrument kennen und sinnvoll nutzen


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Als Fazit bleibt: Im Umfeld niedriger Zentralbankzinsen sind Geldmarktfonds unattraktiv. Nur Fondsmanager und Fondsverwaltungen profitieren dann von dieser Anlageform. Viele Vergleiche zeigen, dass Tagesgeld und Festgeld sowohl sicherer als auch renditestärker sind.

Geldmarktfonds, die in Schweizer Franken investieren: Die unberechtigte Hoffnung auf mehr Stabilität im Nachbarland

Bei unseren Schweizer Nachbarn findet man eine solidere Staatsfinanzierung, eine gesündere Wirtschaft und eine geringere Mentalität des Staates, sich am Vermögen von Sparern und Anlegern zu bedienen.

Vieles spricht also scheinbar dafür, sein sauer verdientes Geld lieber in Schweizer Hände als in europäische Fässer ohne Boden zu legen.

Doch Geldmarktfonds, die in Schweizer Franken investieren, haben prinzipiell die gleichen Chancen, Risiken und Nachteile wie alle anderen Geldmarktfonds. Und für einen deutschen Sparer und Anleger kommen noch besondere Risiken hinzu.

Bei einer Anlage in Fremdwährung ergibt sich immer sofort ein Währungsrisiko. Und die Anlage in Schweizer Franken ist derzeit besonders unattraktiv.

Denn um die heimische Wirtschaft zu stützen, hat die Schweizerische Nationalbank für unbestimmte Zeit zugesagt, den Schweizer Franken nicht stärker als 1,20 CHF pro Euro werden zu lassen, während ein deutlich schwächerer Franken als „wirtschaftlich sinnvoll und angemessen“ betrachtet wird.

Mehr dazu: Die Bindung des Schweizer Franken an den Euro: Eine Geschichte mit offenem Ausgang

Ein Anleger aus Deutschland hat also vorerst keinerlei Chance auf einen Währungsgewinn, trägt jedoch sämtliches Risiko bei einem Währungsverlust.

Und auf der Flucht vor europäischer Rettungspolitik gibt es für den deutschen Steuerzahler selbstverständlich noch ein zweites Problem:

Solang der Anleger in Deutschland steuerpflichtig ist und seine Einkünfte legal deklariert, nimmt sich der deutsche Staat sowieso seinen gewünschten Teil. Ganz unabhängig davon, wo das Vermögen des deutschen Sparers schlummert.

Wer also nicht sein ganzes Leben, sondern nur sein Vermögen in die Schweiz transferiert, der wird momentan doppelt bestraft.

Fazit: Attraktiver sind Schweizer Staatsanleihen oder deutsches Tagesgeld

Das attraktivere Verhältnis zwischen Chance und Risiko bieten sowohl die Staatsanleihen solider Länder als auch deutsches Tagesgeld. Obwohl beide Anlageformen nicht die modischsten sind und speziell der Ruf von Staatsanleihen in den letzten Jahren ja gelitten hat.

Mehr dazu: Geldmarktkonto: Tages- und Festgeldkonten für Sparer

Wer also unbedingt in Schweizer Franken investieren möchte, der findet mit Schweizer Staatsanleihen (oder Bundesobligationen, wie sie in der Schweiz heißen) die höchstmögliche Sicherheit bei geringstmöglichen Kosten.

Die Verzinsung ist jedoch minimal, so wie inzwischen überall in der westlichen Welt. Und obendrauf kommt das Währungsrisiko.

Der deutsche Sparer und Privatanleger, der überschaubare Summen möglichst sicher anlegen will, findet mit deutschem Tagesgeld und Festgeld momentan die attraktivste Anlage mit maximaler Sicherheit, aber wenig Verzinsung unterhalb der Inflation.

22. August 2013

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Sven Eltzschig
Von: Sven Eltzschig. Über den Autor

Sven Eltzschig beschäftigt sich mit den Themen Unternehmertum, Wirtschaft, Politik und Kapitalanlage. Als Ingenieur mit einem Master in Business Excellence übernimmt er Rollen in Beratung, Aufbau, Transformation und Führung von Unternehmensbereichen in der IT, Industrie und Dienstleistungsbranche. Unternehmertum und Kapitalanlage sind für Sven Eltzschig das Investieren von Ressourcen in Ideen, welche die Welt von morgen noch besser machen.