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Geldwäschegesetz 2013: Wie Geld aus Straftaten aufgespürt wird

Das Geldwäschegesetz (GwG) ist erlassen worden, um Kriminelle daran zu hindern, illegal erworbenes Vermögen in „sauberes“ Geld umzuwandeln.

Das „Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten“ ist seit 2008 in Kraft. Zum vorherigen Gesetz, welches seit 1993 angewandt wurde, haben sich wesentliche Änderungen auch in der Paragraphenfolge ergeben.

Seit 2008 wird das Gesetz ständig den aktuellen Bedürfnissen angepasst.

Was ist Geldwäsche überhaupt?

Geldwäsche ist der Versuch, Geld, das durch kriminelle Handlungen erworben wurde, in den regulären Wirtschaftskreislauf zu überführen und so frei verfügbar zu machen.

Um Geld, welches etwa durch Drogen oder Waffengeschäfte illegal erworben wurde, zu „waschen“, versuchen Kriminelle immer wieder, es durch Scheinfirmen und Auslandskontobuchungen als legales Vermögen darzustellen.

Im Grunde hat sich das Prinzip hierbei seit den Zeiten von Al Capone nicht geändert. Nur sind heute beispielsweise durch das Internet immer wieder neue Wege für solche kriminellen Handlungen offen. Dies macht auch eine ständige Überwachung und Anpassung der Gesetzeslage notwendig. Wie funktioniert Geldwäsche – ganz klassisch und als Methode 2.0

Geldwäschegesetz 1993-2013: Ein Gesetz wächst mit der Zeit

Hervorgehend aus dem „Gesetz zur Bekämpfung des illegalen Rauschgifthandels und anderer Erscheinungsformen der organisierten Kriminalität“ wurde im Jahr 1992 der Straftatbestand der Geldwäsche in das deutsche Gesetz aufgenommen.

Im Oktober 1993 wurde dann das „Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten“, das Geldwäschegesetz, erlassen.

Neufassung gilt seit 2008

Seit 2008 gilt die Neufassung dieses Gesetzes. Der Name „Gesetz zur Optimierung der Geldwäscheprävention“ wird häufig durch die etwas missverständliche Kurzform „Geldwäscheoptimierungsgesetz“ ersetzt.

Durch die Möglichkeiten, die international agierende Kriminelle haben, und die rasanten Änderungen im Bereich des Internets wird das Gesetz ständig angepasst.

So ist zum Zeitpunkt, als dieser Artikel erstellt wurde, die letzte Änderung am Geldwäschegesetz auf den 13.07.2013 datiert. Alle aktuellen Änderungen können auf den Seiten von buzer.de eingesehen werden.

Geldwäschegesetz 2013: Wann es bemerkbar ist

Als Privatperson ist das Geldwäschegesetz eher selten spürbar. Es sei denn, man hat (aus welchen Gründen auch immer) eine Bankeinzahlung von mehr als 15.000 € vorzunehmen.

In einem solchen Fall ist die Bank verpflichtet, die Identität des Einzahlenden festzustellen und den Vorgang schriftlich festzuhalten. Hier wird auch die Angabe über die Herkunft des Geldes protokolliert.

Auch wer mit Barvermögen über 10.000 € die Grenzen der EU überschreitet, muss die entsprechende Summe vorher beim Zoll anmelden und einen Herkunftsnachweis dafür erbringen.

Berufsgruppen und Branchen, die durch das Geldwäschegesetz zu einer Legitimation ihrer Geschäftspartner verpflichtet sind (darunter fallen Banken, Versicherungen, Anwälte, Casinos etc.), haben mit dieser Thematik öfter zu tun und sind daher angehalten, ihre Mitarbeiter über diesbezügliche Gesetzesänderungen auf dem Laufenden zu halten.

13. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.