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Revolution in der Gentechnik: Welche Aktien könnten profitieren?

Das Verfahren könnte eine Revolution in der Medizintechnik einleiten und die Art und Weise verändern, wie Ärzte künftig Krankheiten behandeln. Die Rede ist von CRISPR-Cas9 – eine Revolution in der Gentechnik.

Hinter dem Crispr/Cas-System (Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats) verbirgt sich ein Mechanismus, um die DNA (Erbgut) gezielt zu schneiden und anschließend umzuschreiben. Wie funktioniert das und was bedeutet das? In diesem Video der Max-Planck-Gesellschaft wird das Verfahren erklärt.

Was ist CRISPR-Cas9 und warum ist dies so wichtig?

Entdeckt wurde das CRISPR/Cas-System von Emmanuelle Charpentier und Jennifer A. Doudna. Die beiden Molekularbiologinnen haben in 2012 molekularbiologische Werkzeuge (CRISPR-Sonden und Cas-Proteinscheren) entwickelt, wodurch Bakterien Viren und andere Krankheitserreger abwehren können – daraus entstand das CRISPR/Cas-Verfahren.

Das Besondere an dem Verfahren: Durch CRISPR-Cas9 steht erstmals ein Mechanismus zur Verfügung, um DNA-Bausteine und lebende Zellen im Erbgut gezielt und präzise so zu verändern, dass das Immunsystem Angriffe von Viren erkennen und abwehren kann.

Das besondere an CRISPR-Cas9 ist, dass das Verfahren nicht nur in menschlichen Zellen, sondern auch bei Tieren und Pflanzen angewendet werden kann. Zudem kann die DNA mehrfach an verschiedenen Stellen geschnitten werden.


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Kurzum: Die Gen-Schere Crispr-Cas9 verspricht ganz neue Möglichkeiten, um gegen Aids, Krebs und andere Erbkrankheiten vorzugehen. Dadurch können zum Beispiel einzelne defekte Gene bzw. DNA-Bausteine gezielt „editiert“ oder ganz ausgetauscht werden – man spricht dann vom sogenannten Gene Editing bzw. Genome Editing.

CRISPR-Cas9 – welche Aktien und Unternehmen könnten profitieren?

Wenngleich das CRISPR/Cas-System noch relativ neu ist, gibt es bereits börsennotierte Unternehmen, die sich speziell mit diesem Themenbereich befassen. Insgesamt haben Gene-Editing-Spezialisten seit 2013 mehr als 1 Mrd. US-$ an Venture-Kapital einsammeln können, heißt es bei der Boston Consulting Group.

Editas Medicine gilt als Pionier der Branche

Zu den Pionieren in diesem Bereich gehört der Börsenneuling Editas Medicine. Die von Google unterstützte CRISPR-Cas9 Aktie ist der erste an der Börse notierte Gene Editing Spezialist. Durch den Börsengang im Frühjahr 2016 nahm Editas Medicine rund 100 Mio. US-$ auf, nachdem das in Cambridge/Massachusetts ansässige Unternehmen über mehrere Finanzierungsrunden hinweg bereits mehr als 163 Mio. US-$ eingesammelt hat.

Editas will 15 bis 20 Mio. US-$ der Einnahmen aus dem Börsengang dazu verwenden, um vorklinische Studien weiter voranzutreiben. 22 Mio. US-$ sollen speziell in CRISPR-basierte Gentherapien fließen, um neue Therapieansätze gegen den Krebs zu entwickeln.

Intellia Therapeutics kann auf starke Partner bauen

Auch die erst vier Jahre alte Intellia Therapeutics befasst sich mit dem Thema Gene Editing. Die CRISPR-Cas9 Aktie, die erst seit Mai 2016 an der Börse ist, nahm durch den jüngsten Börsengang 108 Mio. US-$ ein.

Intellia konzentriert sich dabei auf CRISPR-Cas9 Zelltherapien, wobei das Unternehmen mit namhaften Partnern zusammenarbeitet. Zu diesen gehören unter anderem der Schweizer Pharmakonzern Novartis und der New Yorker Biotech-Konzern Regeneron, der sich bereits 7% der Intellia-Anteile gesichert hat.

Die Schweizer Novartis hat bereits Vorabzahlungen von 50 Mio. US-$ zugesagt, in den nächsten 5 Jahren sollen bis zu 230 Mio. US-$ fließen, wenn Intellia spezifische Meilensteine in der CRISPR-Forschung erreicht.

Cellectis – Gene-Editing aus Frankreich

Die in Paris ansässige Cellectis nutzt Gene-Editing-Verfahren, um die Entwicklung von Immuntherapien voranzutreiben. Hierfür hat Cellectis seine eigene proprietäre Plattform namens TALEN entwickelt, um Krebszellen zu identifizieren und zu zerstören.

Schon im Vorjahr kursierten Übernahmegerüchte, wonach der Pharmagigant Pfizer den französischen Gene-Editing-Spezialisten kaufen will, schließlich hält der US-Pharmakonzern bereits 9,5% der Anteile an Cellectis. Mitte 2014 schloss Cellectis bereits ein Forschungsabkommen mit Pfizer, wodurch den Franzosen in den nächsten Jahren insgesamt 185 Mio. US-$ zustehen, wenn der Gene-Editing-Spezialist bestimmte Meilensteine erreicht.

Sangamo BioSciences: mit Gene-Editing gegen Hämophilie

Erwähnenswert ist auch das in den USA ansässige Biotech-Unternehmen Sangamo BioSciences, das mithilfe von Gentherapien und Gene-Editing-Verfahren Therapien gegen Blutgerinnungsstörungen (Hämophilie) entwickeln will. Noch bis Ende 2016 will Sangamo eine Marktzulassung für eine neue Gentherapie bei der US-Behörde Food and Drug Administration (FDA) beantragen.

Fazit: CRISPR-Cas9 Aktien mit viel Potenzial, aber nur für spekulative Anleger geeignet

CRISPR-Cas9 und andere Gene-Editing-Verfahren könnten tatsächlich eine Revolution auslösen, wie Erbkrankheiten und andere Gendefekte künftig behandelt werden. Vor allem CRISPR-Cas9 scheint dabei vielversprechend, da mit diesem Verfahren sehr exakt und präzise DNA-Bausteine verändert werden können, ohne dass es zu ungewollten Nebenwirkungen kommt.

Dennoch sollten Anleger, die sich für CRISPR-Cas9 Aktien interessieren, wissen, dass sich diese Unternehmen noch im Forschungsstadium befinden. Das heißt, diese Firmen schreiben aktuell noch tiefrote Zahlen, was sich auch in den kommenden Jahren nicht ändern wird. Bis die ersten CRISPR-Cas9 Anwendungen marktreif sind, wird es also noch mehrere Jahre dauern. Daher sind  CRISPR-Cas9 Aktien nur für spekulativ und risikoorientierte Anleger interessant, die einen langfristigen Anlagehorizont haben.

23. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands