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General Motors erholt sich nur langsam von der Krise

Der US-Autobauer General Motors (GM) hatte sich in den vergangenen Jahren gerade von der Insolvenz berappelt, nun sorgt eine beispiellose Rückrufaktion wegen defekter Zündschlösser für Negativschlagzeilen.

Eine Kurzschlussgefahr in mehr als 117.000 Fahrzeugen der Marken Chevrolet, Cadillac, Buick und GMC-Trucks aus den Jahren 2013 bis 2014 sorgt für eine weltweite Rückrufaktion, die ein negatives Licht auf den traditionsreichen Autobauer aus Detroit wirft.

General Motors in Zahlen

Ursprünglich wurde General Motors (GM) im Jahr 1908 in Flint/Michigan gegründet. General Motors (GM) war von 1931 bis 2007 der weltweit führende Autohersteller nach Verkaufszahlen. Im Jahr 2009 geriet GM in Schwierigkeiten und musste Insolvenz anmelden.

Nach erfolgreicher Sanierung und Umstrukturierung stellte GM die Fahrzeugmarken Hummer, Pontiac und Saturn ein, die schwedische Automarke Saab wurde verkauft. Im Jahr 2010 kehrte GM an die Börse zurück und nahm durch einen der größten Börsengänge mehr als 15 Mrd. € ein.


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Heute produziert GM mit mehr als 200.000 Mitarbeitern in 101 Werken in 26 Ländern über 10 Fahrzeugmarken, darunter die Marken Alpheon, Chevrolet, Buick, GMC, Cadillac, Holden, HSV, Opel, Vauxhall, Wuling, Baojun und Jie Fang.

Kooperationen, Partnerschaften und Beteiligungen

Gemeinsam mit dem japanischen Autobauer Suzuzki produziert GM den Opel Agila sowie den Suzuki Splash im ungarischen Esztergom. Auch mit Renault unterhält GM eine Kooperation in Bezug auf die Entwicklung und Produktion von leichten Nutzfahrzeugen (Opel Vivaro und Renault Trafic).

Zudem ist auch GM Mitglied im Clean Energy Partnership (CEP), ein Projekt, dass die Entwicklung von Wasserstoff-Technologien vorantreiben soll. Bei diesem Projekt arbeitet der US-Autohersteller unter anderem mit BMW, Daimler, Honda, Hyundai und Ford zusammen.

In China kooperiert GM mit der chinesischen First Automotive Works (FAW). Das gemeinsame Joint Venture FAW-GM ist im Bereich Produktion und Vertrieb von Nutzfahrzeugen tätig. Mit Honda besteht eine Kooperation im Bereich Brennstoffzellenentwicklung und Techniken zur Wasserstofflagerung.

Am französischen Autobauer PSA Peugeot Citroen ist GM mit etwa 7% beteiligt. Eine Kooperation besteht mit den Franzosen im gemeinsamen Einkauf von Teilen, sowie bei der Entwicklung und Produktion von Fahrzeugplattformen.

Auch mit Fiat Chrysler arbeitet GM zusammen. Dabei steht die Produktion von Fahrzeugen auf Basis des Hochdachkombis Fiat Doblò im Vordergrund.

Gemeinsam mit der chinesischen Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) betrteibt GM das Joint-Venture Shanghai GM, das die GM-Marken Buick, Chevrolet und Cadillac in China produziert. Gleichzeitig arbeiten GM und SAIC auch im Vertrieb und bei der Produktion von Motoren zusammen, wobei GM auch im Venture SAIC-GM-Wuling Automobile involviert ist.

Ferner hält GM noch 20% der Anteile an dem tunesischen Autohersteller Industries Mécaniques Maghrébines S.A, sowie eine 96%ige Beteiligung an GM Korea. Weitere Joint Ventures werden in Russland (GM-AvtoVAZ), Pakistan (Ghandhara Industries), Usbekistan (GM Uzbekistan), Indien (General Motors India), Ägypten (General Motors Ägypten) und in Südafrika (Isuzu Truck South Africa) unterhalten.

General Motors – ein Ausblick auf die nächsten Jahre

Die jüngsten Rückrufe bremsten GM zuletzt ein. Dennoch hat Amerikas größter Autohersteller in den nächsten Jahren ehrgeizige Ziele. In Europa will GM der Marke Opel den Vorzug geben, zudem will man in Europa bis 2016 erstmals in 10 Jahren wieder Gewinne erwirtschaften. Ferner sollen auch die operativen Gewinnmargen im Nordamerika-Geschäft steigen.

In den Jahren 2015 bis 2019 will GM nicht weniger als 178 neue Modelle bzw. überarbeitete Fahrzeugmodelle auf den Markt bringen. Davon sollen auch Anleger profitieren, denn der Konzern will überschüssige Gewinne in Form von höheren Dividenden an die Anleger zurückfließen lassen, nachdem GM erstmals nach sechs Jahren in 2014 wieder eine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet hatte.

25. September 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands