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Genmab: Europas Biotech-Industrie hat einen neuen Star

Die europäische Biotech-Industrie führte bislang ein Schattendasein. Die Branche wird bis dato hauptsächlich von amerikanischen Unternehmen wie Gilead Sciences, Biogen, Amgen, Celgene und Regeneron dominiert.

Dies schlägt sich auch in der Umsatzverteilung nieder. Während die gesamte europäische Biotech-Industrie in 2015 rund 24 Mrd. US-$ umsetzte, brache es die amerikanische Biotech-Industrie auf einen Branchenumsatz von rund 93 Mrd. US-$.

Europas Biotech-Industrie hat bislang nur wenige „Stars“ hervorgebracht. Einzig die in Irland ansässige Shire und die Schweizer Actelion weisen eine Marktkapitalisierung von mehr als 10 Mrd. US-$ auf.

Genmab: ein neuer Stern an Europas Biotech-Himmel

Doch in Dänemark tut sich was. Die im Jahre 1999 gegründete und in Kopenhagen ansässige Genmab sorgte zuletzt für Aufsehen. Der Grund: Genmab hatte zuletzt gleich für zwei Medikamente (Ofatumumab und Daratumumab) die Marktzulassung in den USA erhalten. Die jahrelange Forschungsarbeit hat sich ausgezahlt – auch für Anleger. Die können sich über einen Kurszuwachs von 1.200 % binnen 5 Jahren freuen.


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Genmab hat sich dabei auf die Entwicklung von humaner Antikörper spezialisiert und kann hier auf ansehnliche Forschungserfolge und hochkarätige Partnerschaften (Johnson & Johnson, GlaxoSmithKline, Roche usw.) verweisen.

Beim ersten Medikament Ofatumumab (Handelsname Arzerra) handelt es sich um einen humanen monoklonalen Antikörper, der in bestimmten Leukämiearten zur Anwendung kommt. Daratumumab (Handelsname Darzalex) ist ein Medikament, das zur Behandlung von Patienten mit einem Multiplen Myelom (Krebserkrankung des Knochenmarks) zum Einsatz kommt.

Genmab in 2016: Darzalex soll für Wachstum sorgen

Zwar ist der Umsatz von Genmab in den ersten neun Monaten 2015 um 12% auf 558 Mio. Dänische Kronen gesunken, dafür hat sich der operative Gewinn im gleichen Zeitraum gegenüber dem Vorjahr auf 355 Mio. Kronen mehr als verdoppelt.

Auch für 2016 rechnen Analysten mit einem deutlichen Gewinnwachstum, denn dann soll sich erstmals die Vermarktung von Darzalex positiv auf die Bilanzzahlen auswirken.

Während Arzerra bislang die Hoffnungen auf einen Blockbuster-Status (über 1,0 Mrd. US-$ Umsatz pro Jahr) noch nicht erfüllen konnte, sieht es bei Darzalex deutlich besser aus. Genmab-Chef Jan van de Winkel glaubt mit Darzalex die Lücke zu den großen Biotech-Unternehmen in Übersee schließen zu können. Analysten sehen dies ähnlich und trauen Darzalex eines Tages einen Jahresumsatz von bis zu 5,0 Mrd. US-$ zu.

Genmab als neue Hoffnung für Europas Biotech-Industrie?

Die Zulassungserfolge von Genmab machen Hoffnung auf mehr, zumal das dänische Biotech-Unternehmen damit weitere klinische Forschungen an neuen Produkten finanzieren könnte.

Schon heute hat Genmab viel erreicht, denn die Marktkapitalisierung des dänischen Biotech-Unternehmens erreichte zuletzt mehr als 7,0 Mrd. US-$ bzw. 6,5 Mrd. €. Damit zählt Genmab in Sachen Börsenwert bereits heute zu den größten Biotech-Unternehmen in Europa.

Der europäischen Biotech-Industrie würde der weitere Erfolg von Genmab gut tun, konnten Biotech-Größen wie Alkermes oder die deutsche Morphosys die hohen Erwartungen der professionellen Investoren und Privatanleger bislang nicht erfüllen.

2. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands