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Genussscheine: Varianten bieten Anlegern viele Möglichkeiten

Sie sind nicht nur für den Anleger interessant, auch immer mehr Firmen setzen bei der Kapitalaufnahme auf Genussscheine.

Ein Grund: Genussscheine bieten für den Emittenten viele Gestaltungsmöglichkeiten, wodurch gleichzeitig auch die Wahlmöglichkeiten für den Anleger steigen.

Mehr zum Thema: Was sind Genussscheine?

Der Nachteil der Freiräume: Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten ist es mitunter schwierig, die einzelnen Genussschein-Varianten zu vergleichen.

Darüber hinaus sollte der Anleger beachten, dass Genussscheine kein Stimmrecht und kein Recht zur Teilnahme an der Hauptversammlung beinhalten.

Geht der Emittent bankrott, sind die Forderungen der Anleger nachrangig. Das heißt, erst wenn alle anderen Ansprüche von Gläubigern erfüllt sind, erhält er sein investiertes Kapital zurück.

Dennoch lohnt sich ein genauerer Blick auf die verschiedenen Genussscheine.


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Grundsätzlich ist zwischen 2 Genussscheine-Varianten zu unterscheiden: Genussscheine mit fester und unbegrenzter Laufzeit sowie Genussscheine mit fixer Ausschüttung und / oder erfolgsabhängiger Gewinnbeteiligung.

Mehr zum Thema: Genussscheine – eine sichere Geldanlage mit hoher Verzinsung

Genussscheine: Varianten mit Gewinnbeteiligung und mit oder ohne Mindestverzinsung

Zum einen können Emittenten Genussscheine mit erfolgsabhängiger Gewinnbeteiligung inklusive Mindestverzinsung ausgeben.

In der Regel wird ein Mindestzins von 2% bis 3% vereinbart. War das Unternehmen in einem Geschäftsjahr besonders erfolgreich, kann der Anleger auf eine höhere Verzinsung hoffen, welche meist deutlich über der Mindestverzinsung liegt.

Die Westfälische Grundbesitz und Finanzverwaltung AG (WGF) schüttet über ihren Genussschein beispielsweise bis zu 8% abhängig vom Bilanzgewinn und zusätzlich eine Beteiligung von 15% des verbleibenden Bilanzgewinns an die Anleger aus.

Daneben gibt es noch die Variante mit Gewinnbeteiligung und ohne Mindestverzinsung.

Der Nachteil hierbei: Läuft das Geschäftsjahr schlecht und wird ein Verlust eingefahren, kann die Zinszahlung schon mal ausfallen oder wird erst im nächsten Jahr nachgezahlt.

Variante mit Verlustbeteiligung

Emittenten können bei Genussscheinen auch eine Verlustbeteiligung vereinbaren.

Entstehen Verluste, droht dem Anleger, ein Teil des Kapitaleinsatzes zu verlieren. Aufgrund des Risikos ist die Gewinnbeteiligung bzw. sind die Zinsen bei dieser Genussschein-Variante oft jedoch höher.

Einzelne Genussscheine können dann schon mal Renditen von mehr als 20% aufweisen.

Genussscheine: Options- und Wandlungsrecht

Ferner können Firmen Genussscheine mit einem Options- und Wandlungsrecht ausstatten. Durch ein Optionsrecht erhält der Anleger Optionen (Bezugsrechte), die ihn zum Kauf einer Aktie zu einem vorher festgelegten Preis ermächtigen.

Der Anleger kann diese Option ausüben, wenn der aktuelle Aktienkurs zum Beispiel höher liegt als der Bezugspreis. Anschließend kann er die Papiere zum höheren Kurs verkaufen oder auch behalten. Der Genussschein selbst verfällt hingegen nicht.

Bei Genussscheinen, die mit einem Wandlungsrecht ausgestattet sind, kann sich der Anleger bei Fälligkeit entweder für die Rückzahlung oder Wandlung in Aktien des Emittenten entscheiden. Nachdem das Wandlungsrecht ausgeübt wurde, verfällt der Genussschein.

Insgesamt gilt: Die Emission von Genussscheinen ist an keine bestimmte Rechtsform geknüpft. Genussscheine können daher nicht nur von Aktiengesellschaften, sondern auch von Vereinen (z.B. 1. FC Köln) ausgegeben werden.

Vor dem Kauf eines Genussscheins sollte der Anleger sich genau über die verschiedenen Varianten informieren und in jedem Fall den Emissionsprospekt studieren.

3. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands