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George Soros: Philosoph, Philanthrop, finanzieller Spekulant

George Soros wurde 1930 im ungarischen Budapast geboren. 1947 floh er von Ungarn nach England, wo er die London School of Economics 1952 abschloss. Kurz darauf begann er eine Anstellung bei einer Londoner Investmentbank.

1956 immigrierte Soros in die Vereinigten Staaten und arbeitete als Analyst sowie im Investmentmanagement-Bereich der New Yorker Firmen F.M. Mayer (1956-59), Wertheim & Co. (1959-63) sowie Arnhold & S. Bleichroeder (1963-73). Im Jahr 1973 machte sich Soros mit dem Hedgefonds-Unternehmen Soros Fund Management selbstständig. Dieses entwickelte sich in den bekannten „Quantum Fonds“.

Mehr als zwei Jahrzehnte lang führte er diesen erfolgreichen Hedgefonds, der Berichten zufolge Renditen von mehr als 30% pro Jahr einfahren konnte. Zweimal soll diese Rendite mehr als 100% betragen haben.

1980 zog sich Soros aus dem Tagesgeschäft des Quantum Fonds zurück. Soros zählt zu den reichsten Menschen der Welt, große Summe spendete er seiner Open Society Foundation.

Soros zwang die Bank von England in die Knie

George Soros wurde unter anderem dafür bekannt, dass er im September 1992 mit großem Geldeinsatz auf eine Abwertung des britischen Pfund wettete. Da er mit seiner Einschätzung richtig lag, konnte er innerhalb kurzer Zeit große Gewinne erzielen. Seit dieser Zeit bezeichnen viele Soros als den „Mann, der die Bank of England in die Knie zwang“.

Neben der Wette auf eine Abwertung des britischen Pfund, wird Soros von einigen als mitverantwortlich für die Asienkrise 1997 gesehen. Seinerzeit hatte Soros gegen den thailändischen Baht gewettet.

Finanzielles, politisches und soziales Engagement

Neben seinen finanziellen Geschäften ist Soros darüber hinaus für seinen politischen Aktivismus und sein soziales Engagement bekannt. In den vergangenen Jahren wandte sich Soros vermehrt politischen Belangen zu. Er schrieb und referierte über die Rolle der USA in der Welt. Darüber hinaus widmete er sich den Menschenrechten, der politischen Freiheit sowie Bildungsthematiken.

Als ihm die Ehrendoktorwürde der Oxford Universität zuteilwerden sollte, wurde er gefragt, wie man ihn am besten beschreiben könnte.

Er selbst antwortete darauf: „Ich würde gerne als philosophischer, philanthropischer, finanzieller Spekulant bezeichnet werden.“ Fügt man seiner Aussage den Zusatz “sehr erfolgreich” hinzu, lässt sich damit Soros‘ Wesen gut zusammenfassen.

Kurzfristige Spekulationen, chaotische Finanzmärkte

Als Investor war Soros kurzfristigen Spekulationen zugewandt. Er setzte große Wetten auf die möglichen Richtungen von Finanzmärkten ab. Für ihn lassen sich Finanzmärkte am besten als chaotisch bezeichnen.

Die Preise von Aktien und Währungen sind von Menschen oder von professionellen und nicht-professionellen Händlern abhängig, die kaufen und verkaufen. Diese Menschen handeln oft aus Emotionen heraus und nicht aus logischen Überlegungen.

Soros war darüber hinaus der Meinung, dass sich die Beteiligten am Markt gegenseitig beeinflussen und mit der Herde wanderten. Meistens sei auch er mit der Herde gegangen, habe jedoch immer nach einer Möglichkeit gesucht, nach vorne zu preschen.

Wie konnte er jedoch vorhersehen, wann genau die Zeit reif war?  Soros gab an, dass ihm sein Instinkt gesagt hätte, wann er kaufen und verkaufen solle. Es ist also fast unmöglich, seiner Strategie nachzueifern.

Als sich Soros 2000 endgültig zurückzog, hatte er fast 20 Jahre lang mit Milliarden Geldern von Menschen spekuliert und ihn – und sie auch – mit seinem erfolgreichen Quantum Fonds sehr reich gemacht. Zwar hat auch Soros in seiner Karriere einige Fehler gemacht, dennoch sprechen seine Gewinne eine eigene Sprache und machen ihn zu einem der weltweit reichsten Investoren der Geschichte.

George Soros‘ Publikationen

  • „The Alchemy Of Finance“ von George Soros (1988)
  • „Soros On Soros: Staying Ahead Of The Curve“ von George Soros(1995)
  • „Open Society: Reforming Global Capitalism“ von George Soros (2001)
  • „The Bubble Of American Supremacy: Correcting The Misuse Of American Power“ von George Soros (2003)
  • „Soros: The Life And Times Of A Messianic Billionaire“ von Michael Kaufman (2002)

Seine berühmtesten Zitate

„Wenn Leute wie ich ein Währungsregime stürzen können, stimmt das System nicht.“

„Das ist so, als würde man bei Riesentankern die Sicherheitsschotten entfernen.“

„Vor dem Sonnenaufgang kommt erst einmal die Finsternis.“

„Ich habe wohl nicht mehr als in der Hälfte aller Fälle recht, aber ich verdiene einfach sehr viel Geld, wenn ich richtig liege, und ich verliere so wenig Geld wie möglich, wenn ich unrecht habe.“

„Seien wir mal ehrlich: Wir stehen am Rand des Zusammenbruchs, der – sagen wir mal – mit Griechenland anfängt, aber sich leicht ausweiten kann…“

21. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.