von Tino Hahn

George Soros: Eine Milliarde US-Dollar für den Klimaschutz

CO2-Reduktion

Bislang hat nur Norwegen verbindliche Ziele zur CO2-Reduktion festgelegt

Laut „Forbes“-Magazin hat George Soros rund elf Milliarden US-Dollar auf der hohen Kante – bald sind es jedoch nur noch zehn: Der Hedgefonds-Manager hat angekündigt, eine Milliarde US-Dollar seines Vermögens in erneuerbare Energien zu investieren.

Wie es sich für einen echten Investor gehört, stellt Soros zwei Bedingungen an seine Investitionen: So sollen ausschließlich Projekte unterstützt werden, mit denen der Klimawandel aussichtsreich bekämpft werden könne und es müssen gute Gewinnaussichten vorhanden sein.

George Soros: Klimawandel ein politisches Problem

Seine Investitionspläne verkündete Soros während einer Konferenz in Kopenhagen am vergangenen Samstag. Seiner Ansicht nach handelt es sich bei dem weltweiten Klimawandel um ein politisches Problem, bei dem jedoch ungewiss sei, ob bei den Politikern auch der Wille vorhanden sei, dieses Problem anzupacken.

Mit Spannung wird deshalb das große Staatentreffen vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen erwartet: Dort diskutieren Vertreter von rund 190 Ländern über ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll.

Keine Einigung über CO2-Emission bei Klimakonferenz in Bangkok

Am Wochenende ist bereits die Klimakonferenz in Bangkok zu Ende gegangen - mit wenig erfreulichen Ergebnissen: Nach wie vor weigern sich zahlreiche Industriestaaten, sich auf konkrete Ziele bei der Senkung ihrer CO2-Emissionen festzulegen.

Lediglich Norwegen will seine CO2-Emission bis 2020 um 40 Prozent statt wie bislang anvisiert 30 Prozent senken. Yvo de Bae, Chef des UN-Klimasekretariats fand deshalb deutliche Worte und sagte, dass alle Voraussetzungen für einen Erfolg vorhanden sind - jetzt müsse lediglich noch von den eigenen Interessen zurückgetreten werden und das gemeinsame Interesse in den Vordergrund rücken.

GeVestor.de meint: Wie auch Warren Buffett, so übernimmt auch George Soros immer wieder gesellschaftliche Verantwortung und wird wohl auch den Beweis antreten, dass auch mit „grünen“ Investments Renditen erzielt werden können.

Allerdings dürfte bei Soros diesmal die Rendite nicht an erster Stelle stehen, sondern der Umweltschutz. Als Investitionsvorbild taugt Soros in diesem Fall deshalb aus Renditesicht nur bedingt.

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