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Gerald Celente: Ein Mann, der das Unheil verkündet

Gerald Celente wird oft als der führende amerikanische Trendforscher bezeichnet. Besonders seine Vorhersagen dem Zusammenbruch der Sowjetunion (1991), der Asienkrise (1997) und der Immobilienkrise (2007) machten Gerlad Celente zum Medienstar und Krisenguru.

Allerdings neigt Gerald Celente dazu, seine Vorhersagen in der Manier eine Marktschreiers kundzutun und er liegt keineswegs immer richtig. Für Anleger können die Meinungen von Celente aber richtungsweisende Informationen geben.

Gerald Celente ist ein scharfer Beobachter

Der 1946 geborene Gerald Celente lernt schon in jungen Jahren Trends zu beobachten und diese zur Meinungsbildung zu nutzen. Seine ersten Erfahrungen sammelt er als Berater bei einer Bürgermeisterwahl in New York.

1980 macht Celente das Beobachten und Analysieren von Trends dann zu seinem Beruf, er gründet das Unternehmen „The Trend Research Institut“. Zu seinen Kunden gehören Politiker und Geschäftsleute.

Zu Weltruhm gelangt Celente durch seine Analysen um die Veränderungen der politischen Lage in der Sowjetunion, er sagt deren Zusammenbruch im Jahr 1991 richtig voraus.

Weitere richtige Vorhersagen zu Krisen in den USA und weltweit machen ihn zum gefragten Medienstar. Er entwickelt mit Globalnomics®, ein eigenes System zur Trendvorhersage und um die Entwicklung von Trends zu beurteilen. Kunden weltweit vertrauen auf seine Meinung und lassen die Kasse für Celente Klingeln.

Gerald Celente ist laut und liegt nicht immer richtig

Gereald Celente ist kein Mann dem die Zurückhaltung liegt. Er verkündet seine Meinung teils im Stil eines Marktschreiers und greift geachtete politische Persönlichkeiten offen an.

So bezeichnet er den damaligen Chef der Amerikanischen Notenbank (FED), Ben Bernanke, und den Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, in einem Interview im November 2012 als „Loser“:

Seine Vorhersagen sind teilweise sehr reißerisch formuliert und treten dabei keinesfalls immer ein. So warnt Gerald Celente seit dem Jahr 2010 besonders die Bürger in Europa vor flächendeckende Kriegsszenarien.

Er rät dazu, sich Vorräte anzulegen, eine Waffe zu besitzen und einen Fluchtplan zu erarbeiten. Auch der für die für das Jahr 2012 vorhergesagten, bürgerkriegsähnlichen Unruhen in den USA und der Zusammenbruch der US-Wirtschaft sind ausgeblieben.

Celente macht viel Rauch aus wenig Feuer

Auch wenn Gerald Celente seine Meinung in übertreibender Weise darstellt, sollten Anleger die Ergebnisse seiner Untersuchungen nicht außer Acht lassen.

Neben seinen populistischen Auftreten ist Celente ein Profi mit einem feinen Gespür für Bewegung in Wirtschaft und Politik. Sicherlich verkauft er sich und seine Zeitschrift „Trends Journal“ mit viel Buhei, aber wo Celente Krieg und Zusammenbrüche prophezeit, ist zumeist eine kleine bis mittlere Krise zu erwarten.

Auch wenn nicht das von Gerald Celente vorhergesagte große Unglück eintritt, die Regionen und Wirtschaftszweige, die er aufs Korn nimmt, sollten von Anlegern zumindest kritisch im Auge behalten werden.

2. August 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.