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Gesamtergebnis – Betriebsergebnis: Ein Vergleich

Der Erfolg eines Unternehmens ist für alle Beteiligten – Aktionäre, Vorstand, Mitarbeiter etc. – von entscheidender Bedeutung. Denn der Erfolg bestimmt, ob ein Konzern überlebt oder nicht.

Ausgedrückt wird dieser Erfolg über das Gesamtergebnis, das am Ende einer langen Berechnung herauskommt. Darin enthalten ist zum einen das neutrale Ergebnis, das sämtliche neutralen Erträge und Aufwendungen gegenüberstellt.

Zum anderen zählt das Betriebsergebnis dazu, das alle betrieblichen Einnahmen mit den dazugehörigen Ausgaben vergleicht. Damit ergibt sich folgende einfache Formel für das Gesamtergebnis:

Gesamtergebnis = Betriebsergebnis + neutrales Ergebnis

Entscheidend für Unternehmer und Aktionäre ist, dass das Betriebsergebnis gesondert vom neutralen Ergebnis ausgewiesen wird. Denn ein positives Gesamtergebnis bedeutet noch lange keine positive Prognose.

Während nämlich das Betriebsergebnis den Erfolg des Kerngeschäfts darstellt, wird das neutrale Ergebnis durch externe Faktoren wie Zinseinnahmen bestimmt, die mitunter nur temporär erzielt werden.

Wie setzt sich das Betriebsergebnis zusammen? 

Das Betriebsergebnis ist ein Teil des Gesamtergebnisses und ermöglicht Investoren und Unternehmern, die Stärken und Schwächen des Konzerns ungeschminkt zu sehen.

Denn darin werden alle Einnahmen, die aus dem ordentlichen Geschäftsbetrieb innerhalb einer Periode erzielt wurden, mit den dazugehörigen Ausgaben berechnet.


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Steuern und Kapitalerträge fallen hier noch nicht hinein. Das hat beispielsweise den Vorteil, dass Konzerne ihr Ergebnis nicht mithilfe von Steuertricks schönen können.

Die vereinfachte Formel für das Betriebsergebnis ist daher folgende:

Betriebsergebnis = Umsatzerlöse – Umsatzkosten

Zu den Erlösen gehören Erträge aus dem Verkauf von Waren, Mehrbestände oder aktivierte Eigenleistungen. Die Ausgaben generieren sich aus den Kosten von Rohstoffen, Personal oder Betriebsstoffen.

Neutrales Ergebnis oft durch einmalige Effekte beeinflusst

Konzerne im 21. Jahrhundert erwirtschaften mittlerweile nicht nur Erträge aus dem direkten Betriebszweck, wie beispielsweise dem Verkauf von Pkws bei BMW, sondern erzielen oft noch neutrale Erträge.

Diese tragen dann ebenfalls zum Gesamterfolg des Unternehmens bei. Den neutralen Erträgen werden allerdings auch die Aufwendungen gegenüber gestellt, die nicht durch die eigentliche Betriebstätigkeit entstanden sind.

Aus der Gegenüberstellung ergibt sich das neutrale Ergebnis anhand der folgenden Formel:

neutrales Ergebnis = neutrale Erträge – neutrale Aufwendungen

Internationale Konzerne halten in der Regel Beteiligungen an anderen Konzernen und erhalten so Zins- oder Dividendenerträge.

Diese Einnahmen zählen zu den neutralen Erträgen. Zusätzlich gehören auch Zinsen aus Gesellschafterdarlehen, Pachteinkünfte, Gewinne aus Anlagenverkäufen oder Steuererstattungen zu den neutralen Erträgen.

Denen werden nun die neutralen Aufwendungen gegenüber gestellt, die aus Spenden, Verlusten aus Anlagenverkäufen oder Steuernachzahlungen bestehen können.

Betriebsergebnis ist der bedeutendste Teil des Gesamtergebnisses

Wer ein Unternehmen analysieren möchte, sieht natürlich zuerst auf den Gesamterfolg des Unternehmens und somit auf das Gesamtergebnis.

Doch dieses kann durch einmalige Effekte wie dem Gewinn aus Wertpapiergeschäften geschönt sein und eine mögliche Schwäche des Unternehmens kaschieren. Daher ist für eine ordentliche Analyse das Betriebsergebnis weitaus bedeutsamer.

Denn hier sieht der Analyst sofort, was das Unternehmen tatsächlich  geleistet hat und wie stark die Gesellschaft in der jeweiligen Branche verwurzelt ist.

Die eventuellen temporären Zusatzerträge des neutralen Ergebnisses sollten daher eher als nette Zugabe gesehen werden.

30. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.