MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Gesamtkapitalrentabilität: Interpretation

Die Gesamtkapitalrentabilität gibt Auskunft über die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens.

Sie zeigt an, inwiefern ein Konzern effizient mit dem ihm zur Verfügung stehenden Kapital wirtschaftet.

Für Anleger kann die Gesamtkapitalrentabilität eine wichtige Kennzahl sein, um eine Entscheidung für oder gegen eine Investition treffen zu können.

Gesamtkapitalrentabilität: Erklärung und Berechnung

Die Gesamtkapitalrentabilität ist das Verhältnis von Gewinn plus Zinsen zum Gesamtkapital.

Das Gesamtkapital beinhaltet immer das Eigenkapital und das Fremdkapital.

Grundsätzlich ist die Gesamtkapitalrentabilität eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die ausdrückt, wie ergiebig das Unternehmen in einer bestimmten Zeitspanne mit seinem Kapital gewirtschaftet hat.

Berechnet wird die Gesamtkapitalrentabilität mit der folgenden Formel:

Gesamtkapitalrentabilität = Gewinn + Fremdkapitalzinsen / Gesamtkapital.

Bei dieser Berechnung erhält man immer eine Prozentzahl.

Die Gesamtkapitalrentabilität ist meistens aussagekräftiger als die Eigenkapitalrentabilität, weil sie die Verzinsung des gesamten Kapitals eines Unternehmens angibt.

Die Gesamtkapitalrentabilität kann für Anleger wichtig sein, die überlegen, in eine bestimmte Aktiengesellschaft zu investieren.

Sie können aufgrund der Gesamtkapitalrentabilität einschätzen, wie viel Potential ein Unternehmen hat und wie stabil es aufgestellt ist.

Außerdem ist die Gesamtkapitalrentabilität auch hilfreich bei Existenzgründungen.

Hier gibt die Gesamtkapitalrentabilität Auskunft darüber, wie viel Gewinn ein Unternehmen erwirtschaften muss, um erfolgreich und konkurrenzfähig zu sein.

Gesamtkapitalrentabilität: Interpretation der Kennzahlen

Die Gesamtkapitalrentabilität erhält man im Ergebnis immer als Prozentzahl.

Für Anleger ist es daher wichtig zu wissen, wie aussagekräftig diese Zahl ist und was die bedeutet.

Die Gesamtkapitalrentabilität ist demnach auch immer ein Indikator für die Attraktivität eines Unternehmens für Investoren.

In der Regel gilt: Je höher die Gesamtkapitalrentabilität ist, desto effizienter wird das Kapital vom Unternehmen eingesetzt.

Eine Gesamtkapitalrentabilität in Höhe von beispielsweise 12 % bedeutet konkret, dass man 12 € erhält, wenn man 100 € an Kapital zuführt.

Die Gesamtkapitalrentabilität sollte nicht unterhalb des durchschnittlichen Fremdkapitalzinses liegen, den das Unternehmen an den Kreditgeber zahlen muss.

Liegt die Gesamtkapitalrentabilität allerdings unterhalb des Fremdkapitalzinses, ist es aus gesamtwirtschaftlicher Sicht sinnvoller, das Geld an anderer Stelle zu investieren.

Es ist allerdings wichtig, sich nicht nur eine Jahresbilanz eines Konzerns anzusehen, sondern auch die Gesamtkapitalrentabilität anderer Zeiträume heranzuziehen.

Ein Unternehmen, das in der Vergangenheit Stabilität bewiesen hat, wird auch in der Zukunft Krisen besser meistern können.

Insgesamt sollten Anleger die Gesamtkapitalrentabilität nie isoliert und als einzige Kennzahl betrachten.

So ist zum Beispiel auch die Branche, in der ein Konzern tätig ist, von Bedeutung.

Der Erfolg eines Unternehmens muss immer mit mehreren Kennzahlen und Methoden analysiert und den Umständen entsprechend bewertet werden.

13. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.