MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Gesamtkapitalrentabilität: Mit Formel einfach berechnen

Wie effektiv ein Unternehmen arbeitet, lässt sich unter anderem mithilfe der Gesamtkapitalrentabilität einschätzen.

Je höher dieser Wert nämlich ist, desto effizienter wird Kapital eingesetzt – bzw. desto effizienter arbeitet das Unternehmen. Zur Berechnung ist eine simple Formel nötig.

Gesamtkapitalrentabilität: Die Formel zur Berechnung

Die Gesamtkapitalrentabilität gibt die Verzinsung des Kapitaleinsatzes im Unternehmen an.

Dabei handelt es sich beim Gewinn um den Jahresüberschuss (nach Abzug der Steuern), der auch in der Gewinn –und Verlustrechnung (GuV) im Rahmen des Jahresabschlusses angegeben wird.

Der Gewinn gibt somit die Vergütung von Eigenkapital an. Im Gegenzug wird die Vergütung von Fremdkapital anhand der Fremdkapitalzinsen aufgezeigt.

Diese Zinsen müssen aufgebracht werden, um Fremdkapital nutzen zu dürfen. Man findet sie ebenfalls in der GuV, in der Kategorie „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“.

Das Gesamtkapital ist dabei die Summe aus Eigen- und Fremdkapital bzw. die Bilanzsumme. Insofern liegt das Hauptaugenmerk auf der tatsächlichen Effizienz des eingesetzten Kapitals, und nicht auf der Finanzierung des Kapitals selbst.

Soll die Gesamtkapitalrentabilität berechnet werden, werden die Gewinne, die in der jeweiligen Periode erwirtschaftet wurden, und die Fremdkapitalzinsen wieder addiert.

Denn die Gesamtkapitalrentabilität betrachtet – im Gegensatz zur Eigenkapitalrentabilität – nicht nur die Sicht des Eigentümers, sondern aller Beteiligten, die Kapital zur Verfügung stellen.

Die Summe aus Gewinn und Fremdkapitalzinsen wird wiederum durch das Gesamtkapital geteilt und mit 100% multipliziert.  Allgemein übliche Werte liegen zwischen 10 und 15%.

Ein Beispiel zur Gesamtkapitalrentabilität

Dazu ein Beispiel: Ein Unternehmen verfügt über Eigenkapital in Höhe von 200.000 € und Fremdkapital in Höhe von 300.000 €. Die Bilanzsumme beträgt also 500.000 €.

Das Fremdkapital ist ein Darlehen der Bank mit einem Zinssatz von 5 %. Insofern betragen die Fremdkapitalzinsen 15.000 €.

Insgesamt wurden während des vergangenen Jahres 50.000 € erwirtschaftet, von denen allerdings die Fremdkapitalzinsen abgezogen werden müssen. Der bereinigte Jahresüberschusswert beträgt demnach 35.000 €.

Um die Gesamtkapitalrentabilität zu berechnen, müssen nun Jahresüberschusswert bzw. Gewinn (35.000 €) und Fremdkapitalzinsen (15.000 €) addiert werden.

Dieser Wert wird dann durch das Gesamtkapital bzw. die Bilanzsumme (500.000 €) geteilt und mit 100 % multipliziert. In unserem Beispiel erhält man dadurch einen Wert von 10%.

Um einen höheren Wert zu erzielen, müssen folglich höhere Gewinne erwirtschaftet und das Kapital reduziert werden. Dies ist im Rahmen einer Kapitalfreisetzung möglich. Dabei wird im Rahmen der Umstrukturierung innerhalb des Unternehmens gebundenes Vermögen in finanzielle Mittel umgewandelt.

Eine Kapitalfreisetzung kann in Form von Verkäufen (Anlagen, Grundstücke oder auch Wertpapiere) oder im Rahmen des „Sale-and-lease-back“-Verfahrens  (Verkauf an einen Leasinggeber und Zurückleasing).

Ebenso kann sie durch hohe Abschreibungen erfolgen.

24. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.