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Geschäftsplan: Wie steht es um Ihre Finanzen?

Der hauptsächliche Sinn eines Geschäftsplans ist die Gewinnung von neuen Investoren für Ihr Unternehmen. Daher sollten Sie diese mit einer genauen Aufstellung Ihrer aktuellen Finanzen und Zukunftsprognosen versorgen. Dies hilft auch Ihnen dabei, die Höhe der benötigten Gelder zu bestimmen.

Nutzen Sie die Finanzdaten dazu, Ihre Gewinnspanne und weitere Finanzdetails zu berechnen. Diese helfen, die Liquidität und Profitabilität eines Unternehmens zu bestimmen.

Sie sollten bereits vor der Suche nach neuen Geldgebern genau wissen, für welche Zwecke Sie das neue Geld ausgeben wollen. Fragen Sie sich, ob Ihr Unternehmen diese neuen Schulden finanzieren kann und was passiert, wenn Sie diese nicht zurückzahlen können.

Geschäftsplan: Die aktuellen Finanzen

Beginnen Sie den Finanzplan mit Informationen über den aktuellen Finanzstand und einem Blick in die Vergangenheit. Danach wenden Sie sich den Zielen in der näheren Zukunft zu, beispielsweise Gewinnmargen und dem Verkaufsziel eines jeden Angestellten.

Schreiben Sie Ihren Geschäftsbericht für ein bereits bestehendes Unternehmen, basieren diese Daten natürlich auf bestehenden Finanzunterlagen. Bei geplanten Unternehmen sind die Angaben hingegen spekulativ. Dennoch können Sie sie mit Hilfe von den Daten bereits bestehender Unternehmen an die Realität angleichen.

Die drei Grundpfeiler des Finanzplans

Der Finanzplan sollte drei Grundpfeiler beinhalten: die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz und die Kapitalflussrechnung.

  1. Gewinn- und Verlustrechnung: Diese fasst die Einnahmen und Ausgaben Ihres Unternehmens zusammen. Die Einnahmen setzen sich aus den Verkaufserlösen und anderen Einnahmequellen zusammen (ein Autohändler verdient beispielsweise an Autoverkäufen, Leasingverträgen und Reparaturen). Ausgaben beinhalten die Kosten von verkauften Waren, Gehälter, Steuern und Zinsen. Am Ende zeigt Ihnen die Gewinn- und Verlustrechnung den Jahresüberschuss an. Geldgeber möchten diese Zahlen erfahren, um die Profitabilität Ihres Unternehmens zu prüfen.

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  3. Bilanz: Die Bilanz zeigt die Vermögenswerte und Schulden Ihres Unternehmens. Diese sollten sich perfekt die Waage halten. In jeder Kategorie gibt es mehrere Unterbereiche. Die Vermögenswerte bestehen beispielsweise aus Geld, Inventar und Ausrüstung. Zu den Verbindlichkeiten gehören Posten wie Bankschulden und Darlehen. Die Bilanz ist wichtig, um die finanzielle Position des Unternehmens zu bestimmen und zu sehen, was Sie besitzen und was Sie schulden.
  4. Kapitalflussrechnung: Die Kapitalflussrechnung zeigt die Menge an Geld, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums in Ihr Unternehmen investiert und ausgegeben wird. Bereiche, die Sie dabei untersuchen sollten, sind beispielsweise Umsatzprognosen, Kassen- und Krediteinnahmen. Wie hoch werden diese Kosten sein und wie oft müssen Sie diese zahlen? Werden Sie Lieferantenkredite besitzen und wie lange müssen Sie Ihre Zulieferer bezahlen? Eine realistische Kapitalflussrechnung über ein Jahr, die in einzelne Monate unterteilt wird, ist ein wichtiges Utensil für jeden Unternehmer. Bereiten Sie außerdem längere Zeiträume wie drei oder sogar fünf Jahre vor. Diese sind so genannte „pro Forma“-Aussagen, die auf Ihren Spekulationen basieren.

Langfristige Prognosen treffen

Kapitalflussrechnungen zeigen Ihren Geldgebern nicht nur, dass Sie Ihre Finanzen planen können, sondern helfen auch Ihnen, den finanziellen Überblick zu behalten.

Der Finanzplan sollte sowohl kurzfristige als auch langfristige Entwicklungen beinhalten. Beim Verfassen von Geschäftsplänen ist eine Zeitspanne von drei bis fünf Jahren generell als langfristige Planung akzeptiert – entsprechende Pläne werden demnach vorausgesetzt.

Ihre Vorhersagen sollten dabei nicht übermäßig optimistisch noch pessimistisch sein. Bleiben Sie realistisch und geben Sie Prognosen ab, die Sie verantworten können. Seien Sie sich bewusst, dass diverse Geldgeber bestimmte Formen eines Finanzplans erwarten.

Banken möchten beispielsweise oftmals eine monatliche Aufstellung für das erste Jahr, eine Quartalsabrechnung für das zweite Jahr und jährliche Abrechnungen für das dritte. Sollte Ihr Unternehmen noch neu sein, sollten Sie persönliche Finanzpläne für jeden Geschäftsinhaber abgeben.

Investorensuche genau durchplanen

Der Finanzplan wird Ihnen zeigen, wie viel Geld Sie benötigen. Es mag offensichtlich klingen, aber dies sollten Sie vor der Suche nach Geldgebern genau berechnet haben. Ohne genaue Zahlen und Verwendungspläne wird die Suche wohl erfolglos bleiben.

Viele Investoren erwarten außerdem, dass Sie mit eigenem Kapital in Ihrem Unternehmen involviert sind und daher Selbstbewusstsein für Ihre Pläne zeigen. Die Menge dieses Geldes variiert, aber meistens sollte der Eigenbeitrag bei rund 20 bis 50% von dem betragen, was Sie von den Investoren einfordern.

Überlegen Sie, welche Art der Finanzierung Sie bevorzugen. Möchten Sie den Gesamtbetrag auf einmal erhalten oder benötigen Sie monatliche Zuschüsse? Auf welchen Zeitraum soll ein Kredit ausgelegt werden? Möchten Sie die Möglichkeit haben, in schwierigen Zeiten erneut Geld zu bekommen, dass Sie eigentlich bereits rückgezahlt haben?

Geschäftsplan: Die Rückzahlung

Potenzielle Geldgeber möchten natürlich wissen, wie und wann Sie das Geld zurückzahlen möchten. Erstellen Sie daher einen Zeitplan und Bedingungen für die Rückzahlung. Diese Vorschläge werden Sie im Zweifel nicht akzeptieren, aber dennoch zeigen Sie damit Verantwortungsbewusstsein und Verhandlungsbereitschaft.

Geben Sie den Geldgebern eine Absicherung, falls Sie das Geld nicht zurückzahlen können – beispielsweise Teile des Inventars oder ähnliches. Es sollte Ihnen dabei bewusst sein, dass Geldgeber nicht den Gesamtwert der Absicherung berechnen sondern nur einen bestimmten Prozentsatz.

Schlussendlich sollten Sie den Investoren einen Anreiz geben, Ihnen Geld zu leihen. Wie viel Profit wird für sie herauskommen? Stellen Sie dabei realistische Versprechen und übernehmen Sie sich nicht an zu hohen Zahlen.

Stellen Sie beim Verfassen des Finanzplans sicher, dass absolut keine Zahlen- oder Schreibfehler in Ihrer Aufstellung vorhanden sind. Falls Sie sich unsicher sind, ziehen Sie lieber einen Experten zu Rate.

Dies ist auch empfehlenswert, wenn Sie und Ihre Geschäftspartner sich absolut sicher sind, keinen Fehler begangen zu haben. Ein unvoreingenommener Prüfer kann Ihnen großen Ärger ersparen. Machen Sie sich bewusst, dass kein Investor verpflichtet ist, Sie finanziell zu unterstützen – und falls er es doch in Erwägung zieht, wird er Vorteile und Risiken gegeneinander abwägen.

28. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.