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Das A und O: Die Präsentation Ihres Geschäftsplans

Nachdem Sie mehrere Stunden oder gar Wochen an Recherchearbeit für Ihren Geschäftsplan aufgewandt haben, sollten Sie sich nun über die Präsentation Gedanken machen.

Zuallererst sollten Sie jedoch ein wenig Abstand gewinnen. Legen Sie den Plan für einige Tage ins Regal und lesen Sie sich die Daten erst dann erneut durch. Eventuell fallen Ihnen nun einige Fehler auf, die Sie vorher nicht bemerkt hatten. Fragen Sie eventuell einen unabhängigen Experten, ob er sich den Plan noch einmal vornehmen kann.

Die schriftliche Präsentation des Geschäftsplans

Nichts ist wichtiger als das Aussehen Ihres Geschäftsplans – schließlich soll er Ihr Unternehmen repräsentieren. Er sollte visuelle Hilfen beinhalten, aber nur an Stellen, an denen sie angebracht sind. Verzichten Sie auf überflüssige oder unnötig komplizierte Grafiken oder Tabellen.

Hierbei wird kein Wert auf Schönheit gelegt, die Information muss im Vordergrund stehen. Ein Bild von einer Kuh ist auch im Geschäftsbericht eines Milchbauern fehl am Platz. Erwägen Sie die Einstellung eines Grafikdesigners, um Ihrem Bericht den letzten Schliff zu verpassen.

Außerdem sollten Sie einen Korrekturleser beauftragen, der Schreibfehler erkennt und beseitigt und unklare Formulierungen aufzeigt. Damit stellen Sie sicher, dass die Schreibweise Ihres Unternehmens angemessen und professionell ist.

Geschäftsplan: Brief hinzufügen

Fügen Sie nun einen Brief hinzu, in dem Sie sich und Ihren Plan kurz vorstellen. Ein Titelblatt und ein Inhaltsverzeichnis gehören ebenfalls zu einem guten Geschäftsplan. Fügen Sie Unterpunkte hinzu, damit der Leser nicht den kompletten Finanzplan durchsuchen muss, um die Bilanz zu finden.

Jede größere Sektion (der Finanzplan, der Marketingplan etc.) profitiert außerdem von einer kurzen Zusammenfassung zu Beginn des Kapitels, die einen Paragraphen bis hin zu einer Seite umfassen kann.


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Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass Sie allen hier genannten Ratschlägen folgen müssen. Haben Sie in Ihrem Marketing- und Verkaufsplan zu viele Informationen zusammengestellt, können Sie diesen natürlich in einzelne Kapitel unterteilen. Auch die Reihenfolge der einzelnen Elemente kann variieren, so lange diese einem logischen Muster folgt.

Der Anhang: Wichtige Schlussinformationen

Das Hinzufügen eines Anhangs erlaubt Ihnen, weitere Informationen zu den einzelnen Kapiteln hinzuzufügen, ohne die einzelnen Sektionen unnötig zu verlängern. Hier können Geldgeber bei Interesse weitere Details finden.

Heben Sie sich beispielsweise die kompletten Lebensläufe Ihres Teams für den Anhang auf und geben Sie im Haupttext nur die wichtigsten Informationen. Außerdem kann der Anhang Empfehlungsschreiben von früheren Arbeitgebern, weitere Details Ihrer Marktforschung oder wichtige Dokumente wie die Geschäftslizenz beinhalten.

Eventuell benötigen Sie die Steuerbescheinigungen der vergangenen zwei bis drei Jahre. Diese können Sie ebenfalls in den Anhang einfügen. Da diese meist sensible Daten beinhalten, sollten Sie sich vorher informieren, ob die Investoren diese benötigen oder nicht. Haben Sie weitere Dokumente, die Sie für wichtig halten, aber nicht im Haupttext erwähnen möchten, nutzen Sie den Anhang zur Beifügung.

 Die mündliche Präsentation

Wenn Sie nun den kompletten Geschäftsbericht in schriftlicher Form vor sich liegen haben, müssen Sie diesen nun persönlich oder per Telefon an potenzielle Geldgeber herantragen. Hierzu sollten Sie bestens vorbereitet sein, um einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Bereiten Sie dafür eine kleine Rede vor. Auch wenn sich die meisten Investoren zu diesem Zeitpunkt in den Geschäftsbericht eingelesen haben sollten, sollten Sie die wichtigsten Argumente noch einmal persönlich vortragen.

Lernen Sie dabei nur die Eckdaten auswendig und lesen Sie die restlichen Zahlen ab. So erwähnen Sie die wichtigsten Punkte und untermauern dies mit einem ernsthaften Herangehen. Eventuell sollten Sie vorher ein Sprechtraining besuchen und an Ihrer Präsentationsweise arbeiten.

Bereiten Sie sich außerdem auf potenzielle Fragen der Investoren vor und stellen Sie passende Antworten zusammen. Fragen Sie unabhängige Personen, die Ihren Geschäftsplan kennen, nach offenen Fragen und üben Sie die perfekten Antworten. Freunde und Verwandte halten sich oft mit Kritik zurück und sind womöglich auch nicht mit allen Geschäftsproblemen vertraut.

Falls Sie kein Mathematikgenie sind, müssen Sie natürlich trotzdem alle finanziellen Zahlen verstehen. Scheuen Sie aber nicht davor, Ihren Finanzmanager oder andere Personen aus Ihrem Betrieb in das Treffen mit dem Investor mitzubringen.

Wichtig: Ihr äußerliches Erscheinungsbild sollte bei solch einem Meeting makellos sein – genau wie bei einem Bewerbungsgespräch.

Geschäftsplan: Erfolg oder Versagen

Egal, ob Sie Ihren Geschäftsplan schriftlich oder mündlich präsentieren: Denken Sie daran, dass der Plan Ihr Unternehmen präsentiert und andere Personen animieren soll, in dieses Unternehmen zu investieren. Vermeiden Sie Fachbegriffe und treten Sie selbstbewusst auf.

Versetzen Sie sich in die Situation des Gegenübers. Machen Sie ihm den Deal schmackhaft und vermeiden Sie zu hohes Risiko. Lassen Sie sich von Rückschlägen nicht entmutigen. Sie sollten davon ausgehen, auf zahlreiche Treffen zu gehen, bevor Sie einen Geldgeber gefunden haben. Dies hat nichts mit Ihrer Geschäftsidee zu tun.

Dennoch sollten Sie eventuelle Probleme herausfinden und beseitigen. Falls Sie Angebote bekommen haben, sollten Sie diese genauestens vergleichen und sich die beste Offerte aussuchen. Sollte Ihr Geschäftsplan dauerhaft abgelehnt werden, gibt es wohl einen triftigen Grund hierfür. Überarbeiten Sie Ihren Geschäftsplan und denken Sie eventuell an Umstellungen innerhalb Ihres Unternehmens. Senden Sie die neue Version erneut ein.

Schieben Sie die Ablehnungen nicht sofort auf eine schlechte Wirtschaftslage, auch wenn diese natürlich eine Rolle spielen kann. Bewerten Sie jede Geldofferte auf Ihr Risiko und überlegen Sie sich vor der Unterzeichnung genau, ob Ihr Unternehmen diese Finanzierung stemmen kann.

Außerdem wichtig: Überarbeiten Sie Ihren Geschäftsplan jedes Jahr wieder, schließlich verändern sich auch Ihre Zahlen immer wieder. Schlussendlich bietet der Geschäftsplan auch ein sehr gutes Gefühl: Blicken Sie nach mehreren Jahren auf Ihren ersten Plan zurück, können Sie sehen, wie weit es Ihr Unternehmen seitdem geschafft hat.

29. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.