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Geschichte der Wirtschaft: Die größten Säulen

In seinem Buch „Klassiker des Ökonomischen Denkens“ vereint der emeritierte Professor Joachim Starbatty zahlreiche Schriften bekannter deutscher Wirtschaftswissenschaftler, um einen genauen Verlauf der ökonomischen Entwicklungsgeschichte in Europa nachzuzeichnen.

Autoren wie Bertram Schefold, Friedrich Beutter, Wolfgang Kemp und andere kommen zu Wort und legen ihre Erläuterungen und Interpretationen zu den bedeutendsten Klassikern des wirtschaftswissenschaftlichen Denkens dar.

Starbatty dazu im Gespräch mit GeVestor: „Die versammelten Essays führen den Leser ohne formales Beiwerk in das Leben eines ökonomischen Klassikers und zugleich auch in ein wesentliches Gebiet wirtschaftswissenschaftlicher Forschung ein.“

Starbatty gelingt es durch die Auswahl und Zusammenstellung der Texte, einen chronologischen Überblick der historischen Entstehung der ersten ökonomischen Schriften bis hin zu neuzeitlichen Systemen und Paradigmen zu geben. Die ältesten Referenzen reichen dabei bis Platon zurück.

Zurück zu den Anfängen – Platon und Thomas von Aquin

Vollkommen konsequent führt der Herausgeber und Autor Starbatty den Leser bis zu dieser jüngsten Entstehungsstunde klassischer Philosophie.

Man erfährt, dass schon Platon und auch sein Schüler Aristoteles Grundsätze eines stabilen und erfolgreichen Wirtschaftssystems beschrieben und sich über dessen Auswirkungen auf das menschliche Glück Gedanken machten.

Der erste Teil des Buches reicht zeitlich bis John Stuart Mill und seinen rationalistischen Modellen zur Zeit der industriellen Revolution. Der sich anschließende zweite Teil beginnt mit keinem Geringeren als Karl Marx.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert befasste sich der bekannteste Verfechter des Kommunismus intensiv mit Theorien über Nationalökonomie und Sozialpolitik.

Parade der ökonomischen Schwergewichte

Im weiteren Verlauf folgen große Denker wie John Ruskin, Irving Fisher, John Maynard Keynes und viele andere.

Die Auswahl an Primärautoren ist äußerst gelungen und repräsentiert die herausragendsten Säulen der wirtschaftswissenschaftlichen Theorien aus zweitausend Jahren des philosophischen, politologischen und soziokulturellen Fortschritts.

In verständlicher und unterhaltsamer Art und Weise werden alle wissenschaftlichen Entwicklungsstationen der Wirtschaftsgeschichte besprochen, wobei Starbatty und die anderen Autoren es in herausragender Weise verstehen, den Leser an der Hand zu führen, vorbei an dieser Reihe von Größen der Philosophie, der Theologie, der Politik- und Sozialwissenschaften.

„Man wird noch in Jahrhunderten davon sprechen, dass ein so kleines Land wie Griechenland den europäischen Kontinent bis in die Grundfesten erschütterte und die Welt zum Beben brachte.“ erläutert Joachim Starbatty seine Sichtweise in unserem Interview.

Das Buch demonstriert auf äußerst anschauliche Art, dass kein Gedankengebäude isoliert besteht und kein wirtschaftlicher Fortschritt aus sich selbst entstanden ist.

Es wendet sich an all jene Investoren und Händler, die gesteigertes Interesse am Wandel der ökonomischen Ansichten im Laufe der Weltgeschichte haben, denn das Werk vermittelt gut aufbereitet und strukturiert wie die verschiedenen Konzepte aus den unterschiedlichen Epochen geboren wurden und sich nach und nach auseinander heraus entwickelt bzw. weiterentwickelt haben.

Fundiertes Hintergrundwissen für Anleger

„Klassiker des Ökonomischen Denkens“ ist aus diesem Grund besonders für Anleger interessant, die sich schon immer mit dem soziohistorischen Hintergrund der modernen Wirtschaftswissenschaft beschäftigen wollten, ohne hauptsächlich trockene und mathematiklastige Forschungsliteratur konsultieren zu müssen.

Ein umfassendes Verständnis für die Entstehungsgeschichte der europäischen Ökonomie befördert auch das Verständnis für die heutigen Verhältnisse und ermöglicht fundierte Bewertungen zukünftiger Entwicklungen, indem der Leser auf den gesammelten Wissensschatz vieler der größten Denker unserer zweitausendjährigen Wissenschaftsgeschichte zurückgreifen kann.

Über den Herausgeber:

Joachim Starbatty wurde 1940 in Düsseldorf geboren. Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent an der Universität zu Köln, wo er 1967 promovierte.

Starbatty verfasste zahlreiche Arbeiten, insbesondere zu den Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft sowie wissenschaftliche Aufsätze im Focus, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Handelsblatt.

Im Jahre 1975 wurde Joachim Starbatty habilitiert und hatte bis zu seiner Emeritierung 2006 verschiedene Lehrstühle inne, darunter an den Universitäten Bochum, Tübingen und Washington. Starbatty gilt als einer der wichtigsten deutschen Wirtschaftswissenschaftler der Nachkriegszeit.

Das Buch ist im Nikol Verlag erschienen und kostet 9,99€.

25. Juni 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.