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Geschlossene Fonds als Finanzierungsinstrumente

Geschlossene Fonds sind Finanzierungsinstrumente für bestimmte Projekte. Sie investieren meist in Immobilien, Schiffsbeteiligungen, Flugzeuge, Solarkraftwerke oder Windkraftanlagen.

Bei geschlossenen Fonds werden die Projekte mit dem Geld der Anleger finanziert. Ziel ist das Erwirtschaften von Erträgen. Beispielsweise, wenn eine Gewerbeimmobilie durch den Fonds errichtet und anschließend mit Gewinn verkauft wird.

Anlegergeld einsammeln für hohe Renditen

Alle Anleger werden zu Unternehmern des  Fonds und nehmen an allen Chancen und Risiken teil.  Meist als Kommanditisten einer KG (Kommanditgesellschaft) oder Gesellschafter einer GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts). Die Mindestumme, die einzulegen ist, bewegt sich zwischen 5.000 € oder 10.000 €.

Sind genügend Anleger und Geld zusammengekommen, wird der Fonds geschlossen. Geschlossene Fonds haben lange Laufzeiten. Sie können 10 oder auch 30 Jahre betragen. Der Anleger profitiert vorwiegend von laufenden Zinsen und Gewinnausschüttungen. Am Ende bekommt er sein Kapital mit Rendite zurück.


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Die Renditen liegen bei geschlossenen Fonds vergleichsweise hoch. Der Durchschnitt beträgt zwischen 8% und in günstigen Fällen sogar über 10%. Dies ist jedoch auch von der jeweiligen steuerlichen Situation abhängig. Damit liegen die Renditen deutlich über denen von Unternehmensanleihen.

Finanzierungsinstrumente Geschlossene Fonds mit zwei Seiten

Für die Anbieter sind geschlossene Fonds ideale Finanzierungsinstrumente. Besonders angesichts zurückhaltenderer Kreditbereitschaft durch die Banken.

Der Anleger sollte sich aber auch über die Risiken im Klaren sein. Er sollte sich das jeweilige Projekt vorher genau anschauen und auf seine Erfolgschancen hin überprüfen.

Risiken, Pflichten, Pleiten

Beim wirtschaftlichen Misserfolg haftet er nämlich als Mitunternehmer für alle Verluste mit, und  zwar in Höhe seiner kompletten Einlage. Bei einem GbR-Fonds kann er zudem zum Nachschuss verpflichtet werden. Ein vorzeitiger Ausstieg ist nur möglich, wenn er für seine Einlage einen Käufer findet.

Dieser Verkauf von Fonds-Anteilen eines Anlegers ist von Angebot und Nachfrage am Zweitmarkt abhängig. Meist müssen bei einem Verkauf erhebliche Abstriche gemacht werden. Noch schwieriger wird es, wenn zum Verkauf die Zustimmung des Fonds-Initiators erforderlich ist. In diesen Fällen mussten schon häufig die Gerichte entscheiden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass selbst solide Projekte keine Garantie gegen Totalverluste sind.

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Investoren ihr gesamtes eingesetzes Kapital verloren. Im Fokus standen dabei unter anderem Schiffsbeteiligungen und Immobilienfonds. Geschlossene Fonds sind ein praktikables Finanzierungsinstrument für bestimmte Projekte.

Da aber oft das Geld der Anleger dafür nicht reicht, werden zusätzlich Kredite aufgenommen. Dadurch entsteht für das Eigenkapital ein Hebeleffekt. Der Hebeleffekt kann sich für den Anleger aber auch negativ auswirken, wenn dieBelastungen durch Zinsen und Tilgungsraten zu hoch werden. Eigenkapital und Fremdkapital müssen also in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen.

Geschlossene Fonds: Risiken einschätzen

Aus Sicht des Anlegers können geschlossene Fonds eine äußerst rentable Kapitalanlage sein. Vorausgesetzt er kann die Erfolgschancen eines Projekts einigermaßen einschätzen.

Zudem muss er sich über seine Pflichten als Mitunternehmer und die hohen Risiken im Klaren sein. Investments in geschlossene Fonds sind ein langfristiges Engagement.

26. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.