von Janne Jörg Kipp

Geschlossene Fonds: Werbetrommel bleibt intakt - Warnung

Wieder im Aufwind: geschlossene Immobilienfonds

Engpässe beim Wohnraum - eine wunderbare Nachricht für Immobilien-Investoren. Solche Engpässe ergeben sich inzwischen für Studenten, die Appartments suchen.

Mit anderen Worten: wer an die nächsten Akademiker vermieten möchte, wird jetzt sogar die Preise erhöhen können. Wer nicht vermieten kann, der bekommt inzwischen Angebote von geschlossenen Immobilienfonds am Markt.

Vor denen allerdings warne ich ausdrücklich. Für Ihre Vorsorge sind diese Fonds weiterhin nicht geeignet.

Frankfurt, München, Darmstadt: die Nachfrage boomt

In einigen Studentenhochburgen boomt die Nachfrage nach den "Wohnungen" weiter. Vor allem München, Darmstadt und Frankfurt zählen zu den gefragten Regionen als Universtitätsstadt und damit amWohnungsmarkt.

Nebenher glänzt auch Karlsruhe. Dort fehlen alleine etwa 1.000 Wohnungen für Studenten. Für Investoren ein gefundenes Fressen, da sich die Wohnungen nicht beliebig schnell und in hinreichender Anzahl erstellen lassen. Denn: der niedrige Preis bleibt wichtig. Grund genug für spezialisierte Fonds, hierin ein Geschäft zu wittern.

Denn: die Studentenzahlen werden rasant zunehen. Nicht nur die fehlende Wehrpflicht oder der gestrichene Zivildienst treiben immer mehr junge Männer an die Unis. Auch die Konkurrenz.

Immer mehr Studiengänge...

Durch Reformen im Bildungswesen gibt es jetzt immer mehr Studiengänge und Möglichkeiten, Abschlüsse nachzuholen. So können Bildungshungrige inzwischen über das "Bachelor"-Studium mehr Abschlüsse als je zuvor machen.

Dies treibt auch die Nachfrage für "normale" Studenten noch einmal an. Der Bildungsmarkt boomt. Auf der anderen Seite sind die Angebotsbedingungen günstig:

So haben nach Auskunft des Immobiliendienstleisters Savills bundesweit verschiedene Regionen beste Chancen. Denn: institutionelle Investoren haben die Preise für typische Apartments noch nicht in die Höhe getrieben. Versicherungen oder Fonds werden künftig für steigende Preise sorgen, so die Vorstellung. Die Studie des Dienstleisters geht von einer Anfangsrendite in Höhe von 5,9% aus.

... geschlossene Fonds aber bleiben riskant

Trotzdem warne ich an dieser Stelle wie so oft vor geschlossenen Fonds.

  • Sie würden zum Miteigentümer - und -hafter.
  • Ihr Geld erhalten Sie erst in einigen Jahren zurück.
  • Zwischenzeitlich können Sie die Anteile kaum an der Börse verkaufen.
  • Die Rendite-Entwicklung bleibt über mehrere Jahre Laufzeit weiterhin schwer zu kalkulieren: Die Bildungslandschaft wird sich wie immer zyklisch neu sortieren - und die Nachfrage sinken.

Ich meine: Gerade für eine weitsichtige Vorsorge sind die scheinbar sicheren geschlossenen Fonds denkbar ungeeignet. Stattdessen empfehle ich: investieren Sie langfristig, aber flexibel. Das bedeutet konkret bei Immobilien: kaufen Sie Immobilienaktien oder wie mehrfach empfohlen eine bestimmten offenen Immobilienfonds - HausInvest. So sammeln Sie Rendite, bleiben aber flexibler.

PS: Gerade offene Immobilienfonds begleiten wir in unseren Redaktionen mit Hinweisen und auch Warnungen permanent. Sehen Sie sich mit dem Link am Ende dieses Beitrags einfach selbst um.

 
 
Bildquelle: Gina Sanders - Fotolia

Autor:

Janne Joerg Kipp

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage. Aktuelle Hinweise und Empfehlungen zur Vorsorgeoptimierung erhalten Unternehmer und Entscheider im kostenlosen Newsletter Wirtschaft Vertraulich.