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Gesetzliches Renteneintrittsalter: Die Regelungen im Überblick

Der Eintritt eines Menschen in die gesetzliche Altersrente ist abhängig von seinen Anspruchsvoraussetzungen und den geltenden Altersregelungen. Davon hängen der Zeitpunkt, an dem er den Rentenantrag stellen kann, und die Höhe seiner Rentenzahlungen ab.

Es gibt zwar ein gesetzliches Renteneintrittsalter, aber es bleibt auch jedem Menschen unbenommen, seinen Rentenantrag später oder für eine Vorruhestandsregelung früher zu stellen. Gesetzliches Renteneintrittsalter und tatsächliches durchschnittliches Renteneintrittsalter sind deshalb auch nicht identisch.

Aktuell liegt das durchschnittliche Renteneintrittsalter bei den Männer 1,2 Jahre und bei den Frauen 1,7 Jahre unter dem gesetzlichen Renteneintrittsalter.

Gesetzliches Rentenalter – die Heraufsetzung auf 67 Jahre

Mit dem Inkrafttreten des Rentenversicherungs-Anpassungsgesetzes zum 01.01.2012 ist eine Heraufsetzung des Renteneintrittsalters von derzeit 65 Jahren auf 67 Jahre verbunden. Die Altersgrenze wird stufenweise bis zum Jahr 2029 erhöht. Zunächst bleibt es bei einer zeitlichen Verlängerung von einem Monat pro Jahrgang; ab dem Jahrgang 1959 werden es denn zwei Monate sein.

Die Regelung ist einerseits der demografischen Entwicklung geschuldet, nach der Deutschland im Jahr 2030 mit einem Anteil von ca. 46 Prozent Rentnern an der Gesamtbevölkerung rechnen muss (derzeit ca. 20 Prozent).

Andererseits haben sich die Lebenserwartung und der Gesundheitszustand der Menschen über 65 Jahre in den letzten 50 Jahren erheblich verbessert. Die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre beträgt im Vergleich zur Lebenserwartung nur 20 Prozent.

Natürlich ist die Heraufsetzung des gesetzlichen Renteneintrittsalter auch eine wirtschaftliche Frage. Nach dem so genannten Generationenvertrag zahlen z.Z. noch 4 Erwerbstätige für einen Rentner in die Rentenkasse ein. Im Jahr 2030 werden es nur noch zwei sein.

Gesetzliches Rentenalter – die frühestmöglichen Eintrittsalter

Auch nach der Anhebung des gesetzlichen Rentenalters verbleiben Möglichkeiten, den Ruhestand eher zu beginnen. Die allgemeine Altersgrenze dafür bleibt 63 Jahre. In diesem Fall nehmen die Versicherten einen Abschlag von 14,4 Prozent ihrer Bezüge in Kauf.

Für die Jahrgänge bis 1952 ist derzeit noch ein Renteneintrittsalter von 60 Jahren möglich. Schwerbehinderte können ebenfalls bereits mit 60 Jahren in Rente gehen. Ihr Abschlag für die Frührente beträgt jedoch nur 10,8 Prozent.

Bei der Witwenrente wurde das Eintrittsalter in die Rentenbezüge von 45 auf 47 Jahre angehoben. Frührentner dürfen nicht über 400 Euro im Monat dazu verdienen. Bereits ab dem ersten Euro darüber wird der Rentenbezug um ein Drittel gekürzt.

Gesetzliches Rentenalter – Voraussetzungen der Rente

Wenigstens 5 Jahre muss ein Versicherter in die Rentenkasse eingezahlt haben, um bei Eintritt in das gesetzliche Rentenalter eine Rentenzahlung zu erhalten.

Wer vor der allgemeinen Altersgrenze in den Ruhestand möchte, muss wenigstens 35 Jahre gezahlter Beiträge nachweisen.

Für Erwerbstätige mit 45jähriger Beitragszeit kann die Rente weiter mit 65 Jahren beginnen.

30. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.