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Gewinne im einen, Verluste im anderen Depot: So sparen Sie Steuern

Seit der Einführung der Abgeltungsteuer im Jahr 2009 haben Sie als Sparer bzw. Anleger es leicht:

Sie müssen Ihre Kapitalerträge meist nicht mehr im Rahmen der Steuererklärung angeben.

Die Bank sammelt die Gewinne und Verluste automatisch, verrechnet sie miteinander und führt auf die Differenz Abgeltungsteuer ab.

Das ist sehr bequem, aber manchmal auch gefährlich; nämlich dann, wenn Sie 2 Depots haben, von dem nur eines im Plus ist.

Gefahr: Verluste bringen keine Steuerersparnis

Das Problem dabei: Die Verluste im einen Depot werden nicht mit den Gewinnen im anderen verrechnet.

Womöglich versteuern Sie dann die Gewinne im einen Depot zu hoch, während die Verluste im anderen Depot sich nicht steuermindernd auswirken.

Was tun, um das zu vermeiden? – Die Antwort lautet: Verlustbescheinigung!

Wenn Ihre Gewinne und Verluste depotübergreifend miteinander verrechnet werden sollen, bleibt Ihnen nur eines übrig:

Sie müssen sich doch die Arbeit machen, die Anlage KAP (Kapitaleinkünfte) mit Ihrer Steuererklärung auszufüllen und einzureichen.

Allerdings glaubt Ihnen das Finanzamt nicht einfach die Verluste, die Sie in die betreffenden Felder der Anlage KAP eintragen. Sie müssen diese Verluste vielmehr offiziell nachweisen.

Und als Nachweis akzeptiert das Finanzamt nur eine Verlust-Bescheinigung, die von der depotführenden Bank ausgestellt wurde.

Verlust-Bescheinigung bis 15. Dezember beantragen

Bis zum 15. Dezember sollten Sie tätig werden.

Beantragen Sie bei Ihrem Broker bzw. Ihrer Depotbank eine sogenannte Verlust-Bescheinigung für das entsprechende Jahr. Erst mit dieser wirken sich Ihre Verluste steuermindernd aus.

Die Anlage KAP füllen Sie dann am besten mithilfe der Erträgnis-Aufstellung oder Jahressteuer-Bescheinigung aus.

Darin sind all Ihre Wertpapier-Geschäfte und -Erträge aufgeführt.

Alternative: Verluste für kommende Jahre verwenden

Was passiert, wenn Sie es versäumen, eine Verlust-Bescheinigung zu beantragen? Dann bleiben sie einfach in den Büchern der Bank zu Ihrem Depot stehen.

Das heißt: Sie können diese Verluste dann in einem der kommenden Jahre mit den Gewinnen verrechnen, die dann im gleichen Depot anfallen.

Oder Sie lassen sich erst im Folgejahr eine Verlust-escheinigung ausstellen, um diese Verluste depotübergreifend mit anderswo erzielten Gewinnen zu verrechnen.

Falls Ihre Gewinne in diesem Jahr aber hoch sind, empfehle ich die Anlage KAP mitsamt Verlust-Bescheinigung.

Denn eine Steuerersparnis, die Sie jetzt schon erzielen, bringt Ihnen vermutlich mehr als eine in ferner Zukunft.

Sie wissen ja, was ein altes Sprichwort besagt: Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach…

15. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.