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Gewinnmargen: Wichtige Bilanzdaten der Aktienbewertung

Die Gewinne sind letztlich entscheidend für den Erfolg Ihrer Börsenbeteiligung – also einer Aktie.

Der Satz ist banal, hilft langfristig bei der idealen Auswahl allerdings weiter.

Heiße Tipps kommen und gehen, den Gewinn und die Gewinnmarge können Sie gut bewerten.

Die Bilanz gibt Ihnen eine Einblick. Sie können die Zahl sogar innerhalb der Branche oder zwischen den Branchen einfach vergleichen.

Vergleich hilft beim Bewerten

Eine Gewinnmarge von 50% hilft Ihnen nichts, wenn die Gewinnmarge im Vergleich zu Vorjahren oder zu Konkurrenten gesunken ist beziehungsweise niedriger steht. Daher für Sie ein kurzer Überblick zu den Gewinnmargen und Ihrer Aktienbewertung.

Die Gewinnmarge nennt sich bei Analysten „Umsatzrendite“. Sie zeigt einfach, wie viel Gewinn vom Umsatz tatsächlich bleibt. Sie teilen dafür den Gewinn durch den Umsatz: Gewinn/Umsatz. Die Falle steckt im Detail.

Den Umsatz können Unternehmen manipulieren. Zum einen kaufen einige Unternehmen durch neue Unternehmensbeteiligungen einfach Umsatz hinzu.

Dann sinkt die Umsatzrendite – dies kann gewollt sein, um Dividenden zurück zu halten. Zum Anderen aber können Unternehmen auch den bilanziellen Gewinn beeinflussen. Deshalb ist ein Vergleich wichtig.

Der richtige Gewinn

Inzwischen ist es in der Analysten-Szene üblich, verschiedene bilanzielle Gewinnpositionen einzusetzen. Dies sind „EBIT“ und „EBITDA“.


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  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
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Die Abkürzungen stehen für die englischen Begriffe: „earnings before interests and taxes“ beziehungsweise („DA“) depreciation und amortization. Beide Begriffe stehen für Abschreibungen. Das „D“ für Abschreibungen auf Sachanlagen, das „A“ für Abschreibungen auf so genannte immaterielle Vermögensgegenstände.

Dies können auch Patente sein, die deutsche Unternehmen in der Bilanz nicht abschreiben dürfen. Das Ebitda beziehen Sie dann auf den Umsatz und haben eine „bessere“ Gewinnmarge. Der Vorteil:

Sie können nach ein und demselben Berechnungsschema nationale und internationale Unternehmen miteinander vergleichen.

Gewinnmargen: Vorsicht vor Manipulation

Trotzdem öffnet auch diese Sichtweise der Manipulation Tür und Tor. Durch die Abschreibungen beeinflussen Unternehmen die Kennzahl nach eigenem Gusto.

So können Softwareunternehmen hohe oder niedrige Abschreibungen auf noch nicht fertig entwickelte Programme ansetzen (außerhalb der Bilanz), um diese Zahl zu gestalten.

Gerade in einer Rezession, dem Abschwung weltweit, nutzen Unternehmen diese Möglichkeit. Genau dann ist es für Sie wichtig, besonders vorsichtig zu sein.

Daher orientieren Sie sich an der Kennzahl, entscheiden aber nicht nur anhand dieses Datums. Vergleichen Sie:

  • Innerhalb der Branche einzelne Unternehmen
  • Die EBIT-Zahlen der vergangenen Jahre und deren Entwicklung. Sprünge klammern Sie aus.

Besonders hohe Gewinnmargen nach der klassischen Umsatzrendite, die Sie bilanziell ermitteln können, haben folgende Branchen:

  • Immobilien
  • Teils EDV-Software
  • Rohstoffe/Minen (Sommer 2011)
  • Telefongesellschaften wie Portugal Telecom oder China Mobil

Die Gewinnmarge ist ein gutes Signal für eine Aktienbewertung.

Aus der Bilanz entnehmen Sie die „Umsatzrendite“ – die führen die meisten Aktienunternehmen als „EBIT“ oder „EBITDA“/Umsatz im Geschäftsbericht zusätzlich aus. Achten Sie vor allem auf die historische Entwicklung im Vergleich. Dies normalisiert die Bewertung.

Neben Kennziffern wie dem KGV oder KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis) ist die Gewinnmarge oder Umsatzrendite eine der wichtigsten Zahlen für Aktien.

29. Juli 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.