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Gewinnmitnahmen dem Zufall überlassen: So vermeidet man es

Je besser die Börse oder ein einzelner im Depot befindlicher Wert läuft, um so eher gewöhnt man sich an die Fortsetzung des Aufwärtstrends und vergisst darüber, bei gegenteiliger Kursbewegung auch einmal an Gewinnmitnahmen zu denken.

Gewinnmitnahmen dem Zufall überlassen – ein typisches Verlaufsschema

In der Regel laufen verpasste Gewinnmitnahmen am Aktienmarkt auf diese Weise ab:

Beim ersten Rückschlag (Pkt. 1) halten Sie das Ganze noch für eine der üblichen Konsolidierungen, wie sie in jeder Aufwärtsbewegung kurzfristig zu beobachten sind.

Also werden Sie der Entwicklung noch keine besondere Beachtung schenken.

Gehen die Kurse dann weiter zurück (Pkt. 2), empfinden Sie das vielleicht als außergewöhnlich und nehmen sich vor, die Entwicklung nun genauer im Auge zu behalten.

Vielleicht errechnen Sie auch bereits Kursgrenzen (Stop-Limits), bei denen Sie sich vornehmen, auf jeden Fall zu verkaufen.

Mehr dazu: Gewinnsicherung: Automatisch wirkende Stop-Loss-Limits


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Am dritten Tag gehen die Kurse vielleicht schon wieder nach oben (Pkt. 3), so dass Sie sich darin bestätigt fühlen, wie richtig es war, Ihre Position doch noch nicht aufgelöst zu haben.

Also nehmen Sie Ihre Aufmerksamkeit wieder zurück und beobachten die weitere Entwicklung nur noch am Rande.

Schließlich kommt es dann so, wie es kommen muss: Die Kurse geben in der Folgezeit erneut nach (Pkt. 4), vielleicht sogar stärker und schneller als zuvor. Das ursprünglich ins Auge gefasste Verkaufslimit ist schnell erreicht, bald sogar schon unterschritten.

Doch anstatt jetzt wirklich zu verkaufen, wollen Sie nun doch lieber abwarten, bis sich die Entwicklung wieder dreht und sprechen sich Mut zu.

Nach einem abermaligen kräftigen Kursrutsch und vielen verpassten Ausstiegschancen steigen Sie nun – inzwischen völlig entnervt – doch noch aus (Pkt. 5).

Von den schönen Gewinnen ist schließlich gar nichts mehr übrig geblieben und Sie müssen sogar kräftige Verluste realisieren.

Die Börse als Einbahnstraße: Handlungsmuster für verpasste Ausstiegschancen

Obwohl Sie zwischenzeitlich erhebliche Gewinne hätten einfahren können, reagieren Sie auf die Abwärtsbewegung zu spät und steigen vielleicht genau dann aus, wenn sich die Kurse gerade wieder nach oben bewegen.

So setzen Sie Ihr Gewinnsicherungskonzept praktisch um

Je kürzer der von Ihnen ins Auge gefasste Anlagezeitraum ist, desto wichtiger ist es für Sie, sich Ausstiegskonzepte zurechtzulegen, um sich vor einem Abschmelzen oder gar dem vollständigen Verlust bereits aufgelaufener Gewinne zu schützen.

Im Idealfall sollten Sie versuchen, für jeden Einzelwert Ihres Depots nachgezogene mentale Stop-Loss-Limits festzulegen und bei Erreichen dieser Limits entsprechende Verkaufsorders aufzugeben.

Wenn Sie sich unsicher sind, stellen Sie dann Ihre Position nicht auf einen Schlag glatt, sondern in zwei bis drei Teilschritten mit jeweils der Hälfte oder einem Drittel der Gesamtposition.

Definieren Sie auf der Grundlage der aktuellen Situation an den Börsen und der bisherigen Gewinnentwicklung Ihres Depots vorsorglich Kurszonen für jeden einzelnen Wert als mögliches Verkaufsniveau.

Diese sollten im Idealfall so angesetzt werden, dass Ihnen beim vorzeitigen Verkauf noch hohe Gewinne bleiben.

Nehmen Sie bei gut gelaufenen Titeln jetzt Ihre Gewinne mit, um Ihr Depot so auszurichten, dass Sie es auch noch dann durchhalten können, wenn die Kurse zwischenzeitlich plötzlich um 10 bis 20% einbrechen.

Und Gewinnmitnahmen dem Zufall zu überlassen gehört auf diese Weise schließlich der Vergangenheit an.

Mehr dazu: Gewinnsicherung bei Aktien: Wie Anleger am besten vorgehen

16. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.