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Gläubigerwechsel bei Depotübertrag: Worauf Anleger achten sollten

Ein Depotübertrag ist heutzutage schnell zu erledigen. Gemäß eines Gerichtsbeschlusses muss dieser sogar kostenfrei erfolgen und Kunden erhalten diverse Boni durch Neukundenaktionen.

Depotüberträge mit Gläubigerwechsel finden bei der Zusammenlegung von Einzeldepots zu Gemeinschaftsdepots, bei Erbschaften oder bei Schenkungen statt.

Hierbei gibt es für potenzielle Depotwechsler einige Dinge zu beachten.

Mehr zum Thema: Prämie beim Depotwechsel

Was versteht man unter einem Depotübertrag mit Gläubigerwechsel?

Ein Depotübertrag kann aus verschiedenen Gründen getätigt werden. Hierbei unterscheidet man 2 Arten von Depotübertrag.

Eine Umschichtung der Papiere innerhalb des eigenen Depots oder von Bank zu Bank ist ein Depotübertrag ohne Gläubigerwechsel, da sich die Besitzverhältnisse nicht ändern.

Werden jedoch Wertpapiere an einen Dritten übertragen, so kommt es zur Änderung der Besitzverhältnisse und es liegt automatisch auch ein Gläubigerwechsel vor.


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Bei einem Depotübertrag werden Wertpapiere von einem Depot in ein anderes übertragen. Dies gilt für alle Wertpapiere wie beispielsweise Aktien, Anleihen oder Investmentfonds.

Der Gläubigerwechsel findet zu dem Zeitpunkt statt, bei dem die Wertpapiere aus dem Besitz eines Anlegers in den Besitz eines anderen übergehen.

Steuerliche Behandlung des Depotübertrags mit Gläubigerwechsel

Falls die Wertpapiere lediglich zu einem anderen Anbieter übertragen werden, drohen keine steuerlichen Nachteile. Wichtig ist hierbei, dass die richtigen Summen, das Kaufdatum und der Kaufkurs korrekt übermittelt werden.

Dies sollte stets genau kontrolliert werden, da auch hier bei einigen Instituten manuelle Eingaben erfolgen und diese nicht vor Fehlern gefeit sind.

Sollten beispielsweise Wertpapiere vor 2009 erworben worden sein, unterliegen diese noch dem alten Steuerrecht und Gewinne sind steuerfrei.

Einige Kreditinstitute buchen allerdings übertragene Wertpapiere nicht mit dem ursprünglichen Kaufdatum ein, sondern als „Neuzugang“.

Dieser Neuzugang unterliegt damit der Abgeltungssteuer und muss mit 25% zzgl. Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer versteuert werden.

Ein Depotübertrag auf einen anderen Gläubiger oder Depotinhaber gilt unter bestimmten Voraussetzungen ab dem 1. Januar 2009 als Veräußerung der übertragenen Wertpapiere im Sinne des § 20 Abs. 2 EStG und unterliegt ab diesem Zeitpunkt der Abgeltungssteuer.

Der entgeltliche Depotübertrag

Diesen Übertrag bezeichnet man dann als entgeltlichen Übertrag. Hierbei wird die Abgeltungssteuer ausgelöst und die Differenz zwischen dem Anschaffungspreis und dem „fiktiven“ Verkaufspreis errechnet.

Als Bemessungsgrundlage wird der Zeitpunkt der Übertragung (Ausbuchung aus dem alten Depot) genommen.

Der unentgeltliche Depotübertrag

Bei einem unentgeltlichen Depotübertrag, im Falle einer Schenkung oder einer Erbschaft, wird die Abgeltungssteuer nicht aktiviert und der Depotübertrag erfolgt mit der Information der Ursprungskaufdaten.

Allerdings ist das Kreditinstitut dann verpflichtet, dem Finanzamt eine Meldung zu machen, um etwaiger Steuerhinterziehung vorzubeugen. Dadurch wird vom Finanzamt das Erbschafts-/Steuerschenkungsverfahren eingeleitet.

Mehr zum Thema: Abgeltungssteuer nicht zwangsläufig fällig

Depotübertrag – weitere Hinweise für Anleger

Bei einem Depotübertrag sollte der Anleger stets genau den Prozess verfolgen und die Depotdaten im Anschluss mit den Ursprungsdaten abgleichen. Hier liegen immer noch einige Fehlerquellen auf Seiten der Depotbanken.

Andernfalls kommt es hinterher zu großem bürokratischem Aufwand, um die Ursprungskursdaten wieder nachzutragen und Steuerzahlungen zurückzufordern.

11. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.