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Gleitende Durchschnittslinie bei Aktien: Wichtiges Hilfsmittel

Für Investoren, Fondsmanager und private Anleger ist die wichtigste Frage:

Wohin geht der Trend und dementsprechend auch der Aktienkurs?

Der Gleitende Durchschnitt

Die Gleitende Durchschnittslinie (GD) zeigt an ob es aufwärts oder abwärts geht. Sie ist das meist verwendete Werkzeug der technischen Chartanalyse und definiert den Durchschnittskurs eines bestimmten Zeitraumes.

Damit wird der durchaus sehr volatile Aktienkurs geglättet und der vorherrschende Trend deutlich sichtbarer gemacht.

Eine steigende GD deutet dementsprechend einen Aufwärtstrend an und eine fallende GD einen Abwärtstrend.

Die Visualisierung erfolgt direkt im Chartbild der Aktie, bei dem die GD als gestrichelte oder durchgehende Linie dargestellt wird.

Sollte diese Linie den Aktienkurs dann kreuzen, kann das als Kauf- oder Verkaufssignal gewertet werden. Neben diesem Signal gilt die GD auch als Widerstands- und Unterstützungslinie.

Berechnung der Gleitenden Durchschnittslinie mit Beispiel

Bei einer einfachen Gleitenden Durchschnittslinie werden alle Schlusskurse (K) aus dem Beobachtungszeitraum zusammenaddiert und anschließend durch die Anzahl der Tage (n) dividiert.


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Damit erhält jeder Tag die gleiche Gewichtung und es ergibt sich ein Durchschnittsschlusskurs für den betrachteten Zeitraum.

Wenn beispielsweise von der Aktie XY die Schlusskurse der vergangenen Tage 25 – 25,50 – 24,50 – 26 – 26,70 sind, so müssen bei einer 3er-GD die vergangenen drei Tage betrachtet werden.

In diesem Fall liegt die 3er-GD aktuell bei: (24,50 + 26 + 26,70) / 3 = 25,73. Damit verläuft die Gleitende Durchschnittslinie unterhalb des Aktienkurses der XY AG bei 26,70.

Wie Sie die Gleitende Durchschnittslinie anwenden

Verläuft der Aktienkurs oberhalb der GD und somit in einem Aufwärtstrend, wird Long gehandelt (Wette auf steigende Kurse).

Dreht der Aktienkurs aber und kreuzt die GD von oben nach unten deutlich, entsteht ein Verkaufssignal. Der Aktienkurs sollte weiter fallen, sodass Sie ihre eingegangene Long-Position jetzt schließen müssten.

Mehr zum Thema: Mit Chartanalyse zum Erfolg

Gleichzeitig können Sie aber auch eine Short-Position eingehen, um auf einen fallenden Kurs zu spekulieren.

Umgekehrt dazu verhält es sich, wenn der Aktienkurs die GD von unten nach oben kreuzt. Hier sollte ein weiterer Anstieg des Aktienkurses folgen.

Neben dem Verstehen der Signale, ist aber auch die richtige Einstellung des Betrachtungszeitraumes entscheidend.

Wer lediglich kurzfristig und in Seitwärtsphasen handelt, um schnell auf kleinere Kursänderungen reagieren zu können, der sollte die 10er- oder 20er-GD verwenden.

Denn in langen Trendphasen liefern diese Einstellungen schlechte Ergebnisse. Hier sollten Sie die meistbeachtete GD verwenden – die 200er-GD.

Investoren und Fondsmanager konzentrieren sich sehr stark auf diese GD, da sie einem viel längeren Betrachtungszeitraum unterliegt.

Dadurch ist ein Trendwechsel beim Kreuzen des Aktienkurses mit der GD sehr wahrscheinlich.

Neben dem Kauf- und Verkaufssignal wird die Gleitende Durchschnittslinie auch als Unterstützungs- und Widerstandslinie verwendet.

Fällt beispielsweise der Aktienkurs von oben auf die GD und schafft es nicht diese zu kreuzen, sollte sich der vorherrschende Aufwärtstrend fortsetzen. Analog verhält es sich bei einem Abwärtstrend.

17. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.