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Gleitender Mittelwert: Erläuterung und Interpretation

Wer sich als Anleger mit Indikatoren befasst, wird feststellen, dass es eine Vielzahl von kleinen, mathematischen Helferlein gibt. Diese sollen dazu dienen, das eigene Trading zu verbessern und ideale Ein- oder Ausstiegspunkte zu ermitteln. Weitere Indikatoren helfen zum Beispiel dabei, einen Trend zu erkennen oder eine Umkehr auszuweisen. Der gleitende Mittelwert unterstützt Anleger bei ihrer Entscheidungen, einen bestimmten Wert zu handeln oder ihn nur weiter zu beobachten.

Der gleitende Mittelwert als Ausgangsindikator für Einsteiger

Der Begriff gleitender Mittelwert wird auch gleitender Durchschnitt genannt (englisch „Moving Average“). Dieser Durchschnitt wird anhand einer beliebigen Anzahl an Kursinformationen über einen beliebigen Zeitraum gebildet. Doch was genau bedeutet dieser Mittelwert und wie wird er von Tradern genutzt?

Ein Mittelwert dient dazu, starke und vereinzelte Bewegungen nach oben oder nach unten auszugleichen. Bei einem Chart sind verschiedene Ausreißer nach oben wie auch nach unten zu erkennen. Der gleitende Durchschnitt berechnet anhand von Daten einen Mittelwert, wodurch diese Ausreißer weniger stark angezeigt werden.

Gleitender Mittelwert am Beispiel der Adidas AG

Der gleitende Mittelwert wird zur Erkennung von Einstiegs- sowie Ausstiegssignalen verwendet. Als Beispiel dient ein Chart der Adidas AG auf einer 3-Monatsansicht (Oktober 2013 bis Januar 2014). Zuerst wird überprüft, ob es eine übergeordnete Trendrichtung gibt. In dem Beispielchart ist ein eindeutiger Aufwärtstrend erkennbar.

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Der gleitende Durchschnitt ist hier mit einer roten Linie eingezeichnet und bezieht sich auf die Schlusskurse der letzten 38 Tage. Welchen Wert man als Trader hier wählt, sollte durch eigene Erfahrungen gefestigt werden. Zu sehen ist in dem Chart, dass sämtliche Ausreißer wenig in den Durchschnitt miteinfließen.

Sobald in einem intakten Aufwärtstrend der Durchschnitt kurzzeitig unterschritten und sofort wieder nach oben durchschnitten wird, ist von einem weiteren Kursverlauf in Trendrichtung auszugehen. In diesem Beispielchart bestätigt sich diese Interpretation zur Mitte des Dezembers.

Je mehr Tage zur Berechnung hinzugezogen werden, umso glatter wird sich die Linie darstellen. Werden weniger Tage angegeben, so machen sich deutlichere Schwankungen auch in dem gleitenden Mittelwert bemerkbar. Eine weitere Analyse mit Hilfe des gleitenden Durchschnitts findet sich anhand eines Beispiels der Aktie E.ON.

Gleitender Mittelwert – sinnvoll als Hilfsmittel

Gerne wird ein gleitender Durchschnitt zur Festlegung von Einstiegssignalen benutzt. Wenn ein gleitender Durchschnitt die Kurse kreuzt wird je nach Handelsrichtung ge- oder verkauft. Diese Vorgehensweise generiert allerdings auch Fehlsignale.

Indikatoren wie der gleitende Mittelwert sollten lediglich als Hilfsmittel angesehen werden. Wenn anhand dieses Indikators ein Trend eindeutig identifiziert werde konnte, ist das jedoch eine wertvolle Information. Mit dem GeVestor-Charttool können Privatanleger erste Erfahrungen mit diesem und anderen Indikatoren sammeln.

20. Februar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.