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Global Competitiveness Report: Deutschland auf Platz 5

Im neuen Global Competitiveness Report, dem Wettbewerbsindex des Weltwirtschaftsforums, ist Deutschland um einen Platz gefallen. Im Ranking, welches die wirtschaftlich stärksten und konkurrenzfähigsten Länder der Welt zusammenstellt, befindet sich die Bundesrepublik nun auf Platz 4.

Spitzenreiter ist wie in den vergangenen fünf Jahren die Schweiz, gefolgt vom asiatischen Stadtstaat Singapur. Die Vereinigten Staaten schieben sich in diesem Jahr um zwei Plätze auf den dritten Platz nach vorne. Damit überholen sie nicht nur Deutschland, sondern auch Finnland, welches weiter als wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft der Eurozone gilt.

Alternde Gesellschaft in Deutschland als Minuspunkt

Die Expertin für Deutschland beim Weltwirtschaftsforum, Caroline Galvan, führt die alternde Gesellschaft als Hauptgrund für den Abstieg Deutschlands in der Liste an. In Zukunft müssten Frauen und Ausländer besser in den Arbeitsmarkt integriert werden, um das Defizit des sinkenden Bevölkerungswachstums auszugleichen.

Gute Neuigkeiten gibt es hingegen für zahlreiche europäische Krisenländer, die unter der Eurokrise der vergangenen Jahre gelitten haben. So konnte sich Portugal mit zahlreichen Reformen um 15 Positionen auf Platz 36 verbessern, Griechenland klettert um 10 Ränge auf Platz 81. In beiden Ländern gebe es aber weiterhin starke Probleme, die beseitigt werden müssen.

Global Competitiveness Report: Die Grundlagen

Der Global Competitiveness Report analysiert jährlich 144 Volkswirtschaften in Bezug auf mehr als 110 Variablen der Bereiche Infrastruktur, Gesundheit, Bildung, Effizienz der Gütermärkte und des Arbeitsmarktes, technologischer Entwicklungsgrad und weiterer Wirtschaftsfaktoren. Hierbei werden öffentlich zugängliche Daten ebenso genutzt wie die Meinung von Experten aus den jeweiligen Staaten.

Da sich die Wirtschaftsgrundlagen von Ländern wie beispielsweise Deutschland und Ghana deutlich unterscheiden, werden die einzelnen Staaten in drei Stufen eingeteilt: faktorgetrieben, effizienzgetrieben und innovationsgetrieben. Jede Stufe steht hierbei für eine wachsende Komplexität der eingegliederten Länder.

Während Länder der niedrigsten Stufe zum Großteil auf unausgebildete Arbeiter setzen, um ihre natürlichen Ressourcen in rudimentäre Produkte umzuwandeln, setzen die Länder der mittleren Stufe bereits auf höhere Qualität der Arbeiter und ihrer Produkte. In der dritten Stufe muss hingegen dafür gesorgt werden, dass stetig gänzlich neue Produkte auf den Markt gebracht werden, um den Lebensstandard halten zu können.

Die Bewertung der Wirtschaftskraft einzelner Länder im Global Competitiveness Report kann durch diese Einteilung in verschiedene Stufen für jedes Land einen entsprechenden Fokus setzen. So liegt der Fokus in Deutschland als innovationsgetriebenes Land vor allem auf modernen und effizienten Produktionsprozessen und immer neuen Erfindungen. Während diese Variablen bei Ländern der Stufe 1 und 2 nur mit 10 % in die Bewertung einfließen, werden sie in Staaten der Stufe 3 mit 30 % gewichtet.

Weltwirtschaftsindex: Bisherige Spitzenreiter

Der Weltwirtschaftsindex wurde in den vergangenen Jahrzehnten fast durchgängig von den Vereinigten Staaten von Amerika dominiert. Erst mit der Finanzkrise und ihrem Höhepunkt im Jahre 2009 mussten die USA ihre Spitzenposition räumen. Seitdem liegen unsere südlichen Nachbarn in Front. Österreich muss sich hingegen mit Position 21 begnügen.

4. September 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.