MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Gold: Abgeltungssteuer beim Handel vermeiden

Bei der Abgeltungssteuer handelt es sich um eine Erhebungsform der Einkommenssteuer.

Dabei wird seit 2009 jeder Kapitalertrag, der über den sogenannten „Sparer-Pauschbetrag“ hinausgeht, pauschal mit 25 Prozent besteuert.

Nun stellt sich die Frage, ob die Abgeltungssteuer auch bei An- und Verkäufen von Gold über die Bank eingreift.

Der Kauf von physischem Gold dient zwar der Kapitalanlage, Gewinne aus Goldmünzen oder Goldbarren bleiben aber auch bei Abwicklung über eine Bank abgeltungssteuerfrei.

Steuergrenze bei der Abgeltungssteuer für Gold: 599 Euro

Steuerpflichtig werden sie nur innerhalb der Jahresfrist und bei Überschreitung der Freigrenze von jetzt 599 €.

Gleiches gilt bei Veräußerung von Antiquitäten, Schmuck, Kunstgegenständen und ausländischen Währungen.

Nach Jahresablauf bleiben Gewinne steuerfrei. Allerdings sind dann auch Verluste steuerlich unbeachtlich.

Die Steuerfreiheit betrifft jedoch nur physisches Gold, nicht aber Goldzertifikate sowie Gold-ETCs.

Auch bei ausländischen Währungen kommt es auf das physische „Halten“ an.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Gold: Ohne Abgeltungssteuer

Sie kaufen 2009 im Gegenwert von 10.000 € US-Dollar und lassen diese bis 2011 im Tresor der Bank  liegen. Bei Veräußerung erzielen Sie einen Gewinn von 1.000 €. Dieser wäre steuerfrei.

Anders in diesem Fall: Sie erwerben eine verzinsliche Schuldverschreibung der Bundesrepublik, die in US-Dollar emittiert wurde.

Erzielen Sie 2011 einen Veräußerungsgewinn von 1.000 €, würde dieser der Abgeltungssteuer unterliegen. Denn: Bei einer Anleihe handelt es sich um eine Kapitalforderung.

Weiteres Beispiel: 2009 kaufen Sie für 10.000 € US-Dollar und legen diese auf einem verzinslichen Festgeldkonto an. 2011 lösen Sie das Konto auf, verkaufen den Dollar-Bestand und machen wiederum 1.000 € Gewinn.

Darauf behält die Bank keine Abgeltungssteuer ein. Sie müssen das aber in der Steuererklärung angeben. Denn: Setzen Sie Devisen zur Erzielung von Zinsen ein, tritt Steuerfreiheit erst nach zehn Jahren ein.

Verkaufen Sie vorher, unterliegt der Veräußerungsgewinn Ihrem persönlichen Steuersatz. Nicht zu vergessen: Von den in diesem Beispiel erzielten Festgeldzinsen führt die Bank Abgeltungssteuer ab.

Mehr dazu: „Sieben goldene Regeln für Fondsanleger zur Abgeltungssteuer“

Geschlossener Gold-Fonds sogar mit Sparplan zu bedienen

Eine Alternative können aber auch geschlossene Fonds sein. Hier noch einmal kurz die Vorteile des Gold-Fonds, der auch in Silber investieren kann:

  • Steuerfreier Verkauf der Anteile nach einem Jahr Haltedauer (die Gold-Abgeltungssteuer entfällt)
  • Ihre Investments sind hinterlegt (Gold und Silber). Damit entfällt das Risiko, dass Ihr Vermögen an Dritte übergeht
  • Anteile dieses geschlossenen Fonds können Sie problemlos zurückgeben
  • Silber kauft der Fonds ohne Mehrwertsteuer
  • Dank „Großeinkauf“ entfällt der Zuschlag bei kleinen Barrenmengen

Weiterer Vorteil: Sparplan erlaubt

Schließlich haben wir einen Vorteil unterschlagen: Sie können einen Sparplan auf die Edelmetalle beziehungsweise auf Fondsanteile abschließen. Das Angebot gilt ab 50 Euro monatlich.

Ein lukratives Angebot. Denn: die Verluste bei Kleinstmengen, die Sie alternativ im Direktinvestment kaufen können, sind durch die „Zuschläge“ sonst zu hoch. Wir müssen uns – leider – dem Argument des Anbieters anschließen.

Kaufmännisch sinnvoll hingegen ist es, 200 Euro oder mehr zu „besparen“. Erst dann häufen Sie schnell genug ein sicherndes Gesamtvermögen an.

Ohne Wertzuwachs dauert es selbst dann immerhin mehr als 8 Jahre, um 20.000 Euro zu „sammeln“.

24. April 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".