Der Goldpreis ist extrem gefallen - so sahen es Analysten. Goldboom vorbei - oder "Goldpreis am Ende", so die Stimmen nach einem Kurs"sturz" von 1.900 Dollar Richtung 1.700 Dollar.
Diesen Kurssturz nehmen wir hin - aber der Boden ist damit bereits wieder außer Sicht, weil Gold Richtung weiterer Rekorde marschiert.
Selbst wenn der Goldpreis noch einmal fällt: dies zeigt nur die Panikstimmung an den Finanzmärkten und nicht etwa, dass Gold wertloser würde. Es gibt keinen Grund, der aktuell gegen Gold spricht. Erst recht nicht eine Erholung irgendeiner Wirtschaft oder Währung.
Krisenwährung leider gebraucht
Im Gegenteil: wir stellen leider weiter fest, dass die Krisenwährung wichtig für Investoren und die Märkte ist. In Fakten:
Die Eurozone hat jüngst erst ihre weiteren Rettungspakete für die Krisenregionen beschlossen und wird erst demnächst(!) in größeren Mengen beginnen, neues Geld zu drucken. Die nationalen Parlamente wie bei uns in Deutschland der Bundestag stimmen erst noch zu (jüngst gab es genau dazu die Kritik am Geheimpapier von Finanzminister Schäuble, der den Vorgang beschleunigen wollte).
In den USA hat die große Schuldenkoalition von Republikanern und Demokraten die neuen Rekordschulden beschlossen. Die US-Notenbank FED wird neues Geld drucken. Neue Anleihen werden den Markt schwemmen. Daher werden die Währungen noch schwächer.
Schwache Währungen - neue Goldnachfrage
Auch in China ist der Renminbi (Yuan) durch eine Inflationsrate von nachhaltig mehr als 5% schwächer als zumindest westliche Analysten wollen. In Indien gibt es hohe Inflationsraten - und damit eine schwache Währung.
Daher gibt es kaum Rettungsanker. Relativ gilt allenfalls der Schweizer Franken als sicher. Nur wird die Schweizer Notenbank derzeit viel unternehmen, den Franken zu schwächen. Die Schweizer Exportwirtschaft klagt bereits über die enormen Schwierigkeiten beim Export.
Schwache und noch schwächere Währungen aber treiben seit vielen Jahren schon immer mehr Investoren in Gold und in die Goldnachfrage. Staaten wie China fragen sogar Gold nach, um die eigene Bevölkerung zu versorgen. Die Nachfrage wird noch zunehmen:
- Gold ist derzeit kein Spekulationsgeschäft, sondern harte Krisenwährung.
- Da Gold als Krisenwährung weltweit gilt, muss starker Ersatz her, wenn der Goldpreis sinken soll.
- Eine starke internationale Währung, die den Welthandel tragen oder zumindest stützen könnte, ist nirgends in Sicht.
- Neue Geld-Druck-Programme werden noch mehr Geld erzeugen - und damit die Krisenwährung befestigen.
GeVestor meint: Der Goldpreis hat seinen Boden kürzlich erreicht und ist nach dem Kurssturz schon wieder auf dem Weg zu neuen Rekorden. Diese Rekorde sind aber noch keine echten neuen Rekordzahlen, weil der Goldpreis nach Inflation noch unter dem Goldpreis von 1980 liegt.
Daher ist der Spielraum nach oben groß. Wenn der Goldpreis noch einmal sinkt, werden wir die Empfehlung erneut aussprechen: kaufen Sie Gold, wenn Sie ebenfalls eine Krisenwährung suchen.



