Ende Dezember sackte der Goldpreis deutlich ab.
Für viele Experten war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Marken von 1.500 und auch nach Ansicht einiger Experten die Marke von 1.400 Dollar fallen würde.
Doch es kam alles anders. Der Goldpreis hat sich wieder deutlich erholt. Für mich ist es das erste Comeback des Jahres – so viel steht fest. Es ist aber auch seit Anfang Januar so, dass die Euro-Krise wieder in die Schlagzeilen zurückgekehrt ist.
Und genau diese Schlagzeilen aus den Eurokrisenländern hatten auch im Sommer 2011 zu dem Auftrieb beim Gold geführt. Danach stand der Goldpreis unter Druck, auch weil viele Investoren ihre Gewinne dort glattgestellt haben.
Es ging verstärkt darum, Verluste bei anderen Positionen auszugleichen. Doch zu Beginn des neuen Jahres ist es weiterhin so: Die Gründe für das große Interesse an dem sicheren Hafen Gold sind weiterhin intakt.
Die Schuldenprobleme in den großen westlichen Industrieländern werden den Goldpreis weiter antreiben. Es ist die Verunsicherung der Investoren, die hier für das große Interesse sorgt.
An dieser Stelle ist eine Frage immer wieder spanend – und mit der habe ich mich in diesem Newsletter in den vergangenen Monate auch schon sehr oft beschäftigt: Wie hoch kann es beim Goldpreis gehen?
Bei der aktuellen Recherche bin ich dabei auf eine ganz extreme Prognose gestoßen, die ich Ihnen doch nicht vorenthalten möchte. Sie stammt von Nick Barisheff von der Bullion Management Group. Zunächst weist Barisheff darauf hin, dass es sich aktuell nicht um einen typischen Bullenmarkt beim Gold handelt. „Gold legt nicht im Wert zu.
Es ist vielmehr so, dass die Währungen Kaufkraft gegenüber Gold verlieren. Daraus folgt, dass Gold so hoch steigen kann, wie die Währungen an Wert verlieren. Da aber die Währungen an Wert verlieren wegen der ständig wachsenden Schulden, kann also Gold so stark zulegen, wie die Staatsschulden weiter wachsen.“
Gewagte Prognose: Gold steigt auf 10.000 Dollar
Das bildet den Kern von Barisheffs Prognose. Daher ist es für ihn auch möglich, dass der Goldpreis am Ende des aktuellen Zyklus bis auf 10.000 Dollar steigen kann. Die Frage ist dann nur, wie viel Kaufkraft werden diese 10.000 Dollar wegen der starken Inflation dann noch haben?
Insofern verwundert das Preisziel von Barisheff erst einmal. Doch beim genauen Blick ist es nur eine logische Folge. Seinen Angaben nach wird allein das US-Staatsdefizit von aktuell rund 15 Billionen Dollar auf dann fast 23 Billionen Dollar steigen.
Wenn man laut Barisheff den Aufwärtstrend der Schulden und den Preisanstieg beim Gold in eine Beziehung setzt, ergibt sich daraus ein realistisches Preisziel von 2.600 Dollar pro Unze für das Jahr 2015.
„Aber wie wir alle wissen, greifen die Prognosen über Staatsschulden immer zu kurz und müssen regelmäßig angepasst werden“, so Barisheff. Insofern ist auch das realistische Preisziel für Gold deutlich höher als 2.600 Dollar in drei Jahren.
Soweit möchte ich noch gar nicht in die Zukunft schauen – aber die 2.000 Dollar pro Unze halte ich schon in diesem Jahr für realistisch.



