Wer Gold kauft, kann in den nächsten Jahren mit hohen Renditen rechnen.
Vorausgesetzt Sie kaufen Gold in Form eines physischen Investments. Oder:
Gold in Form von Aktien, als Aktienfonds oder Fonds, die Gold selbst im Portfolio halten. Investitionen über Zertifikate sind in vielen Fällen zu riskant.
Das aber bedeutet: auch Garantiezertifikate werden künftig für die eigene Vermögensanlage nicht weiterhelfen.
Dies fängt schon mit den garantierten Renditen an. Diese sind in den meisten Fällen zu gering, um die wesentliche Eigenschaft von Goldinvestitionen zu erfüllen. Dabei geht es um den Inflationsschutz.
Die Geldmengen in der Eurozone sowie in den USA werden zu groß, um die Währungen noch stabil halten zu können. Demnächst steigen die Schulden ohne weitere Produktion weiter.
So stellt die EZB (europäische Zentralbank) dem Markt Ende Februar etwa bis zu 1 Billion Euro zur Verfügung. Das heißt, Geld wird weniger wert sein.
Garantiezertifikate bleiben Schuldverschreibungen
Bedenken Sie: Zertifikate sind Anleihen = Schuldverschreibungen. Ein Emittent verspricht Ihnen, am Ende der Laufzeit einen bestimmten Betrag zurück zu zahlen. Fällt die Emissionsbank wieim Fall Lehman aus, werden Sie aus der Konkursmasse bedient.
Dies kann nicht Sinn und Zweck einer Goldinvestition sein. Zudem:
Garantiezertifikate begrenzen den Vermögenszuwachs auf einen bestimmten Betrag. Das ist auch nicht im Sinne von Goldinvestitionen, weil es dabei gerade in den kommenden Jahren um höchste Gewinne geht. Konkret:
- Ein neues Zertifikat der Erste Bank Österreich spiegelt den sogenannten „Blackrock World Gold Fund“ wider.
- Sie verdienen als Investor zusammen mit dem Fonds – bis zu 50% Performance.
- Dies ist bei einer Laufzeit von sechs Jahren gleichbedeutend mit einer Jahresrendite in Höhe von 7%.
- Dafür erhalten Sie am Ende der Laufzeit 100% des ursprünglichen Kapitaleinsatzes zurück.
- Da Sie ab dem 17. Februar nur noch über die Börse kaufen können, erhalten Sie einen Kurs von 100% zurück. Also etwas mehr oder weniger, als Sie an der Börse zahlen.
Wir lehnen das Zertifikat daher aus zwei Gründen ab. Zum einen bleibt das Risiko wegen der Einordnung als Schuldverschreibung hoch. Das Gold Zertifikat verspricht nur Kapitalschutz, wenn die Erste Bank zahlungsfähig bleibt.
Zum anderen ist das Kapitalschutz Zertifikat nicht geeignet, um steigende Preise (= Inflation) abzufangen. Das heißt: Von 7% Bruttorendite pro Jahr werden lediglich die nicht-inflationsbereinigten „Gewinne“ übrig bleiben. Zudem zahlen Sie Steuern.
Unsere Empfehlung: kaufen Sie Gold direkt als physisches Investment oder über einen Fonds, der Gold im Portfolio hält. Dies kann etwa der Fonds der Züricher Kantonalbank sein.
Nähere Daten erhalten Sie sowohl über unsere Redaktionen oder an der Börse in der Schweiz.


